Ansicht Wohntrakt

Viergeschoßiger Trakt mit verglastem Treppenhaus

Ansicht Wohntrakt mit Treppenhaus

Treppenhaus

Schülerinnenwohnheim

www.maria-lenssen-berufskolleg.de

Mühlenstraße 33, 41236 Mönchengladbach

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denkmalgeschütztes Objekt

1931 - 1933

Moderne

Bruno Kleinpoppen

Preussisches Neubauamt Gladbach-Rheydt

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Objekte gesamt: 2010

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Schülerinnenwohnheim

Im Park des 1870 als „Private Fortbildungsschule für weibliche Handarbeiten“ gegründeten und später als „Königliche“ bzw. „Staatliche Handels- und Gewerbeschule“ fortgeführten heutigen „Maria-Lenssen-Berufskollegs“ entstand zwischen März 1931 und Juni 1933 nach Plänen des Regierungsbaurats Bruno Kleinpoppen (1897-1943) ein in Nord-Süd-Richtung ausgerichtetes Wohnheim für etwa 60 Schülerinnen.
Fünf kubische Baukörper über rechteckigen Grundrissen und unter Flachdächern sind zu einem asymmetrischen, bis zu drei Geschossen hohen, freistehenden und 90 Meter langem Baukomplex angeordnet. Ein glatter, weiß gestrichener Außenputz über einem roten Ziegelsteinsockel und markante Lochfassaden mit erneuerten, filigranen Stahlfensterrahmen prägen das in Stahlbeton mit Wandscheiben aus „Schwemmsteinen“ ausgeführte Gebäude.
Zwischen den beiden großzügig verglasten Treppenhäusern springen an der Parkseite die beiden Obergeschosse über dem Erdgeschoss des Wohntraktes zurück und bilden – über dem jeweils darunter liegenden Stockwerk – einen durchgängigen Balkon. Im Erd- und ersten Obergeschoss sind die west- und ostwärts orientierten Funktions- und Wohnräume zweihüftig angeordnet, im zweiten Obergeschoss einhüftig erschlossen. An der Mühlenstraße liegt noch vor dem viergeschossigen Treppenhaus ein eingeschossiger Trakt mit weiteren Nutzräumen, während an dem entgegengesetzten Ende die Räume der ehemaligen Gärtnereiklasse zu finden sind. Das hier zu vier Fünfteln eingeschnittene Erdgeschoss besitzt eine loggienartige, durch Rundsäulen gestützte Halle mit vorgezogener Verdachung. Die nach Westen orientierte Fassade folgt ebenfalls den beschriebenen Gestaltungskriterien, besitzt allerdings nur einen Balkon im ersten Obergeschoss.
Nach Norden schließt sich das separat im Park stehende zweigeschossige Gärtnereigebäude mit Warm- und Kalthaus an.
Das in parkartigem Garten mit bis zu 160 Jahre alten Bäumen gelegene und ausgewogen proportionierte Bauwerk zeichnet sich durch eine qualitätvolle Außen- wie Detailgestaltung aus. Stoßgriffe, Türdrücker, Fenster- und Türrahmen, Geländer, Boden- und Treppenbeläge gehören im Innern zur qualitätvollen Ausstattung. Das Wohnheim ist trotz behutsamer Modernisierung im Innern als markantes Beispiel der an die Tradition des Bauhauses angelehnten Architektur der 1930er Jahre ein modernes wie funktionelles Gebäude in Mönchengladbach.

Autor: Dr. Karl-Heinz Schumacher

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