Salzmannbau mit Haupteingang an der Alten Werksstraße

Salzmannbau (Ostflügel); links im Bild die Giebelwand der vor dem Salzmannbau liegenden Jazz-Schmiede

Salzmannbau mit Alter Schmiede im Vordergrund

Salzmannbau, Wohnhof (Seite Ulenbergstraße)

Salzmannbau im Schnee, Seite Ulenbergstraße

Salzmannbau, Skulpturenhof (Seite Ulenbergstraße)

Salzmannbau Düsseldorf (Jagenberg)

www.salzmannbau.com

Himmelgeister Str. 107, 40225 Düsseldorf

Legende für Merkmale

IconObjekt hat Auszeichnung

IconObjekt ist denkmalgeschützt

IconObjekt ist als Kulturdenkmal auf der Liste der UNESCO-Weltkulturerbe verzeichnet

IconObjekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert

IconObjekt der Route der Wohnkultur

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denkmalgeschütztes Objekt Dieses Objekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert.

1905-06/1913/1928/1990-94

- keine Angabe -

Salzmann & Ganzlin

Jagenberg AG

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Objekte gesamt: 2010

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Salzmannbau Düsseldorf (Jagenberg)

Der Salzmannbau, das ehemalige Hauptgebäude der Maschinenfabrik Jagenberg in Düsseldorf-Bilk, in dem Maschinen produziert wurden und die Verwaltung untergebracht war, ist in der Düsseldorfer Denkmalschutzliste unter „Jagenberg“ zu finden.

Die Architekten Heinrich Salzmann und C. Ganzlin bauten das Hauptgebäude der Jagenbergfabrik 1905 bis 1906 in der damals bahnbrechenden Skelettbauweise. Trotz der insgesamt recht leichten Bauweise konnte man im Salzmannbau auf jeder Etage relativ schwere Maschinen aufstellen, weil alle 1 bis 1,5 Meter ein Stahlträger im Boden liegt. Man musste dabei darauf achten, dass die Füße der Maschinen sich über diesen Stahlträgern befanden. Neben der Stabilität ermöglichte die Stahlskelettbauweise schnelles Bauen und unkomplizierte Erweiterungen. Der Bau wurde von Anfang an im Baukastensystem angelegt, so dass bei jeder Erweiterung ein einheitliches Erscheinungsbild gewahrt wurde. Axel Föhl schrieb 1984 in seinem Gutachten zur Denkmalwürdigkeit des Salzmannbaus hierzu: „Die Fassadengestaltung zeigt eine Ausgewogenheit der Horizontal- und der Vertikalgliederung. Zwischen Pfeilervorlagen sind gekoppelte, große Fenster mit Mittelstütze angeordnet, mehrfache Stufungen von Fenstersturz und Fensterpfeiler geben der Fassade plastische Tiefe. Hervorstechendes Charakteristikum des Jagenberg-Hauptgebäudes ist die im Rheinland selten anzutreffende Verwendung weißglasierter Verblendsteine, bei Jagenberg darüber hinaus belebt mit grünen Klinkern als Bänder- und Kassettenmotiv. Diesem Gestaltungsprinzip unterwarfen sich alle Erweiterungen.“

Der Baustil des Salzmannbaus zeigt den Übergang vom Jugendstil zu einer Epoche, die durch mehr Sachlichkeit geprägt ist. Er drängt die Üppigkeit der Jugendstil-Ornamente zurück, verbindet jedoch das Schmückende in weniger überladener Form mit der Nützlichkeit. Durch die Kombination dieser Elemente erhält das Gebäude seine einzigartige Schönheit.

Jagenbergs, ursprünglich Inhaber einer Papiermühle in Solingen, waren an anderer Stelle in Düsseldorf schon seit 1878 tätig, zu Beginn als Inhaber einer Papiergroßhandlung. Unter der Leitung der Brüder Max und Emil Jagenberg, beide große Erfinder, bekam die Firma Jagenberg an der Himmelgeister Straße ein anderes Gesicht. Die Brüder machten ihr Unternehmen zu einer international agierenden und erfolgreichen Maschinenfabrik. Das Kerngeschäft galt der Entwicklung und dem Bau von Maschinen, die der Papierverarbeitung dienten. Den Brüdern war neben dem Wunsch, immer auf dem neuesten Stand der Technik für ihre Maschinen zu sein, ein renommiertes Gebäude wichtig, in dem ihre Mitarbeiter optimale Arbeitsbedingungen vorfanden. So trafen sie die entscheidenden Baumaßnahmen, „dass jeder eine helle und angenehme Arbeitsstätte hätte“ (Max Jagenberg anlässlich seiner Rede zu den Arbeitern und Angestellten bei der Eröffnungsfeier 1906).

Jagenberg verlegte seine Produktion in der Zeit von 1971 bis 1984 nach Neuss. 1984 wurde das Hauptgebäude unter Schutz gestellt und das übrige Areal abgerissen. Seit 1994 ist der Salzmannbau ein Kulturzentrum.

Autor: Monika Egbringhoff

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