Gutswohnhaus Gräftenhof in Recklinghausen

Räume im Erdgeschoss

Flur mit Eingangsbereich

Holzdielen Obergeschoss

Sanierter Innenraum mit Kamin

Ansicht Fassade Gutswohnhaus Gräftenhof Ehling

Fachwerkgiebel nach Sanierung

Eingangsbereich Gutswohnhaus Gräftenhof Ehling

Eingangstür Gutswohnhaus Gräftenhof Ehling

Erdgeschoss, Blick in Flur

Sanierung Gutswohnhaus Gräftenhof in Suderwich (Recklinghausen)

Poststraße 7, 45665 Recklinghausen

1836 / 1904 (Umbau) / 2009-11 (Sanierung)

Gegenwart
Historismus

Herbert Behrendt
(Ausführung Malerarbeiten)
Thomas Serwe
(Planung Sanierung)

Ottilie Ehling Stiftung

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Objekte gesamt: 2010

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Sanierung Gutswohnhaus Gräftenhof in Suderwich (Recklinghausen)

Das Gutswohnhaus des Gräftenhofs Ehling in Recklinghausen-Suderwich wurde 1836 im zu jener Zeit typischen Fachwerkstil errichtet. Im Jahr 1904 wurde das Gutshaus umfassend umgebaut und das Fachwerk der Außenwände mit Zementputz versehen.
2009-11 wurde der denkmalgeschützte Gräftenhof saniert. Dabei wurden die Traufen, Gesimse sowie Fensterbekleidungen nach historischer Vorlage rekonstruiert und die Fassaden in den ursprünglichen Sandfarbtönen erneuert. Die komplette Ostfassade und schadhafte Holzkonstruktionen, darunter stellenweise Fachwerkträger wurden ersetzt. Die Giebelseiten erhielten ein von innen davorgesetztes, tragendes Holzfachwerk.
Etwa die Hälfte des Gebäudes ist nach Norden hin unterkellert und wurde ursprünglich als Kühlkeller genutzt. Im Rahmen der Sanierung wurden neue Kellerfenster und Abdichtungen sämtlicher Kelleröffnungen sowie eine Abluftanlage installiert.
Aufgrund vieler Umbaumaßnahmen in der Geschichte des Gräftenhofs wurden Innenwände und Decken in unterschiedlichen Holz-Lehm-Konstruktionen ausgeführt und konnten bei der Sanierung nun größtenteils in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden. Die ehemals mit Strohhäcksel aufgefüllten Deckenzwischenräume der obersten Geschossdecken wurden durch neue Abhangdecken ersetzt. Die Holzgefache wurden je nach Erhaltungszustand durch Mauerwerk ausgetauscht oder ergänzt und mit Lehmputzen in mehreren Schichtaufträgen wiederhergestellt.
Die alten Elektroleitungen wurden durch neue Leitungen ersetzt; die nicht defekten, alten Wand- und Bodenfliesen im Erdgeschossflur durch historische Nachbrände ergänzt.
Bei der Sanierung wurde besonderer Wert darauf gelegt, dass der historische Gesamteindruck des Gräftenhofs erhalten bleibt. Dazu tragen auch die breiten Eichendielen in Teilbereichen des Obergeschosses, die ausgebessert, abgeschliffen und mit Hartöl behandelt wurden, bei. Die Einscheiben-Außenfenster konnten durch eine komplette Überarbeitung erhalten werden. Teilweise wurden jedoch historische Fenster und Fenstertüren sowie einige Innentüren mit ihren Türlaibungen nachgebaut.

Auszeichnungen:
Deutscher Fassadenpreis 2012 (Brillux GmbH & Co. KG), 2. Preis, Kategorie: Historische Gebäude und Stilfassaden

Autor: Thomas Serwe / Redaktion baukunst-nrw

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