Eingangsbereich Erlebnisaufzug Altena

Detail der äußeren Verkleidung mit Cortenstahl

Innenansicht des Eingangsbereichs mit Sichtbetonwänden

pavillonartiger Bau aus Beton mit Kasse und Shop

Blick in die Tunnelanlage

interaktive Lernstationen

multimediale Informationsvermittlung

3D Modell des Erlebnisaufzugs Altena

Lageplan des Erlebnisaufzugs Altena mit Verbindung zur Burg Altena

Grundriss Erlebnisaufzug Altena

Fassade Erlebnisaufzug Altena

Schnitt Erlebnisaufzug Altena

Erlebnisaufzug Altena

www.erlebnisaufzug.de/

Lennestraße 45, 58762 Altena

2014

Gegenwart

Hollenbeck Architekten

Stadt Altena

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Erlebnisaufzug Altena

Im Herzen der Stadt erhielt die Burg Altena ein neues Eingangsgebäude mit Tor, das den Besucher von nun an über einen ausgestalteten Tunnel und einen hochmodernen Aufzug zu ihr führt. Im Rahmen des neuen Zutritts und der neuen Wegeführung durch den Stollen wurde von der Arbeitsgemeinschaft HEL (Klaus Hollenbeck Architekten, expo2508 und Mathias Lim und Partner) ein Edutainmentkonzept für eine 850 qm große Dauerausstellung entworfen und umgesetzt.

Als Außenhaut die rostbraune Cortenstahlfassade und im Inneren der massive, monolithische Eindruck des Sichtbetons. Strukturiert werden die Flächen durch eine Schalung mit wechselnden Brettstärken und -längen. Im direkten Kontrast dazu steht die filigrane Glasfassade. 4,50m breit und 8,00m hoch wird sie in nur sechs Felder mit drei und fünf Meternm Höhe gegliedert und von schmalen T-Profilen getragen. Der Bodenbelag greift wieder Elemente der Burg auf - Pflastersteine ziehen sich von der Fußgängerzone in das Gebäude hinein und über zwei flache Rampen gelangt der Besucher vom Burgtor in den Hof. Der gesamte Bereich ist ummauert und so als Burghof erkennbar. Ein pavillonartiger Bau, ebenfalls aus Sichtbeton, nimmt Kasse, Shop und den Sanitärbereich auf.

Zur Fußgängerzone der Stadt Altena öffnet sich ein neues Burgtor. Dahinter schließen sich weitere Tore an, so als seien die Verteidigungsringe aus Vorburg, Burg und Bergfried auch durch den Stollen gezogen. Die Tore und die Aufzugfahrt sind interaktive Mitmach- und Erlebnisstationen: Sie veranschaulichen die Geschichte und Bedeutung der Burg. Das Gestaltungskonzept setzt auf Emotionen und Erlebnisse. Intuitiv lernen Besucher charakteristische Motive der Stadt, Region und Burg kennen. Dafür greifen die einzelnen Erlebnisstationen die südwestfälische Sagenwelt auf und präsentieren Erzählungen vom Heiligen Einhard, von Alberich und dem Felsenmeer oder die Sage um die Namensgebung der Burg.

Der neue Zugang, das überdimensionierte Eingangstor, wird als Erweiterungsbau Teil der historischen Burg Altena. Die Burg wird damit ans Lenneufer geholt. Das Torgebäude, gestaltet als ein drei Etagen hohes Burgtor, ist ein skulpturaler Baukörper. Nach vorne und hinten ist er durchfenstert und öffnet sich damit optisch zur Fußgängerzone. Mit diesem ersten Tor ist ein städtebaulich markanter Beginn des Erlebnisparcours und der Burgerweiterung gesetzt. Auf das Burgtor folgt der Hof. Der Bereich hinter dem Torgebäude ist ummauert und so als Burghof erkennbar. Ein pavillonartiger Bau aus Beton nimmt Kasse und Shop auf. In diesen Pavillon hinein schiebt sich - aus dem Berg kommend - der 90 m lange Stollen, in dessen Innerem die zukünftige Dauerausstellung umgesetzt wird. Die gesamte Umsetzung des neuen Zugangs zur Burg (Eingangsgebäude, Stollen/ Ausstellung, Aufzug) ist durchgehend barrierefrei angelegt. Sieben multimediale Tore greifen als interaktive Informations- und Erlebnisstationen das Leitsymbol auf. Der Besucher wird in ihnen und durch sie mit Hilfe unterschiedlichster Technikanwendungen angesprochen. An jedem Tor bietet das Konzept eine Vertiefungsebene in Form einer Hörstation, die die komplette Sage sowie zusätzlich einen touristischen Hinweis auf den der jeweiligen Sage zugrundeliegenden Ort abspielt.

Der unter Denkmalschutz stehende Fachwerkbau im inneren Hofe der Burg welcher ehemals als Remise diente, ist nun der Endpunkt des neu geschaffenen Erlebnissaufzuges und somit die neue Verbindung der Burg mit der im Tal liegenden Stadt Altena. Vor Beginn der Schachtarbeiten wurde der Denkmalgeschütze Bau unter Berücksichtigung denkmalpflegerischer Gesichtspunkte rückgebaut, eingelagert und nach Fertigstellung der Schachtung in Zusammenarbeit mit dem Merkischen Kreis wieder aufgebaut, wobei der Schachtkopf in das Gebäude integriert wurde.

 

Auszeichnungen:
Auszeichnung Vorbildlicher Bauten in Nordrhein-Westfalen 2015 (Land NRW/Architektenkammer NRW)

Autor: Hollenbeck Architekten

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