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Wohnbebauung Vorgebirgsgärten

Panoramaansicht, Straßenseite
Schrägluftbild, Straßenseite
Außenperspektive, Straßenseite
Außenperspektive, Straßenseite
Farblich abgesetzter Hauseingang, horizontale Fassadengliederung
Außenperspektive, Hofseite
Außenperspektive, Hofseite
Außenperspektive, Hofseite
Lageplan, Gesamtanlage
Grundriss, Gesamtanlage
Grundriss Erdgeschoss, verschiedene Wohneinheiten
Grundriss Erdgeschoss, mehrseitig belichtete Wohneinheiten

Panoramaansicht, Straßenseite
Schrägluftbild, Straßenseite
Außenperspektive, Straßenseite
Außenperspektive, Straßenseite
Farblich abgesetzter Hauseingang, horizontale Fassadengliederung
Außenperspektive, Hofseite
Außenperspektive, Hofseite
Außenperspektive, Hofseite
Lageplan, Gesamtanlage
Grundriss, Gesamtanlage
Grundriss Erdgeschoss, verschiedene Wohneinheiten
Grundriss Erdgeschoss, mehrseitig belichtete Wohneinheiten

Die „Vorgebirgsgärten“ in Köln-Zollstock bilden als letzter Bauabschnitt den südlichen Abschluss der großmaßstäblichen Wohnbebauung am Raderthalgürtel und vollenden die städtebauliche Gesamtfigur des Quartiers. Das im Jahr 2023 fertiggestellte Projekt wurde von dem Kölner Architekturbüro Lorber Paul Architekten geplant, das Freiraumkonzept entwickelte club L94 Landschaftsarchitekten. Bauherrin war die Wohnungsgenossenschaft Wohnungsgenossenschaft Köln-Süd eG im Verbund mit weiteren Kölner Genossenschaften. Im Rahmen des Wettbewerbsverfahrens entstanden 206 Wohneinheiten, darunter 72 öffentlich geförderte Wohnungen.

Städtebaulich übernimmt der südliche Bauabschnitt eine doppelte Funktion. Zum einen bildet er einen baulichen Abschluss gegenüber dem verkehrsreichen Raderthalgürtel und wirkt als Lärmschutzriegel für das nördlich anschließende Quartier. Zum anderen erzeugt seine kammartige Struktur differenzierte Außenräume mit hoher Aufenthaltsqualität. Die beträchtliche Länge des polygonalen Baukörpers wird durch Faltungen und Rücksprünge rhythmisiert. Dadurch wird die Maßstäblichkeit der straßenseitigen Fassade relativiert und zugleich eine formale Referenz an die genossenschaftlichen Großformen der 1920er-Jahre hergestellt, die den Stadtteil prägen.

Die Grundrissorganisation verfolgt das Ziel, bei hoher baulicher Dichte gut belichtete und natürlich belüftete Wohnungen zu ermöglichen. Entsprechend sind die Einheiten überwiegend zweiseitig orientiert. Loggien an der lärmbelasteten Südseite sowie Balkone und Terrassen zu den Innenhöfen sichern private Freibereiche und tragen zur plastischen Gliederung der Lochfassade bei. Materialseitig ist die Straßenseite als Klinkerfassade ausgebildet, während hofseitig ein verputztes Wärmedämmverbundsystem mit Kammputzstruktur zur Anwendung kommt. Die Differenzierung reagiert sowohl auf die repräsentative Wirkung zur Hauptstraße als auch auf wirtschaftliche Rahmenbedingungen.

Das Freiraumkonzept setzt die kammartige Gebäudestruktur konsequent fort. Zwischen den einzelnen Bauabschnitten entstehen vier Höfe mit klar abgestuften öffentlichen, halböffentlichen und privaten Zonen. Eine barrierefreie Nord-Süd-Durchwegung verbindet das Quartier, funktionale Anforderungen wie Feuerwehrzufahrten sind integrativ gestaltet und teilweise mit versickerungsfähigen Belägen ausgeführt. Heckenblöcke und Gräserbänder strukturieren die Übergänge zwischen Gebäude und öffentlichem Raum. Ersatzpflanzungen entlang des Raderthalgürtels ergänzen die bestehende Allee und stärken die stadträumliche Einbindung. Das Regenwasser wird über Rigolen auf dem Grundstück versickert, extensiv begrünte Flachdächer tragen zur mikroklimatischen Stabilisierung bei.

Die Kombination aus frei finanzierten und geförderten Wohnungen, barrierearmen Grundrissen und familiengerechten Typologien erzeugt ein differenziertes soziales Angebot. In der Gesamtschau formuliert das Projekt einen klar konturierten Quartiersabschluss, der funktionale Anforderungen, ökonomische Rahmenbedingungen und gestalterische Ansprüche in eine konsistente städtebauliche Figur überführt und damit einen identitätsstiftenden Baustein im Kontext Köln-Zollstocks etabliert.

Auszeichnungen:

  • Auszeichnung Vorbildlicher Bauten in Nordrhein-Westfalen 2025 (Land NRW/Architektenkammer NRW)

Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 05.03.2026

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Architektur Wohnbauten Mehrfamilienhäuser/Wohnsiedlungen