| #1 | "Dortmunder U" » Website |
| Kategorie: | Betriebs-/Werkstätten |
| Standort: | Dortmund |
| Baujahr: | 1926 |
| Kurzbeschreibung: | Ehemaliges Gär- und Lagerhaus der Dortmunder Union-Brauerei |
| Langbeschreibung: | Neben der Märkischen Straße entwickelte sich die heutige Rheinische Straße in den 1860er Jahren zum bevorzugten Brauereigebiet. Hier wurde durch die Umwandlung der Brauerei Struck & Co. in eine Aktiengesellschaft 1873 die Union-Brauerei gegründet. Sie galt in den zwanziger Jahren als die größte Brauerei Westdeutschlands, deckte 43% der Dortmunder Braukapazität ab und zählte 600 Beschäftigte. 1926/27 ließ sie ein neues Gär- und Lagerhaus errichten. Es war das erste Hochhaus der Stadt. Das mehrteilige Gebäude ist zum größten Teil verklinkert. Der Hauptturm wird von einem gitterförmigen Aufbau bekrönt. Auf dem Dach prangt seit 1962 das "Dortmunder U" als Firmenzeichen. Um das Hochhaus entstand im Laufe der Zeit ein ausgedehnter Gebäudekomplex. Bis 1992 konnte die Stadtwerbung Dortmund als "Europas Bierstadt Nr. 1" herausstellen. Der Rückgang der Montanindustrie, das "Kneipensterben" und die Bevorzugung von Pils gegenüber Export machen heute den einheimischen Brauern zu schaffen. Als Folge von Konzentration und Rationalisierung ging die Zahl der Beschäftigten im Dortmunder Brauwesen von 7.000 im Jahre 1965 auf 1.600 im Jahre 1995 zurück. Heute gibt es nur noch zwei Braustätten in Dortmund. Nachdem die Union-Brauerei 1994 ihre Produktion nach Lütgendortmund verlegt hatte, stand eine Neunutzung des Ensembles an. 2003/04 wurden sämtliche Gebäude mit Ausnahme des Hochhauses abgerissen und es entstand an der Südseite ein neuer Bürokomplex. Anfang 2007 erwarb die Stadt Dortmund das Gelände mit dem Dortmunder U und der umliegenden Brache vom bisherigen Eigentümer, der Radeberger Gruppe. Anfang 2008 wurde ein Umbau des Gebäudes zu einem Zentrum der Kreativwirtschaft beschlossen. Das Dortmunder Büro Gerber Architekten hat sich im internationalen Wettbewerb durchgesetzt und übernimmt die Neugestaltung des U-Turms in der Innenstadt. Das Dortmunder U wird das Dortmunder Leuchtturmprojekt im Rahmen der RUHR.2010 – Kulturhauptstadt Europas. |
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| #2 | "Reiter"-Kaserne, Leonardo-Campus |
| Kategorie: | Hochschulen/Universitäten |
| Standort: | Münster |
| Baujahr: | 1898-1901 / 1996-2000 (Umbau) |
| Kurzbeschreibung: | Umbau der ehemaligen Von-Einem-Kaserne an der Steinfurter Straße |
| Langbeschreibung: | Jahrzehntelang wurde der Stadteingang im Nordwesten der Stadt ganz wesentlich durch die Bauten der ehemaligen Von-Einem-Kaserne geprägt. Entlang der Straße aufgereiht, bestimmen die Hauptgebäude mit ihren Schaufassaden das Bild der Steinfurter Straße. Der 1898-1901 in Ziegelbauweise hergestellte Komplex der Kürassierkaserne, einschließlich der großzügig angelegten Stallungen, Remisen, Reithalle, etc. gehörte zu dem von Preußen seit Ende des 19. Jahrhunderts systematisch betriebenem Ausbau des Garnisonsstandortes Münster. Trotz zahlreicher baulicher Veränderungen ist die Anlage ein bemerkenswertes Beispiel preußischer Kasernenarchitektur mit stadtbildprägender Wirkung. Sie beherbergt heute Teile der Universität, der Fachhochschule sowie der Kunstakademie. Dabei wurden die Gebäude 2 und 3 (heute Leonardo-Campus 5 und 7) unter Beibehaltung der vorhandenen Baustruktur für den Fachbereich Architektur umgestaltet. Siehe auch Kunstakademie Münster |
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| #3 | "Schwimmoper" |
| Kategorie: | Sportbauten |
| Standort: | Wuppertal |
| Baujahr: | 1957 |
| Kurzbeschreibung: | Städtisches Schwimmbad mit markantem Äußeren |
| Langbeschreibung: | Die Wuppertaler Schwimmoper ist eine städtische Badeanstalt in Wuppertal. Sie wurde nach Plänen von Friedrich Hetzelt in den Jahren 1955–1957 errichtet. Ihren volktümlichen Namen erhielt sie aufgrund von Diskussionen nach dem Krieg, ob das zerstörte Opernhaus in Barmen wiederaufgebaut oder auf dem Johannisberg - dem heutigen Standort der Schwimmoper - ein neues Opernhaus für Wuppertal errichtet werden solle (die Entscheidung fiel dann für das Schwimmbad). Auch die von außen sichtbaren Zuschauertribünen, die die Funktion des Stadtbads als Wettkampfhalle betonen, sollen den Namen inspiriert haben.. Ihr markantes Äußeres, die geschwungenen Linien und die vielen Glasflächen lassen den Bau sehr transparent und leicht erscheinen, trotz seiner offensichtlichen Größe. Die Schwimmhalle hat eine Spannweite von 46 Metern und bietet mit ihren Tribünen bis zu 2000 Zuschauern Platz. Die Südseite der Schwimmhalle ist vollständig verglast. Ein Novum stellte zur Bauzeit das Dach der Schwimmhalle dar, welches aus einer einseitig gekrümmten Betonschale besteht, deren Abspannungen unter dem Schwimmbecken entlang führen. Seit 1995 steht die Schwimmoper unter Denkmalschutz. Im Mai 2007 beginnt die Renovierung der Schwimmoper, die bis Herbst 2009 abgeschlossen sein soll. In dieser Zeit ist die Schwimmhalle geschlossen. |
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| #4 | 13 Stadthäuser, Köln-Junkersdorf |
| Kategorie: | Mehrfamilienhäuser/Wohnsiedlungen |
| Standort: | Köln |
| Baujahr: | 2002 |
| Kurzbeschreibung: | Wohnsiedlung auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne Haelen |
| Langbeschreibung: | Mit der Umnutzung des 14 ha großen Kasernengeländes Haelen wurde ein bisher isolierter Bereich wieder in das Stadtviertel Junkersdorf eingegliedert. Am nördlichen Rand dieses neuen Stadtquartiers entstand das Projekt „13 Stadthäuser“, das als kompakter Riegel angelegt dem ansteigenden Hangverlauf folgt und eine T-förmige Wasserfläche nach Norden städtebaulich abschließt. Die Schottenbauweise unterteilt die Großform des Riegels in seine 13 gleichwertigen Einheiten und bestimmt den Rhythmus der Ansicht. Mit den wiederkehrenden Einschnitten durch Loggien und Terrassen innerhalb der einzelnen Schotten entsteht eine klare Strukturierung des Baukörpers. Das Gesamtvolumen des Komplexes wird so nach Süden hin aufgebrochen. Durch die Anlage einer Gracht, die als Regenrückhaltebecken fungiert, und die stark durchgrünten rückwärtigen Gärten ist zudem ein ruhiger ungestörter Freibereich entstanden. Mehr auf koelnarchitektur.de |
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| #5 | Aachener Dom |
| Kategorie: | Sakralbauten |
| Standort: | Aachen |
| Baujahr: | ab 8. Jhd. |
| Kurzbeschreibung: | Dombau karolingischen Ursprungs |
| Langbeschreibung: | Der heutige Dom besteht aus mehreren Teilbauten: Dem karolingischen Oktogon in der Mitte, der gotischen Chorhalle im Osten, dem Westwerk und einigen Seitenkapellen.Das im Zentrum des Doms gelegene Oktogon wurde in den neunziger Jahren des 8. Jahrhunderts nach byzantinischen Vorbildern als Kapelle der Aachener Kaiserpfalz errichtet. Überlieferter Baumeister war der Franke Odo von Metz. Die Pfalzkapelle Kaiser Karls des Großen war über 200 Jahre lang nördlich der Alpen in ihrer Höhe und Gewölbeweite unübertroffen. Das innere Oktogon wird durch starke Pfeiler gebildet, auf welchen ein achteckiges, den Mittelraum überdeckendes Klostergewölbe liegt. Um dieses innere Oktogon herum läuft ein 16-seitiger, mit niedrigen Kreuzgratgewölben versehener Umgang, über dem sich, die Empore bildend, eine hohe Galerie befindet. Diese wird von schräg liegenden Tonnengewölben überdeckt. Über den Galeriebögen erhebt sich ein achteckiger Tambour mit Fensteröffnungen, auf welchem das Kuppelgewölbe ruht. Die oberen Galerieöffnungen sind durch Säulengitter gegliedert. Diese Säulen sind teilweise antik und stammen aus Italien. Karl der Große ließ sie der Überlieferung nach am Ende des 8. Jahrhunderts aus Rom und Ravenna nach Aachen schaffen. Die Öffnungen zwischen den Säulen haben ein Geländer aus karolingischen Bronzegittern, die nach römischen Vorbildern gefertigt wurden. Die Außenwände des in Bruchstein gefertigten karolingischen Oktogons sind weitestgehend ungegliedert und ohne weiteren Bauschmuck. Lediglich die Pfeilervorsprünge an der Kuppel sind von antikisierenden Kapitellen gekrönt. Oberhalb des karolingischen Mauerwerks befindet sich eine romanische Blendbogenreihe, darüber spätromanische Giebel. Gekrönt wird das Oktogon durch die eigentümliche barocke Dachhaube. Das Westwerk des Domes ist karolingischen Ursprunges, davon erhalten sind die beiden seitlichen Treppentürme sowie die dazwischen liegende Zugangsnische. Dieser vorgelagert ist die Portalvorhalle aus dem 18. Jahrhundert. Die darin angebrachten bronzenen Torflügel, die sogenannten Wolfstüren, wurden um 800 gegossen und befanden sich ursprünglich zwischen Westwerk und Oktogon. Die oberen Stockwerke des Westwerks wurden in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts und im 17. Jahrhundert umgestaltet. Der hohe Turmabschluss wurde zwischen 1879 und 1884 errichtet. Östlich an das Oktogon wurde zwischen 1355 und 1414 der gotische Chor angebaut. Er misst 25 m in der Länge, ist 13 m breit und 32 m hoch. Seine Außenwand ist weitestgehend in Fenster aufgelöst. Zur Sicherung der Gewölbe der Aachener Chorhalle wurden bereits während der Bauzeit eiserne Zuganker eingebaut, um den Seitenschub auf das schmale Tragwerk zu reduzieren und dazwischen möglichst viel Fensterfläche zu belassen. Rings um das Oktogon scharen sich mehrere Seitenkapellen. Im Südosten liegt die Matthiaskapelle, die zeitgleich mit der daneben liegenden Chorhalle errichtet wurde. Südlich der Matthiaskapelle schließt sich die gotische Annakapelle an; sie war im Untergeschoss ursprünglich die Vorhalle zu einem Domportal, die Wände wurden jedoch später verschlossen und der Raum als Kapelle genutzt. Südlich des Westwerks liegt die Ungarnkapelle, ursprünglich ebenfalls eine gotische Seitenkapelle wurde sie im 18. Jh. in barocken Formen neu errichtet. Nördlich des Westwerks schließt sich die Nikolaus- und Michaeliskapelle an, sie ist der ehemalige Begräbnisort der Stiftsherren des Aachener Münsterstifts. Nordöstlich wurde die Karls- und Hubertuskapelle an das Oktogon angebaut. Weitere zum Domkomplex gehörige Kapellen befinden sich im Kreuzgang (Allerheiligen- und Allerseelenkapelle) und am Domvorhof (Taufkapellen). |
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| #6 | Aachener Tivoli » Website |
| Kategorie: | Tragwerk |
| Standort: | Aachen |
| Baujahr: | 2008-2009 |
| Kurzbeschreibung: | Stadionneubau in Vereinsfarben mit Dachkonstruktion als schwarz-gelbes Raumfachwerk |
| Langbeschreibung: | Das neue Tivoli Stadion der Alemannia Aachen liegt im Sportpark Soers in der Nähe des alten Tivolis. Es wurde am 17. August 2009 mit dem Spiel gegen den FC St. Pauli offiziell eingeweiht und seit der Saison 2009/10 als Fußballstadion genutzt. Die Fläche des Stadiongeländes beträgt 30.668 m², das Spielfeld hat eine Größe von 105 x 68 Meter. Des Weiteren wird der Stadionbau durch einen Trainingsplatz und das Zentrum für den Nachwuchs ergänzt. Die Kapazität des Einrangstadions beträgt insgesamt 32.960 Plätze, von denen 11.681 Stehplätze sind (10.000 davon für die Heimmannschaft). Der Grundkörper mit den Tribünen ist in Stahlbeton ausgeführt, während das aufgesetzte gelbe Dach durch ein filigranes außen liegendes schwarz-gelbes Raumfachwerk gehalten wird. Auf den Längsseiten des Stadions schieben sich aus der Fassadenflucht Holzboxen, die den Fan-Shop und die Fan-Kneipe sowie Teile der Lounge beinhalten. |
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| #7 | Aalto Theater |
| Kategorie: | Kulturbauten (Kino, Theater, Museen) |
| Standort: | Essen |
| Baujahr: | 1959/1988 |
| Kurzbeschreibung: | Theaterbau mit organisch fließenden Formen |
| Langbeschreibung: | Das von Alvar Aalto entworfene, aber erst Jahre nach seinem Tod realisierte Aalto-Theater in Essen wurde 1988 eröffnet. Schon 1959 hatte Aalto den Wettbewerb für den Neubau des Opernhauses gewonnen. Das Gebäude mit der für Aalto charakteristischen organischen Formgebung liegt inmitten des Essener Stadtgartens. Um einen Mittelbau, in dem sich das Foyer, der Saal und das Bühnenhaus befinden, legen sich die Seitenräume des Theaters. Das Kupferfalzdach des Theaterbaus steigt schräg an, was den Bühnenturm mit in die Gebäudeform integriert. Die weiß verkleidete Fassade zeigt sich in sanften Rundungen. Das Gebäude wurde aus akustischen Gründen in 16 vollständig voneinander getrennten Einzelbauteilen erstellt. Das Foyer ist mit weiß verputzten Wänden und einem hellblauen Teppich hell und freundlich gestaltet. Im Zuschauerraum mit etwas über 1000 Plätzen dominiert ein tiefes Indigoblau die Farbgebung, hierzu kontrastiert das Weiß der Balkonbrüstungen. Um eine möglichst große Nähe zur Bühne zu erreichen, ragen die Ränge desto weiter in den Raum hinein, je höher sie sind. Der Saal ist wie auch das Foyer, asymmetrisch gestaltet und legt sich breit um die große Bühne. |
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| #8 | Aaseepark |
| Kategorie: | Parks |
| Standort: | Münster |
| Baujahr: | 1934 / 1972-76 |
| Kurzbeschreibung: | Vielseitig genutzter Landschaftspark rund um den Aasee |
| Langbeschreibung: | In den Jahren 1926 bis 1934 wurde der Fluss „Münstersche Aa“ aufgestaut. Die Idee hierzu lässt sich auf Prof. Landois zurückführen, der unter anderem der erste Zoodirektor Münsters war. Die Aufstauung schaffte nicht nur einen Erholungsraum für die Münsteraner, sondern sollte auch die Grundwassergewinnung sichern und vor allem die Hochwassergefahr, die von der Aa ausging, beseitigen. Von 1972 bis 1976 wurde das Gewässer um den „neuen Aasee“ erweitert und dem Parkgelände insgesamt 50 Hektar Fläche hinzugefügt. Im Aaseepark integriert sind Einrichtungen wie der Allwetterzoo, das Naturkundemuseum mit Planetarium, der Sportpark Sentruper Höhe und das Freilichtmuseum Mühlenhof. Die Anlage bietet dem Erholungssuchenden 10 Kilometer Spazierwege und insgesamt 18 Hektar Liegewiese und der nahezu 40 Hektar große See bietet nicht nur die Möglichkeiten zum Tretbootfahren oder Segeln sondern verfügt seit den 1980er Jahren auch über eine Ruder-Regatta-Strecke für internationale Wettbewerbe. Skulpturen wie die „Giant Pool Balls“ von Claes Oldenburg (1977) oder dem Pier von Jorge Padro (1997) und regelmäßige Ausstellungen der Kunstakademie Münster auf den Aaseewiesen bereichern das Angebot an den Parkbesucher. |
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| #9 | Abfallentsorgungszentrum Asdonkshof » Website |
| Kategorie: | Entsorgungswirtschaft |
| Standort: | Kamp-Lintfort |
| Baujahr: | 1996 |
| Kurzbeschreibung: | Müllverbrennungsanlage mit beispielhafter Rauchgasreinigungsanlage |
| Langbeschreibung: | Die 1996 in Betrieb gesetzte Müllverbrennungsanlage ist das wichtigste Element des Abfallentsorgungszentrums Asdonkshof im Kreis Wesel. Die Müllverbrennungsanlage besteht aus zwei eigenständigen Verbrennungslinien mit jeweils nachgeschalteter Rauchgasreinigung und Turbinenanlage zur Erzeugung von Strom und Fernwärme. Pro Stunde können in jeder Linie 16,6 Tonnen Hausmüll verbrannt werden. Allein im Jahr 2001 waren dies über 246.000 Tonnen Müll. Europaweit Beispielhaft ist die Rauchgasreinigung die dafür sorgt, dass die Grenzwerte für Schadstoffe im Abgas der Anlage weit unter den gesetzlichen Anforderungen liegen. In der Turbinenanlage werden pro Jahr Brutto 123.000 MWh Strom erzeugt, genug um über 30.000 Haushalte mit Strom zu versorgen. Zum Abfallentsorgungszentrum gehören neben der Verbrennungsanlage eine Vorschalt- / Sortieranlage, in der noch zu verwertende Stoffe aussortiert werden, ein Bio-Kompostwerk, eine Klärschlammtrocknungsanlage und Anlagen zur Schlackeaufbereitung. |
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| #10 | Abtei Werden |
| Kategorie: | Sakralbauten |
| Standort: | Essen |
| Baujahr: | 799 / 1275 / 18 Jh. / 1897 |
| Kurzbeschreibung: | In eine barocke Residenz umgebaute Benediktiner Pfarrkirche |
| Langbeschreibung: | Oberhalb des Ruhrtals thront auf einer Anhöhe über Werden die Basilika St. Ludgerus. Über Jahrhunderte hinweg hat das Kloster das wirtschaftliche und kulturelle Leben der Umgebung geprägt. 799 gründete der friesische Missionar Liudger, der erste Bischof von Münster, das Benediktinerkloster Werden. Verkehrsgünstig an einer Furt über die Ruhr gelegen, entwickelte sich der Ort Werden mit seinem Kloster rasch zu einem blühenden Städtchen, das 1317 die Stadtrechte erhielt. In der karolingischen Ringkrypta liegen die Gebeine des Hl. Liudger begraben. In der angeschlossenen Schatzkammer befindet sich mit dem Helmstedter Kreuz ein bedeutendes Kunstwerk des Übergangs von der ottonischen zur romanischen Plastik sowie mit dem Liudgerus-Schrein einer der wenigen barocken Reliquienschreine. Seit der Säkularisierung der Reichsabtei diente sie als Pfarrkirche. Ab dem 18. Jahrhundert wurden neue Abteigebäude im barocken Stil errichtet, welche die Abtei als Residenz erscheinen lassen. Die Architektur der in Bruchstein errichteten und mit Mansarddach und Walmdächer gedeckten Gebäude wird im Bereich der Hauptzugänge durch Giebelfelder und Wappenembleme gesteigert. Der Haupttrakt ist durch ein monumental gegliedertes Mittelrisalit ausgezeichnet. 1993 wurde die Abtei von Papst Johannes Paul II. zu einer Basilica minor erhoben. Sie besitzt einen barocken Hochaltar und Gemälde des Werdener Malers Theodor Mintrop. Noch heute ist das Land Nordrhein-Westfalen und nicht die Kirchengemeinde Eigentümer des Sakralbaus. Nach dem Krieg erhielt die weltberühmte Folkwang-Schule für Musik, Theater und Tanz in den fürstlich gestalteten Klostergebäuden ihren Sitz. Siehe auch Route der Industriekultur |
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| #11 | ADAC Hauptverwaltung Westfalen |
| Kategorie: | Verwaltungs-/Bürogebäude |
| Standort: | Dortmund |
| Baujahr: | 2004 |
| Kurzbeschreibung: | Monolithischer Verwaltungsbau an städtebaulich prägnanter Stelle |
| Langbeschreibung: | An städtebaulich prägnanter Stelle, im Osten Dortmunds direkt an der A44 gelegen, bildet die neue Hauptverwaltung des ADAC in Westfalen einen unübersehbaren Akzent. Das monolithische Bauwerk mit einer Bruttogeschossfläche von 23.000 Quadratmetern und einer Länge von 180 Metern wird über zwei Atrien an den Gebäudeecken erschlossen. Den Zugang zum östlichen Atrium bildet eine fast neun Meter breite Freitreppe. Eine 5-geschossige Halle mit einem gläsernen Dach bildet das Kernstück des ADAC Kundenbereichs. Die Verwaltungsbüros des ADAC gruppieren sich um den Luftraum dieser Halle und werden über Galerien erschlossen. Die Fassaden des Gebäudes sind unterschiedlich gestaltet, um der speziellen Lage des Bauwerks an der dicht befahrenen Autobahn Rechnung tragen zu können. So zeigt sich der Bau an seiner Nordseite zur A44 hin eher geschlossen, mit horizontalen Fensterbändern. Die Ostseite des Gebäudes wird durch eine vertikal gegliederte Fassade, die aus einer Stützenkonstruktion mit durchlaufenden Fensterbändern besteht, geprägt. Diese Fassadenbereiche sind mit hellen Kalksteinquadern verblendet. Auf der Südseite, auf der sich die Höfe des kammartig gegliederten Gebäudes zu einer verkehrsberuhigten Strasse hin öffnen, ist die Fassade als leichte Konstruktion aus Aluminium und Glas gestaltet. |
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| #12 | Adenauergarten » Website |
| Kategorie: | Privatgärten |
| Standort: | Bad Honnef |
| Baujahr: | 1937 / 1958 |
| Kurzbeschreibung: | Farbenprächtiger, mediterraner Terrassengarten mit phantastischem Blick über das Rheintal |
| Langbeschreibung: | Mit malerischem Blick über das Rheintal, inmitten eines farbenprächtigen Gartens, liegt in Rhöndorf das 1936/1937 erbaute Wohnhaus Konrad Adenauers (1876-1967), des langjährigen Bürgermeisters der Stadt Köln und des ersten Bundeskanzlers der Bundesrepublik Deutschland. Ein steiler Weg führt über mehrere Terrassen und Treppen durch den am Hang gelegenen farbenprächtigen Garten. Mit seiner südländisch anmutenden Vielfalt von Pflanzen, Bäumen, Skulpturen, Brunnen und Mauern erinnert er an das nördliche Italien, eine Landschaft, die Adenauer sehr liebte. Unterschiedlich hohe Steinmauern gliedern und terrassieren den Garten. An der Hausterrasse wächst ein großer Feigenbaum und im Sommer nehmen prächtige Kübelpflanzen den Blick gefangen. Neben Obstbäumen, Oleander, Kamelien und Rhododendren gedeihen und blühen besonders auch viele Rosen in diesem mediterranen Terrassengarten. Duftende Rosen waren die Lieblingsblumen von Konrad Adenauer. Ein kleines Seerosenbecken, flankiert von den überlebensgroßen Figuren de Gaulles und Adenauers, spendet an heißen Sommertagen erfrischende Kühle. An exponierter Stelle ließ sich Adenauer von seinem Schwiegersohn, dem Architekten Multhaupt, einen runden Gartenpavillon bauen. Hier arbeitete er oft an seinen "Erinnerungen". Der Terrassengarten bietet von fast jedem Standort phantastische Blicke über das Rheintal, auf den Rolandsbogen, die Insel Nonnenwerth und den Drachenfels. 1958 ließ Adenauer in seinem Garten eine Bocciabahn anlegen. Das Bocciaspielen wurde seit seinem ersten Urlaub am Comer See zu seiner Lieblingssportart und ein Ausgleich zu seiner politischen Arbeit. Mehr auf Europäisches Gartennetzwerk (eghn.eu) |
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| #13 | Adenauerhaus |
| Kategorie: | Ein-/Zweifamilienhäuser |
| Standort: | Bad Honnef |
| Baujahr: | 1937 |
| Kurzbeschreibung: | Als Gedenkstätte umgenutztes Wohnhaus von Konrad Adenauer |
| Langbeschreibung: | Das Wohnhaus von Konrad Adenauer in Röhndorf im Siebengebirge wurde 1937 als zweigeschossiges, an einem Weinberg liegendes Gebäude für eine Großfamilie erbaut. Aus dem im Erdgeschoss liegenden Wohnzimmer hat man einen weiten Blick in das westlich gelegene Rheintal. Hier schließen sich an der Südseite des Hauses das Esszimmer und eine überdachte, in das Haus integrierte Plattform an. Nach seinem Rücktritt als Bundeskanzler 1963 plante Adenauer eine Erweiterung des Wohnhauses um einen Pavillon im Garten, die 1964 durch den Architekten Heribert Multhaupt verwirklicht wurde. Die Einrichtung der Räume stammt überwiegend aus der Zeit als Kölner Oberbürgermeister und ist seit Adenauers Tod unverändert. Nach Adenauers Tod wurde das Gebäude zu einer Gedenkstätte umgenutzt und im Jahre 1970 konnten die ersten Besucher in kleinen Gruppen durch Adenauers Rosengarten und in einige Räume des Hauses geführt werden. Bald danach kam am Fuße des Grundstücks ein Neubau hinzu, in dem 1975 die Ausstellung „Konrad Adenauer – Dokumente aus vier Epochen deutscher Geschichte“ eröffnet wurde. Seit 1997 präsentiert sich diese erfolgreiche Dauerausstellung im neuen, modernen Gewand. Vom Ausstellungsgebäude gehen regelmäßig Führungen durch den Garten hoch zum Wohnhaus. |
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| #14 | Adolf Grimme Institut |
| Kategorie: | Verwaltungsgebäude/Rathäuser |
| Standort: | Marl |
| Baujahr: | 1955/2004-2005 |
| Kurzbeschreibung: | Sanierung eines 50er Jahre Gebäudes |
| Langbeschreibung: | Bei dem Projekt Adolf-Grimme-Institut handelt es sich um den Umbau und die Instandsetzung eines denkmalgeschützten Gebäudes. Das 1955 fertig gestellte Gebäude ist ein Beispiel für die Nachkriegsmoderne der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts und gleichzeitig das erste Bauwerk für Erwachsenenbildung in Deutschland. Das Gebäude war im Laufe der Zeit seiner ursprünglichen architektonischen Qualitäten zunehmend beraubt worden. Die Blickbeziehung vom Tagesraum in den angrenzenden Park und seine Offenheit waren verbaut, der große Raum der ehemaligen Bibliothek durch zahlreiche Zwischenwände in einzelne Büroeinheiten zerteilt worden. Der ehemalige Lesesaal mit der Galerie diente auf Grund seiner katastrophalen klimatischen Bedingungen nur noch als Großraumlager. Die räumlichen und architektonischen Qualitäten des Baus sollten bei der Sanierung wieder stärker erlebbar gemacht werden. Das Ergebnis ist ein Haus, das sich wieder wesentlich durch seine Transparenz auszeichnet. Der Lesesaal ist von außen ungehindert einsehbar, er soll in Zukunft auch für kleinere Veranstaltungen genutzt werden können. Aus dem Foyer kann man frei in den angrenzenden Park schauen, weitere Blickbeziehungen in andere Richtungen sind ebenfalls vielfältig erfahrbar. Die Büronutzung in dem großen ehemaligen Bibliotheksraum wird jetzt durch eingestellte, nach oben verglaste Bürokuben entsprechend dem Wunsch nach abgegrenzten Einheiten geboten. Der große Saal hat die Gestalt einer von innen holzverkleideten “Schatulle“ erhalten. Die energetischen Probleme des Gebäudes wurden raumweise differenziert betrachtet: die filigranen, reparierten Stahl-Glas Fassaden erhielten eine sichtbar aufgesetzte Temperierung. |
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| #15 | Akademie Mont-Cenis » Website |
| Kategorie: | Tragwerk |
| Standort: | Herne |
| Baujahr: | 1999 |
| Kurzbeschreibung: | Neubau der Fortbildungsakademie des Innenministeriums NRW mit einer 176 Meter langen Glashülle, die einzelne Gebäude und mediterrane Freibereiche umschließt |
| Langbeschreibung: | Auf dem inmitten des Herner Stadtteils Sodingen gelegenen Gelände der 1978 abgerissenen Zeche Mont Cenis entstand im Zuge der Internationalen Bauausstellung Emscherpark (IBA 1989-1999) ein außergewöhnlicher Gebäudekomplex, der die Fortbildungsakademie des Innenministeriums Nordrhein-Westfalen sowie verschiedene städtische Einrichtungen beherbergt. Eine 176 Meter lange, 72 Meter breite und 15 Meter hohe riesige Glashülle wird von einem Holzfachwerk getragen und umschließt die innenliegenden einzelnen Baukörper mit ihren unterschiedlichen Funktionen. Neben den Räumlichkeiten der Akademie sind auch eine Bibliothek, das Stadtteilrathaus und ein Bürgersaal in den Gebäuden untergebracht. Der wettergeschützte bepflanzte Innenraum der Hülle mit seinem mediterranen Mikroklima ist in den öffentlichen Bereichen mit seinen Wasserflächen und Palmen wie in einem Tropenhaus als Außenraum erlebbar. Um Überhitzungen zu vermeiden, können die einzelnen Dach- und Fassadenelemente der Glashülle variabel geöffnet werden. Das Gebäudedach dient mit seinen großflächigen Fotovoltaikelementen neben dem Sonnenschutz als Solarkraftwerk und erzeugt mit bis zu 750 000 Kilowattstunden im Jahr mehr als das Doppelte des eigenen Strombedarfs. |
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| #16 | Alexander-von-Humboldt-Gymnasium Bornheim |
| Kategorie: | Schulen/Kindergärten/Altenwohnanlagen |
| Standort: | Bornheim |
| Baujahr: | 2002 |
| Kurzbeschreibung: | Neubau eines vierzügigen Gymnasiums mit Passage, die als zentraler Erschließungsbereich dient |
| Langbeschreibung: | Zwischen Rathaus und Seniorenwohnstift ist in Bornheim ein Neubau für ein vierzügiges Gymnasium mit Sporthalle entstanden. Die Form des Baukörpers ermöglicht eine klare Orientierung: Fach- und Klassenraumtrakt bilden eine Passage, die als zentraler Erschließungsbereich fungiert und zugleich ein Kommunikationsraum für Schüler und Lehrer ist. Dieses kommunikative Zentrum in Amphitheaterform kann auch für außerschulische Veranstaltungen genutzt werden. Im Außenbereich gibt der gebogene Baukörper eine geschützte Fläche in teils naturbelassener Landschaft frei. Hier sind auch Schulstunden im Freien möglich. |
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| #17 | Alfred-Fischer-Halle, Hamm-Heessen » Website |
| Kategorie: | Energiewirtschaft |
| Standort: | Hamm |
| Baujahr: | 1912-1914/1922-1925 |
| Kurzbeschreibung: | Ehemalige Maschinenhalle der Zeche Sachsen in Hamm-Heessen, "schönste Industriehalle Deutschlands" |
| Langbeschreibung: | Die Alfred-Fischer-Halle in Hamm wird gerne als schönste Industriehalle Deutschlands, als Kathedrale der Industriekultur bezeichnet. Das kommt nicht von ungefähr: Die ehemalige Maschinenhalle der Zeche Sachsen im Stadtteil Hamm-Heessen ist mit einer Fläche von rund 3000 m² der größte Veranstaltungssaal im Hammer Stadtgebiet. Die Alfred-Fischer-Halle ist ein imposanter Backsteinbau, und besticht durch ihre moderne sachliche Architektur. Erbaut wurde die Halle von 1912-1914 und 1922-1925 durch weitere Bauten ergänzt. Seit ihrer technischen Modernisierung in den Jahren 2002 und 2003, in deren Rahmen mit 2,5 Millionen Euro aus Mitteln des Landes NRW unter anderem die Beheizung und Lüftung sowie die Akustik und Veranstaltungstechnik aufgewertet wurden, wird die Alfred-Fischer-Halle auch und besonders für überregionale Events ausgewählt. |
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| #18 | Alt Siedlung Friedrich-Heinrich » Website |
| Kategorie: | Mehrfamilienhäuser/Wohnsiedlungen |
| Standort: | Kamp-Lintfort |
| Baujahr: | 1909 |
| Kurzbeschreibung: | Wohnsiedlung zur ehemaligen Zeche Friedrich-Heinrich |
| Langbeschreibung: | Am Rande des Ruhrgebiets entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine der größten Werkssiedlungen der Region. 1906 gründete sich in Paris die Aktiengesellschaft Friedrich-Heinrich und begann auf dem heutigen Stadtgebiet von Kamp-Lintfort mit dem Bau einer Zeche. Friedrich-Heinrich wurde mitten auf dem platten Land gebaut. Die angeworbenen Arbeitskräfte mussten Wohnraum finden, sesshaft und an die Zeche gebunden werden. Die erste große Bauperiode begann 1909. Insgesamt bietet die Alt- Siedlung, die den Gestaltungsprinzipien der Gartenstadt folgt, ein abwechslungsreiches Bild. Die ältesten Häuser stehen in aufgelockerter Bebauung zwischen der Ring-, Albert- und Ebertstraße auf vergleichsweise großen Grundstücken. Anderthalb- oder zweigeschossige Häuser sind zu Doppel- oder Vierfamilienhäusern zusammengestellt, alle ausgestattet mit Vorgärten, Gärten und Ställen Mit ca. 76 ha ist die Alt-Siedlung Friedrich Heinrich die größte Werkssiedlung des rheinisch-westfälischen Industriegebietes. Knapp dem Abriss entronnen, ist sie heute saniert, restauriert und in ihrer Wohnqualität (wieder) geschätzt. |
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| #19 | Alte Klus |
| Kategorie: | Sakralbauten |
| Standort: | Espelkamp |
| Baujahr: | 1818 |
| Kurzbeschreibung: | Schlichte Fachwerkkapelle von 1818 |
| Langbeschreibung: | Da die Bewohner des Espelkamper Stadtteils Frotheim einen Raum für Gottesdienste benötigten, entschlossen sie sich 1818 zum Bau der Kapelle. Trotz großer Armut wurde die Kapelle mit erheblichen Eigenmitteln der Gemeindemitglieder erbaut. Die Kapelle wurde als schlichter Fachwerkbau errichtet. -Klus- ist eine plattdeutsche Form von „Klause“ und bezeichnet solche, meist kleine, Fachwerkkirchen. Der Chor wurde dreiseitig ausgeführt, ein Dachreiter über der Fassade trägt die Kirchenglocke. Im Innern befindet sich ein schlichter Saal mit flachem Holzdach, dessen Boden mit Ziegelsteinen ausgelegt ist. Das Eichengestühl von 1818 findet sich immer noch in der Kapelle. Nach der Errichtung der neuen Friedhofskapelle wurde die alte Klus vernachlässigt und drohte zu zerfallen. Ende der 1960er Jahre gab es schon Abrisspläne für die Kapelle, die durch den Landeskonservator verhindert wurden. 1975 wurde das Dach erneuert und zerstörte Fensterscheiben ersetzt. Seit 1986 steht die Kapelle unter Denkmalschutz, im Jahr 1987 wurde der Westgiebel der alten Klus instandgesetzt. |
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| #20 | Alte Post Krefeld |
| Kategorie: | Mehrfamilienhäuser/Wohnsiedlungen |
| Standort: | Krefeld |
| Baujahr: | 1904 |
| Kurzbeschreibung: | Markantes Mehrfamilienhaus des Krefelder Reformarchitekten |
| Langbeschreibung: | Das dreigeschossige Mietswohnhaus befindet sich an einer platzartigen Aufweitung, an der drei Straßen zusammen treffen. Aufgrund dieser Lage weist es drei Fassaden mit separaten Eingängen zur Stein- und Dreikönigenstraße auf, stilistisch stellen sich die beiden Gebäude jedoch als Einheit dar. Das Sockelgeschoß, in dem sich ursprünglich eine Postfiliale befand, ist mit grünem Anröchter Dolomit ausgeführt. Die Fassaden der beiden Obergeschosse und der Giebel sind mit Tuffstein verkleidet. Das markante Gebäude besitzt ein mit Schiefer bedecktes Satteldach mit einer ringförmigen Bekrönung. Das ausgebaute Dachgeschoß ist mit einem durchgehenden Fensterband zur Steinstraße versehen. Die Eckerker verlaufen turmartig, wobei die Fenster vertikal über Stockwerksgrenzen hinweg zusammengefasst sind. |
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| #21 | Alte Schule |
| Kategorie: | Mehrfamilienhäuser/Wohnsiedlungen |
| Standort: | Hamm |
| Baujahr: | 1910 (ca.) / 2005 |
| Kurzbeschreibung: | Umnutzung eines gründerzeitlichen Schulbaus zu neuzeitlichem altersgerechten Wohnraum |
| Langbeschreibung: | Schulen waren und sind zentrale Bausteine von Siedlungen und Nachbarschaften. Ihre Nachnutzung unter Berücksichtigung aktueller demografischer Entwicklungen – weniger Kinder, mehr ältere Menschen im Quartier – ist zentrales Thema auch in Hamm-Werries. Wo bis 2003 noch Kinder die Schulbank drückten, sind heute Senioren zu Hause. Das frühere Schulgebäude beherbergt zwölf seniorengerechte, ca. 60 m² große Wohnungen. Auch ohne Denkmalschutzstatus des Gebäudes war es Ziel des Umbaus, alle architektonischen Details der historischen Fassade zu erhalten. Neu geschaffene Balkone steigern die Wohnqualität. Ein neuer Aufzug sorgt dafür, dass keine Treppen überwunden werden müssen. Der Umbau wurde unterstützt durch Mittel der Wohnungsbauförderung des Landes Nordrhein-Westfalen. Heute wird die Gemeinschaft zwischen den Bewohnern groß geschrieben. Es gibt einen Gemeinschaftsraum mit Teeküche als Treffpunktmöglichkeit. Im Rahmen der Beratung und Betreuung finden wöchentliche Treffen mit den Bewohnern statt. Ergänzt wurde die alte Schule um zwei neue Gebäude, in denen sich weitere 38 barrierefreie Wohnungen befinden. Das Wohnviertel wird abgerundet durch 14 neu entstandene Einfamilienhäuser deren Architektur sich ebenfalls an der alten Schule orientiert. Durch die Nähe der Wohnanlage zu Parkanlagen und Landschaftsräumen sowie zum Einkaufszentrum Werries gibt es zahlreiche Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung und Selbstversorgung, die zu Fuß erreicht werden können. |
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| #22 | Alte Synagoge Essen » Website |
| Kategorie: | Sakralbauten |
| Standort: | Essen |
| Baujahr: | 1913 / 1987 / 2008 |
| Kurzbeschreibung: | Größte freistehende noch erhaltene Synagoge nördlich der Alpen |
| Langbeschreibung: | Die 1913 erbaute 70 Meter lange Synagoge der jüdischen Vorkriegsgemeinde liegt im Zentrum der Stadt Essen und ist die noch größte erhaltene freistehende Synagoge nörd-lich der Alpen und somit eines der bedeutendsten Zeugnisse jüdischer Kultur in Deutsch-land. Durch die imposante, selbstbewusste Form des Gebäudes sollte der Wunsch auf Integration und Anerkennung der Juden im Deutschen Kaiserreich zum Ausdruck gebracht werden. Die Gestaltungsform der Baustile reicht von einer reichen Ornamentik aus jüdischen Traditionen bis zu Orientierungen an christlicher Kirchenarchitektur. Beson-ders hervorzuheben ist die 37 Meter hohe Kuppel. Die Synagoge der ca. 4.500 Mietgliedern war bis 1933 kulturelles Zentrum der jüdischen Gemeinde. In der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 fiel die Synagoge der Brandschatzung zum Opfer. Aufgrund der Stahlbetonbauweise wurde größtenteils nur der Innenraum, vor allem ein 1.500 Personen fassender Hauptraum mit Frauenempore, Orgel und großem Bima-Bereich erheblich beschädigt. 1959 erwarb die Stadt Essen das Gebäude und richtete in ihm eine Industrieausstellung ein. Beim Umbau gingen sämtlich verbliebene synagogale Ausstattungen des Innenraums verloren. Erst 1980 gründete die Stadt Essen im Haus die ALTE SYNAGOGE als Gedenkstätte und historisch-politisches Dokumentationsforum. 1986 erfolgte eine Rekonstruktion-im-Ansatz des früheren Synagogeninnenraums. Seither wird die ehemals jüdische Bedeutung des Ortes zunehmend wiederentdeckt. 2008 beschloss der Rat der Stadt Essen eine Neukonzeption und die Weiterentwicklung der ALTEN SYNAGOGE zum „Haus jüdischer Kultur“. Dabei werden weitere Flächen der Öf-fentlichkeit zugänglich gemacht, und es entstehen fünf neue Ausstellungsbereiche rund um die vielfältigen Aspekte jüdischer Kultur. Gleichzeitig erhält der Bau einen offenen, einladenden Zugang. Der einst städtebaulich beabsichtigte Ensemble-Charakter von AL-TER SYNAGOGE, 1902 errichtetem Jahrhundertbrunnen und 1917 fertiggestellter Altkatholi-scher Friedenskirche wird durch die Schaffung des Edmund-Körner-Platzes im Außenbe-reich wieder betont. |
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| #23 | Altenberger Dom |
| Kategorie: | Sakralbauten |
| Standort: | Odenthal |
| Baujahr: | 1259-1379 |
| Kurzbeschreibung: | Ehemalige Klosterkirche der Zisterzienser |
| Langbeschreibung: | 1259 legte Graf Adolf IV. von Berg den Grundstein für die Klosterkirche der Zisterzienser. Die Bezeichnung Altenberger Dom war von jeher die Bezeichnung für diese Kirche, die in diesem Fall aber nicht auf ein Bistum hinweist. Die Kirche ist aus Drachenfelser Trachyt erbaut. Da nach den Regeln der Zisterzienser auch in der Architektur das Ideal der Armut beachtet werden sollte, hat die Kirche nur einen Dachreiter und keine Türme. In den Anfangsjahren der Kirche fehlten zudem figürliche Darstellungen und farbige Verglasungen. Auch das Kirchenportal ist klein und unauffällig. Im Laufe der Jahrhunderte reduzierte sich der Einfluss des Zisterzienser-Ordens, was an den Fenstern der Kirche abzulesen ist. Während die ältesten, im Bereich des Chorumgangs gelegenen Fenster noch schlicht und nur dezent gefärbt sind, werden sie in Richtung des Westfensters immer kräftiger in der Farbgestaltung und reicher an Ornamenten. Das zu Beginn des 15. Jahrhunderts fertig gestellte Westfenster zeigt schließlich in konkreter Darstellung und kräftigen Farben das Himmlische Jerusalem. Das Westfenster gilt als das größte gotische Kirchenfenster nördlich der Alpen. Bei einem Brand 1815 wurden die Klostergebäude der Kirche vernichtet, und das gesamte Bauwerk verfiel ab da an immer mehr, 1830 stürzten große Teile des Altenberger Doms ein. 1856 wurde die Restaurierung der Kirche durch den Preußischen Staat finanziert, unter der Auflage, dass diese zukünftig als Simultankirche von Katholiken und Protestanten genutzt werde. 1994 wurden umfangreiche Sanierungsarbeiten an der Kirche begonnen, die erst 2006 beendet werden konnten. |
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| #24 | Altes Hafenamt Dortmund » Website |
| Kategorie: | Verwaltungs-/Bürogebäude |
| Standort: | Dortmund |
| Baujahr: | 1898 |
| Kurzbeschreibung: | Herausragendes Gebäude im Dortmunder Kanalhafen, heute beherbergt es die Ausstellung der Dortmunder Hafen AG zur Hafengeschichte |
| Langbeschreibung: | Das im wahrsten Sinne des Wortes herausragende Gebäude im Dortmunder Kanalhafen ist das Alte Hafenamt, der frühere Sitz der Hafenverwaltung. Dem Willen seines Erbauers zufolge, des für Dortmund bedeutenden Stadtbauinspektors Friedrich Kullrich, diente es "dem einfahrenden Schiffer schon von weither als Merkmal des Dortmunder Hafens". Nicht nur der leicht erhöhte Bauplatz auf der nördlichen Rampe der Stadthafenbrücke, auch die Ausgestaltung des Baus und sein Interieur unterstreichen die Bedeutung, die dem neuen Dortmunder Hafen und seinem Anschluss ans Meer gegeben wurde. Heute beherbergt das denkmalgeschützte Gebäude von 1898, das nur knapp vor dem Abriss bewahrt werden konnte, die Ausstellung der Dortmunder Hafen AG zur Hafengeschichte. Die Ausstellung beherbergt das in der ursprünglichen Ausstattung erhaltene "Kaiserzimmer", das Kaiser Wilhelm II. bei seinem Eröffnungsbesuch 1899 jedoch nicht betreten hat. Außerdem sind das Büro der Wasserschutzpolizei und ein Treffpunkt der Marinekameradschaft im Alten Hafenamt untergebracht. |
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| #25 | Altes Pfandhaus » Website |
| Kategorie: | Kulturbauten (Kino, Theater, Museen) |
| Standort: | Köln |
| Baujahr: | 1820 |
| Kurzbeschreibung: | Ehemalige Pfandkreditanstalt, in Kulturzentrum umgenutzt |
| Langbeschreibung: | Die ehemalige Pfandkreditanstalt befindet sich in der Kölner Südstadt. Sie wurde 1820 als Leihhaus und Sparkasse der Stadt Köln gegründet. Obwohl sie in der Zeit des Klassizismus entstanden ist, sind kaum noch entsprechende Elemente in der Fassade sichtbar. Von Außen lässt das Gebäude nicht erahnen, was sich im Inneren heutzutage verbirgt. 1999 wurde die Pfandkreditanstalt wegen Unwirtschaftlichkeit geschlossen und in privater Initiative zu einem Kulturzentrum umgebaut und zeichnet sich seitdem vor allem durch seinen innenarchitektonischen Charakter aus. Das Alte Pfandhaus beinhaltet einen Konzert- und Veranstaltungssaal, einen Ausstellungsraum und einen Loungebereich. Der Konzertsaal (ehemaliger Auktionssaal der Pfandkreditanstalt) bietet durch seine Größe, Akustik und Ausstattung einen adäquaten und intimen Rahmen für kleinere Konzerte insbesondere aus den Bereichen Jazz, Kammermusik oder Klassik. Ingesamt verfügt der Saal über 250 Sitzplätze, die um die Bühne in drei aufsteigenden Reihen angeordnet sind. Die Ausstellungshalle bietet Raum für Ausstellungen und Veranstaltungen aller Art. |
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| #26 | Altes Rathaus Dorsten |
| Kategorie: | Verwaltungsgebäude/Rathäuser |
| Standort: | Dorsten |
| Baujahr: | 1567 / 1797 |
| Kurzbeschreibung: | Weitgehend originaler Rathausbau des Klassizismus |
| Langbeschreibung: | Das verputzte, zweigeschossige Traufenhaus unter Walmdach wurde im Jahre 1567 erstmals als Stadtwaage erbaut. Sein heutiges Aussehen erhielt das Bauwerk im Jahr 1797. Die streng klassizistische Gestaltung ist geprägt von großer Klarheit, Symmetrie und ornamentaler Zurückhaltung. Das bestehende Gebäude wurde damals zum Rathaus umgebaut und zum Marktplatz hin durch einen Arkadengang erweitert. Von 1902 bis 1925 wurde das alte Gebäude als städtische Kämmereikasse und ab dem Jahr 1935 als Heimatmuseum genutzt. Als eines der ganz wenigen Gebäude der Innenstadt blieb das ehemalige Rathaus von den Zerstörungen des 2. Weltkrieges teilweise verschont. Das Gebäude kann daher als ein von der Substanz her weitgehend originales Zeugnis der Architektur des Klassizismus gelten. Im Jahr 1962 erhielt das Gebäude allerdings eine neue Farbgebung in blauer Kautschuklatexfarbe, welche zwar nicht den Vorstellungen der Denkmalpflege entsprach, aber dennoch über viele Jahre erhalten blieb. Am 18.10.1986 wurde das Alte Rathaus unter Denkmalschutz gestellt. Dies entsprach der baugeschichtlich und stadthistorisch bedeutenden Funktion des Gebäudes. Zur Wiederherstellung des historischen Charakters des Alten Rathauses wurde das Gebäude 1997 dann komplett saniert und kunsthistorisch teilweise restauriert. Im Juli 2004 wurde das Gebäude Sitz des Trägervereines „Altes Rathaus Dorsten“ und wurde im Folgenden umfassender für kulturelle Veranstaltungen genutzt. Dies machte die Einrichtung eines rückseitigen Rettungsweges erforderlich. In den Jahren 2005/2006 erfolgte demnach der Anbau einer zeitgemäßen Beton-Fluchttreppe und eine erneute Überarbeitung der Gebäudefassade. |
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| #27 | Altes Rathaus Rüthen |
| Kategorie: | Verwaltungsgebäude/Rathäuser |
| Standort: | Rüthen |
| Baujahr: | 1726-1730 |
| Kurzbeschreibung: | Stattlicher Barockbau mit einer eindrucksvollen Freitreppe |
| Langbeschreibung: | Das im Barockstil errichtete Gebäude fällt zunächst durch seine zweiläufige Außentreppe aus Sandstein auf. Die Treppe führt zu einem prunkvollen Außenportal. Der Ratssaal ist wohl einzigartig in seiner Ausschmückung. Im Obergeschoss und im Sprenggiebel spiegelt sich die jahrhundertealte Verfassungsgeschichte der Stadt wider. |
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| #28 | Altes Stadthaus |
| Kategorie: | Verwaltungsgebäude/Rathäuser |
| Standort: | Dortmund |
| Baujahr: | 1899 |
| Kurzbeschreibung: | Bau der Neorenaissance mit detailreicher Fassade als Sitz der Stadtverwaltung |
| Langbeschreibung: | Das Alte Stadthaus der Stadt Dortmund am Friedensplatz gegenüber des neuen Rathauses wurde 1899 im Stil der Neorenaissance nach einem Entwurf von Stadtbaurat Friedrich Kullrich erbaut. Die Gestaltung des Alten Stadthauses richtet sich nach der Formensprache des historischen Rathauses, welches sich am Alten Markt befindet. Das viergeschossige Stadthaus weist eine klare Hierarchie der einzelnen Gestaltungsebenen der Fassade auf. So befinden sich im Erdgeschoss große dreiteilige Rundbogenfenster, wobei die Gestaltungsvielfalt nach oben hin abnimmt. Die einzelnen Geschosse werden durch Zierbänder von einander getrennt. Besonders detailreich ist die Frontfassade mit Ziergiebel und dem Adler, dem Dortmunder Stadtwappen, ausgearbeitet. Ein weiteres gestalterisches Element ist die Verwendung von rotem Sandstein in Verbindung mit weiß verputzten Flächen. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde das Stadthaus restauriert und wiederaufgebaut. Zwischen zwei Fenstern der Westseite befindet sich der westfälische Spruch „So fast as düörpm“, („So fest wie Dortmund“). Als Verbindung zwischen Altem und Neuem Stadthaus dient die 2002 errichtete Berswordt-Halle. |
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| #29 | Altes Äbtissinnenhaus |
| Kategorie: | Ein-/Zweifamilienhäuser |
| Standort: | Gevelsberg |
| Baujahr: | 1545-1685 |
| Kurzbeschreibung: | Fachwerkgebäude mit zwei überkragenden Geschossen auf einem Massivsockel |
| Langbeschreibung: | Das 1230-1236 errichtete Zisterzienserinnen-Kloster wurde 1573/1574 in ein Damenstift umgewandelt. Es bestand aus mehreren Einzelgebäuden, von denen heute nur noch das alte Äbtissinnenhaus und das Stiftsdamenhaus erhalten sind. Das Äbtissinnenhaus wurde in mehreren Bauabschnitten von 1545 bis 1685 erbaut und 1995-1998 als Wohnhaus mit acht Wohneinheiten umgenutzt. Der Fachwerkbau auf hohem Massivsockel mit zwei überkragenden Geschossen diente als Erholungsheim der Bodelschwingschen Anstalt Bethel. |
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| #30 | Altstadtpark "Garten der Erinnerung" |
| Kategorie: | Parks |
| Standort: | Duisburg |
| Baujahr: | 1998 |
| Kurzbeschreibung: | Im Zuge der Umgestaltung des Duisburger Innenhafens entstandener Park auf ehemaligem Industriegelände |
| Langbeschreibung: | Im Garten der Erinnerung wird der Besucher auf die ehemaligen Nutzungen dieses Teils des Innenhafens hingewiesen. Bauliche Überreste der Nachkriegsarchitektur werden als Aussichtstürme oder Bühne für Veranstaltungen genutzt. Die Wandlung der Gebäudereste zu Bestandteilen eines Parks wird besonders durch die Pflanzung von Bergkiefern auf den Türmen und der Gleditschien innerhalb des Hallenbodens zwischen dem Konstruktionsraster des Ludwigforums symbolisiert. Weiße Betonmauern zeichnen die alten Grundrißlinien der Gebäude und Hallen nach und bilden einen Rahmen um die unterschiedlichen Bereiche. Die Nutzung der Flächen von damals wird durch verschiedene Vegetationsbilder nachvollziehbar gemacht. Die Hafenfunktion Getreideumschlag - „Brotkorb des Ruhrgebiets“ - wird vor dem Ludwigforum durch eine mit Getreidesaaten und Sonnenblumen bewirtschaftete Dreifelderwirtschaft symbolisiert. Weiße Betonwellen fassen die Rasenwellen vor dem Hafenbecken und laden zum Skaten, BMX-Fahren und Tollen ein. Eine vom Land-Art-Künstler Dani Karavan beabsichtigte Nutzung. Das vom israelischen Architekten Zvi Hecker geplante jüdische Gemeindezentrum in Form eines gefächerten Bauwerks öffnet sich zum Park. Die aus den Wandscheiben resultierenden Linien werden in der Außenfläche aufgenommen und mit einer Wasserrinne bis zum Hafenbecken weiterentwickelt. Die Hauptachse des Parks besteht aus einem Patchwork der verschiedenen Pflaster- und Baumaterialien der Gebäude, die hier ehemals standen. Erinnerungen aus der Zeit der Hafennutzung werden konserviert. Die für einen Park in der Anzahl sehr zurückhaltend gewählten Baumstandorte sind skulpturenartig als Einzelbäume oder als geschlossene Gruppe auf den jeweiligen Ort bezogen. Form, Größe und Laubfarbe der Bäume wurden aus dem räumlichen und funktionalen Kontext skulptural entwickelt. Der Hügel der „Abbruchskulptur“ aus den verschiedenen Materialien des Gebäudeabbruchs wurde vor dem Seniorenwohnheim als skulpturale Sonderfläche aufgeschichtet. Eine Mischung aus Gräsern und Kräutern wurde hier eingesät, die der natürlich einsetzenden Begrünung durch Spontanvegetation vorgegriffen hat. Mit einsetzender Dunkelheit wird die „Gartenskulptur“ von den Lichtplanern Belzner und Hofmann zu einer gelungenen Lichtarchitektur. Die wesentlichen architektonischen Elemente des Parks werden in Szene gesetzt und machen den Park zu einem unverwechselbaren Ort. Mehr auf Europäisches Gartennetzwerk (eghn.eu) |
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| #31 | Anbau an das Krameramtshaus |
| Kategorie: | Kulturbauten (Kino, Theater, Museen) |
| Standort: | Münster |
| Baujahr: | 1951 |
| Kurzbeschreibung: | Neubauerweiterung des Krameramtshauses aus den 1950er Jahren mit vereinfachtem Staffelgiebel |
| Langbeschreibung: | Das von Kriegszerstörung weitgehend verschont gebliebene Krameramtshaus wurde zur ehemaligen Stadtbibliothek umgebaut und durch einen Neubau erweitert. Dieser Neubau ersetzt einen kriegszerstörten Vorgängerbau, der im 16. Jahrhundert mit Staffelgiebel errichtet wurde. Der Städtische Baurat E. Scharf wählte für diese städtebaulich reizvolle und schwierige Aufgabe eine Lösung, die den Staffelgiebel als vereinfachte und gedämpfte Begleitung des reichen und stark profilierten Hauptgiebels des Krameramtshauses wiederholt. Aufgrund seiner Lage im Chorbereich der Lambertikirche und in unmittelbarer Nachbarschaft des Krameramtshauses sowie des Sichtbezuges zum Lambertikirchplatz und zur Salzstraße erlangt das Gebäude eine besondere städtebauliche Bedeutung. Die im vorderen Teil unterkellerte, dreigeschossige Bücherei ist mit gemauerten Wänden und Stahlbetondecken sowie -Treppen 1951 als Giebelhaus mit Satteldach errichtet worden. In der Gestaltung der Giebel und Fenster und in der Verwendung von großformatigen Ziegelsteinen als auch von Sandstein orientiert sich der Bau am Krameramtshaus. Gerade in der Reduktion dieser Einzelformen kommen typische Gestaltungselemente der traditionellen Richtung der Architektur der 50er Jahre zum Ausdruck. Von daher erlangt das Gebäude sowohl als Solitärbau als auch im Zusammenhang mit dem historischen Nachbarbau des Krameramtshauses eine besondere architekturgeschichtliche Bedeutung. Da dieses Büchereigebäude in der Anfangsphase des Wiederaufbaus der Stadt Münster - hier mit einer kommunalen Nutzung - errichtet wurde, kommt ihm Vorbildcharakter für die Bauten am Prinzipalmarkt und in der Stadt zu. Ein von Löwen flankiertes Stadtwappen befindet sich im Giebelfeld. Mehr zum Krameramtshaus |
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| #32 | Apartment Building Dortmund |
| Kategorie: | Mehrfamilienhäuser/Wohnsiedlungen |
| Standort: | Dortmund |
| Baujahr: | 2004 |
| Kurzbeschreibung: | Appartmenthaus mit traditioneller Dachform und einfacher kubischen Gestalt |
| Langbeschreibung: | An einer Straße, die die für die Dortmunder Vorstadt typische Blockrandbebauung aufweist, wurde ein zweigeschossiges Mehrfamilienhaus saniert und um ein Geschoss erweitert. Die beiden bestehenden Etagen waren heutigem Wohnkomfort anzupassen und behielten ihre Grundrissdispositionen weitestgehend bei. Die darüber liegende neue Etage erhielt einen leicht variierenden Grundrisszuschnitt mit einem offenen Wohnbereich. Der an der Giebelwand liegende Erschließungskern mit seiner alten Holztreppe und Toilettenanlagen wurde gänzlich entfernt und durch eine Stahlbetontreppe mit Lichtschacht ersetzt. Während der Lichtschacht zur Belichtung dient, wird er sogleich durch die Belegung mit Bildern zu einem Kunstschacht. Das Bauwerk hat horizontale große Fensteröffnungen und bietet gerahmte Blicke auf die umliegenden Gebäude. Mit seiner traditionellen Dachform und der einfachen kubischen Gestalt reiht sich das neue Haus scheinbar nahtlos in die Typologie des Quartiers ein. Gleichzeitig wird dieses bestehende Bild in Frage gestellt: Die neue Gebäudehülle wirkt wie ein farbiger Klotz, dessen Oberfläche aus lebhaftem Glattputz sich im Licht verändert, als wäre sie bald das Erscheinungsbild eines riesigen Steinblocks. Im Zusammenspiel aus Tradition und Reduktion überlagern sich die verschiedenen Bilder vom Haus und lösen das Erscheinungsbild vergangener Tage gegenüber der Nachbarbebauung auf. Der Umstand, dass das Gebäude neben einer Einfahrt mit Anlieferungshof steht, lässt es mit Front- und Giebelansicht städtebaulich wirken. |
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| #33 | Apollo Theater, Siegen » Website |
| Kategorie: | Kulturbauten (Kino, Theater, Museen) |
| Standort: | Siegen |
| Baujahr: | 2007 |
| Kurzbeschreibung: | Umnutzung eines Programmkinos in ein Theater |
| Langbeschreibung: | Lange Zeit war das Apollo-Kino aus den 1930er Jahren in der Siegener Innenstadt ungenutzt. Mit dem Umbau des Kinos zu einem Theater wird ein neuer kultureller Baustein im Zentrum der Stadt geschaf-fen. Die markante Ostfassade des historischen Portalbaus ist mit ihrer fünf Bögen Schauseite und zugleich Hauptzugang mit Foyer. An den Altbau schließt ein moderner, schlichter Neubau an, in dem sich sämtliche Theaternutzungen befinden. Bestandsbau und Erweiterung werden durch eine gläserne Fuge getrennt, um diese Nahtstelle zwischen Alt und Neu ablesbar zu machen. Ein ausgefallenes Lichtkonzept betont den Altbau und macht schon von weitem auf das Theater aufmerksam. Das Gebäude wurde 2007 mit dem Siegener Architekturpreis ausgezeichnet. |
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| #34 | Aquarius Wassermuseum » Website |
| Kategorie: | Kulturbauten (Kino, Theater, Museen) |
| Standort: | Mülheim an der Ruhr |
| Baujahr: | 1892/1992 |
| Kurzbeschreibung: | Preisgekröntes Museumskonzept im denkmalgeschützten Wasserturm |
| Langbeschreibung: | Der Styrumer Wasserturm wurde 1892/93 von August Thyssen gebaut, um das nahegelegene Bandeisenwerk mit Wasser zu versorgen. 1982 wurde er stillgelegt. Die RWW richtete in dem mittlerweile denkmalgeschützten Gebäude das Aquarius Wassermuseum ein. Es entstand ein mehrfach preisgekröntes, multimediales Museum mit 30 Stationen auf 14 Ebenen. 1871 nimmt die Kommanditgesellschaft "Thyssen und Compagnie, Styrum" die Produktion in einem Walzwerk auf. Bald jedoch zeigte sich, dass das Wasserwerk der Stadt Mülheim den Bedarf des Thyssen´schen Walzwerkes nicht mehr decken konnte. Im Jahre 1893 errichtete August Thyssen an der Ruhr zwei Kesselbrunnen zur Wasserförderung mit Dampfkessel und Kolbenpumpe. Kurz darauf erbaute er den heutigen Wasserturm, der wenig später neben den Werksanlagen auch die Gemeinde Styrum versorgte. 1912 verkaufte Thyssen das Styrumer Wasserwerk. Die neue Eigentümerin, die Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft, übernahm das Versorgungsgebiet und wartet die Becken, die Pumpen und den Turm. Nachdem der alte Styrumer Wasserturm 1982 stillgelegt worden war, stand die RWW vor der Frage, was sie mit dem mittlerweile denkmalgeschützten Zeugen der Industriegeschichte anfangen sollte. Das 1992 eröffnete Aquarius Wassermuseum ist das beeindruckende Ergebnis des Engagements dieses Wasserversorgungsunternehmens. Die RWW möchte das Bewußtsein für den Umwelt- und Gewässerschutz fördern und schuf deshalb in einem stillgelegten Reservoir für Wasser ein Reservoir für das Wissen über Wasser. Der Aquarius ist ein multimediales, mehrfach preisgekröntes Museum, in dem 30 Stationen auf 14 Ebenen auf den wissensdurstigen Besucher warten. Den spannenden Einstieg in die Welt des Wassers eröffnet eine Magnetkarte. Sie ist der Schlüssel zu zahlreichen Computersimulationen, Filmen und Spielen rund um das nasse Element. |
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| #35 | ARAG-Tower |
| Kategorie: | Verwaltungs-/Bürogebäude |
| Standort: | Düsseldorf |
| Baujahr: | 2001 |
| Kurzbeschreibung: | Höchstes Hochhaus der Landeshauptstadt auf elipsoidem Grundriss |
| Langbeschreibung: | Der ARAG-Tower wurde als Neubau der Europazentrale der ARAG-Versicherung errichtet. Das Verwaltungsgebäude auf elipsoidem Grundriss ist mit 32 Etagen und einer Gesamthöhe von 124,88 Metern das höchste Hochhaus der Stadt. Vier Gartengeschosse in Form von großzügig angelegten, bepflanzten Lichthöfen, unterbrechen die Bürogeschosse alle sieben Etagen. Während die schmalen Seiten des Bauwerks lediglich eine Breite von 14 Metern aufweisen, sind die im konvexen Bogen gehaltenen Breitseiten über 60 Meter lang, was dem Bau eine spannungsvolle Gestaltung verleiht. Auf einer Bruttogeschossfläche von 33.000 Quadratmetern bietet das Haus Platz für rund 950 Arbeitsplätze. Sechs der insgesamt acht Aufzüge, die für die Erschließung des Gebäudes sorgen, verfügen über verglaste Rückwände und sind direkt an der Außenfassade des Gebäudes angebracht, so dass die Fahrgäste den Ausblick auf die Umgebung genießen können. Beim ARAG-Tower wurden die rund 20.000 Quadratmeter der Glasfassade als sogenannte Schacht-Kasten-Fassade ausgeführt, die durch ihr Konstruktionsprinzip einen effizienteren Schutz vor Außenlärm bietet als eine normale Glas-Doppelfassade. Dies war durch die Lage des Bauwerks am als Mörsenbroicher Ei bekannten Verkehrsknotenpunkt notwendig. |
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| #36 | Archäologischer Park Xanten (APX) » Website |
| Kategorie: | Kulturbauten (Kino, Theater, Museen) |
| Standort: | Xanten |
| Baujahr: | 1. Jhd. n. Chr./ 1977 |
| Kurzbeschreibung: | Freilichtmuseum auf dem Gelände einer römischen Kolonie |
| Langbeschreibung: | Der Archäologische Park Xanten (APX) ist auf den Überresten einer Siedlung errichtet, die im Jahr 98 oder 99 nach Christus die Rechte einer Colonia unter dem Namen Colonia Ulpia Traiana erhielt. Die römische Kolonie lag unweit des Legionslagers Castra Vetera und wurde in ihrer Blütezeit von etwa 10.000 – 15.000 romanisierten Germanen und Galliern sowie ehemaligen Legionären und deren Angehörigen bevölkert. Die Stadt war der zweitwichtigste Handelsposten der Provinz Germania Inferior nach der Stadt Claudia Ara Agrippinensum (dem heutigen Köln) und verfügte auf einer Fläche von etwa 900 x 900 Metern über ein rechtwinklig angelegtes Straßensystem und Kanalisation. Die Colonia Ulpia Traiana wurde um 275 n Chr. von den Franken nahezu vollständig zerstört. Auf dem Gelände des APX finden sich neben rekonstruierten Bauten und lebensgroßen Modellen auch originale Reste römischer Bauten. Bemerkenswert sind der Hafentempel (die Stadt lag in antiker Zeit an einem Rheinarm) und die Arena, die in heutiger Zeit für Konzerte und andere Veranstaltungen genutzt wird. Zum Archäologischen Park gehören auch die großen Thermen, die mit einer Schutzhülle überdacht sind, sowie das Regionalmuseum, das vor kurzem auf den Fundamenten der antiken Thermenvorhalle entstanden ist und den Thermenschutzbau zu einem Bauwerk ergänzt, das die Dimensionen der antiken Bauwerke spürbar macht. |
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| #37 | Arena auf Schalke |
| Kategorie: | Sportbauten |
| Standort: | Gelsenkirchen |
| Baujahr: | 2001 |
| Kurzbeschreibung: | Neubau des Fußballstadions Arena auf Schalke als Heimspielstätte des FC Schalke 04 |
| Langbeschreibung: | Nach der Glückaufkampfbahn aus den 20er Jahren und dem Parkstadion aus den 70er Jahren ist die im August 2001 eröffnete neue Arena auf Schalke das dritte Stadion von Schalke 04. In direkter Nähe zum weiterhin zu Trainingszwecken genutzten Parkstadion gelegen wurde das Stadion auf insgesamt 616 Pfählen 17 Meter tief gegründet, um Schäden durch die Bewegung der alten Stollen zu vermeiden. Besondere Merkmale des neuen Stadions sind die aufschiebbare Überdachung und das verschiebbare Spielfeld. Durch das komplette Herausfahren des gesamten Spielfelds kann sich zum einen der Rasen in natürlicher Umgebung erholen, zum anderen kann so der verbleibende Stahlbetonboden im Innern des Stadions problemlos für Konzerte und andere Großveranstaltungen genutzt werden. Steil aufragende Zuschauerränge sind nur durch einen Graben vom Spielfeld getrennt und Garant für gute Sicht und schnell aufkommende Stimmung. Die Dachkonstruktion besteht aus einem Raumfachwerk, dessen tageslichtdurchlässige bewegliche Dachhaut bei Bedarf zur Seite gefahren werden kann und so das Stadion in eine Freiluftarena verwandelt. Die Außenhaut der Arena besteht aus einer fast vollständig verglasten Stahl-Aluminium-Vorhangfassade. Als weitere Besonderheit befindet sich in der Arena außerdem die deutschlandweit einzige Kapelle innerhalb eines Stadions. |
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| #38 | Atelier Kronenburg, Dahlem |
| Kategorie: | Ein-/Zweifamilienhäuser |
| Standort: | Dahlem |
| Baujahr: | 2004 |
| Kurzbeschreibung: | Restaurierung und Umbau eines denkmalgeschützten Bauernhauses in Dahlem |
| Langbeschreibung: | Dieses Projekt zeigt beispielhaft die Verknüpfung moderner Gestaltung mit historischer Bausubstanz. Dabei wurde das alte Bauernhaus unter Einbeziehung der Denkmalpflege restauriert und mit Umbauten modernisiert. Mit einem gläsernen Anbau wurde die Lücke zum benachbarten Gebäude geschlossen und zusätzlicher Ausstellungsraum geschaffen. Das eingefügte Lichtband im Dach versorgt das Atelier mit der notwendigen Helligkeit und akzentuiert die Dachlandschaft ohne die Grundform des Daches anzugreifen und das historische Stadtbild zu beeinträchtigen. Im Innern wird im Zusammenspiel von alter Substanz und der Verwendung neuzeitlicher Materialien ein modernes Wohnambiente geschaffen, das das denkmalgeschützte Bauernhaus in der Gegenwart ankommen lässt. |
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| #39 | Audimax der TU Dortmund |
| Kategorie: | Hochschulen/Universitäten |
| Standort: | Dortmund |
| Baujahr: | 1994 |
| Kurzbeschreibung: | Großer Hörsaal der Universität Dortmund als kreisrunder Solitär mit Hutkrempe |
| Langbeschreibung: | Der große Hörsaal der Universität besteht aus einem kreisrunden Solitär, der sich nach Südosten aus dem zweigeschossigen Flachbau entwickelt. Die Organisation des Gebäudes erfolgt über zwei Ebenen: Anlieferung, Bühne und Nebenräume befinden sich auf dem unterem Niveau, Hauptfoyer mit Eingang in den Hörsaal auf der oberen Ebene. Die Außenfassade ist durch die Verwendung von Glas und Betonsteinen gekennzeichnet, während eine Hutkrempe aus Lochblech über den Fassaden und den Oberlichtern den oberen Abschluss bildet. Durch das ringsum laufende Oberlichtband und die seitlichen Verglasungen der Fassade erhält das Audimax eine Beleuchtung mit Tageslicht. Auch im Inneren dominieren die Elemente Betonstein und Metall. Über dem Hörsaalgestühl schweben gewölbte und gekrümmte Deckensegel aus Gipskarton. Die kreisrunden Betonsteinwände werden durch senkrechte, wellenförmige Aluminiumbleche ergänzt, vereinzelt geben Lochbleche die Akzente. |
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| #40 | Auferstehungskirche Essen |
| Kategorie: | Sakralbauten |
| Standort: | Essen |
| Baujahr: | 1930 |
| Kurzbeschreibung: | Die Auferstehungskirche gilt als ein Leitbau des modernen Kirchenbaus in Europa |
| Langbeschreibung: | Die Auferstehungskirche Essen ist ein evangelisches Kirchengebäude aus dem Jahre 1929. Sie gilt als ein Leitbau des modernen Kirchenbaus in Europa. Der Bau wurde nach Plänen von Otto Bartning 1929/30 mitten in der Weltwirtschaftskrise ausgeführt. Der günstigste Anbieter für die Bauausführung, eine Dortmunder Firma, durfte erst dann beginnen, als sie eine Essener Niederlassung, und damit Arbeitsbeschaffung für Essener Bürger nachweisen konnte. Otto Bartning setzte hier seine Vision der expressionistischen Sternkirche um, die 1922 Furore gemacht hatte. Es handelt sich um einen schlichten Zentralbau auf kreisförmigem Grundriss, in Skelettbauweise aus Kruppstahl, mit einem Durchmesser und einer Höhe von gut 30 Metern, der aus Korrosionsschutzgründen betonummantelt wurde. Die freien Flächen zwischen den Pfeilern wurden außen mit Ziegelwerk ausgefacht. Mit den Werkstoffen Stahl, Beton und Klinker bekannte sich Bartning sowohl zur Moderne als auch zur Region, in der die Kirche steht. Der Bau fasst etwa 700 Personen. Im Innern dominiert dunkelgrauer Putz, von dem sich die Säulen und Emporenbrüstungen sowie der Bereich um Kanzel und Altar in hellgrau-beige absetzen. Die farbigen Fensterbänder sind Teil der Wand, die für diese einen ruhigen Rahmen darstellt. Der Architekt wollte Pseudostimmung vermeiden, die er durch den Rückgriff auf überkommene, aber eben nicht mehr zeitgemäße Bauformen und Baustoffe gegeben sah. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Bau schwer beschädigt und teilzerstört. Ein Wiederaufbau in vereinfachter Form erfolgte 1948. Ihr Modell ist als herausragender protestantischer Kirchbau im Deutschen Historischen Museum in Berlin ausgestellt. Die Gemeinde hat zu dem Bauwerk ein zwiespältiges Verhältnis gehabt. Wurde sie dank ihrer außergewöhnlichen Form ursprünglich ironisch Zirkus getauft, so gaben ihr Kinder später den liebevollen Namen „Tortenkirche“ (wegen der Ähnlichkeit zu einer Hochzeitstorte) |
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| #41 | Aussichtsturm Lörmecke Turm |
| Kategorie: | Tragwerk |
| Standort: | Warstein |
| Baujahr: | 2008 |
| Kurzbeschreibung: | Aussichtsturm in Stahl-Holz-Konstruktion im Arnsberger Wald |
| Langbeschreibung: | Im Naturpark Arnsberger Wald im Nordsauerländer Oberland befindet sich auf demn Stadtgebiet Warsteins im Kreis Soest der 35 Meter hohe Aussichtsturm „Lörmecke-Turm“. Das Bauwerk befindet sich auf einer Höhe von 581,5 m ü. NN umringt von einem dicht bewachsenen Nadelwald. Es ist Bestandteil der Wanderroute von Iserlohn nach Marsberg und gilt als Wahrzeichen dieses Weges. Der Aussichtsturm, dessen Konstruktionselemente aus gekreuzten 12 Meter hohen Douglasierundhölzern bestehen, wurde zur Gewährleistung der Standsicherheit mit innen und außen liegenden Stahlringen verbunden. Im Inneren der Konstruktion befindet sich eine Stahl-Wendeltreppe, die zur Aussichtsplattform führt und der Konstruktion die nötige Aussteifung verleiht. |
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| #42 | Ausstellungsgebäude Euskirchen GmbH |
| Kategorie: | Verwaltungs-/Bürogebäude |
| Standort: | Bielefeld |
| Baujahr: | 2006 |
| Kurzbeschreibung: | Ausstellungs- und Bürogebäude in zurückhaltend transparenter Hülle |
| Langbeschreibung: | Das aus den 1970er Jahren stammende Ausstellungsgebäude sollte auf Grund einer erforderlichen Erweiterung der Ausstellungsfläche aufgestockt werden. Brandschutztechnische Forderungen sowie zahlreiche bautechnische Mängel ließen Bauherrn und Planer zu der Entscheidung kommen, dass Gebäude abzureißen und an gleicher Stelle neu zu bauen. Das Gebäude dient als Ausstellungs- und Bürogebäude für die Firma Euskirchen, die hochwertige Büro- und Wohnmöbel vertreibt. Für diese Zwecke wurde eine zurückhaltende und transparente Hülle zur Präsentation der Möbel geschaffen. Der Eingang wird zur Jöllenbecker Str. durch eine Sichtbetonscheibe, die bis in den Innenraum fortgesetzt wird, markiert. Im Inneren des Gebäudes durchzieht eine mit Naturstein belegte „Straße“ das Gebäude. Im weiteren Verlauf verbindet der großzügige Luftraum mit der 1 ½-geschossigen Sichtbetonwand die beiden Geschosse zu gleichwertigen Ausstellungsflächen. Im Obergeschoss sind an den Außenwänden die Büros der Mitarbeiter angelegt, die gleichzeitig Ausstellungszwecken dienen. Die großzügigen Verglasungen geben von jeder Stelle den Blick in die Außenbereiche frei. Als Konstruktion wurde eine Stahl-/Stahlbetonbauweise überwiegend aus Fertigteilen gewählt, um die kurze Bauzeit von fünf Monaten zu gewährleisten. Die Glasfassaden sind Pfosten-Riegel-Konstruktionen. Die geschlossenen Fassadenbereiche wurden aus Alucobond-Tafeln hergestellt. |
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| #43 | Autohaus Meyer |
| Kategorie: | Handel |
| Standort: | Bad Oeynhausen |
| Baujahr: | 1999 |
| Kurzbeschreibung: | Erweiterungsbau mit Ellipsenförmigen Grundriss |
| Langbeschreibung: | Das Autohaus Ford Meyer in Bad Oeynhausen besteht aus einem Agglomerat verschiedener Bauten. Der Erweiterungsbau, ein Ausstellungsraum für Neuwagen mit Cafeteria und eingestellten Büroboxen, setzt an der autobahnähnlichen vierspurigen Bundesstraße einen neuen Akzent sowie einen Schlusspunkt nach Westen. Er dreht sich in der Grundrissform einer Ellipse in den Straßenraum und vermittelt zwischen dem höher liegenden Ausstellungsbereich und dem um vier Meter tiefer angeordneten Werkstatthof. Die Kellerräume der vorher an dieser Stelle gelegenen, größtenteils abgerissenen Tankstelle, werden im Untergeschoss des Neubaus als Nebenräume genutzt. Der rundum verglaste Ausstellungsraum ist mit einem flach geneigten Dach versehen. Die Themen "Mobilität, Schnelligkeit und Technik" der PKW-Branche fließen in die Formfindung und Fassadengestaltung als Metapher ein. Waagerechte Sonnenschutzlamellen aus Aluminium und die großflächige Umfahrbarkeit unterstützen die Dynamik des Gebäudes. Aus dem Autohaus hat man einen Rundumblick auf die Außenanlage mit den ausgestellten Gebrauchtwagen. Aufgrund des Geländeverlaufs ergeben sich im Innenraum unterschiedliche Raumvolumen. Über Galerien, Treppen und Rampen erfolgt durch den Ausstellungsraum ein Rundgang mit vielfältigen Blicksituationen. |
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| #44 | AWO-Seniorenzentrum |
| Kategorie: | Schulen/Kindergärten/Altenwohnanlagen |
| Standort: | Duisburg |
| Baujahr: | 1998 |
| Kurzbeschreibung: | Zentrales Seniorenwohnen am Duisburger Innehafen |
| Langbeschreibung: | Ganz bewusst wurde im neuen Wohnquartier am Duisburger Innenhafen attraktiver Wohnraum für ältere Menschen geschaffen. So konnte nicht nur von Anfang an eine Durchmischung der Bewohnerstruktur erreicht, sondern besonders den hochbetagten Bewohnern die Möglichkeit gegeben werden, mitten im Leben und trotzdem abseits aller Hektik zu wohnen. Das 1998 entstandene Seniorenzentrum bietet 82 Einzimmerappartements und zwölf Tagespflegeplätze. Beim Bau wurde besonders darauf geachtet, dass sich das Gebäude an die Architektur der neuen Wohnhäuser am Innenhafen anpasst und nicht dem typischen Charakter eines Altenpflegeheims hat. Die Wahl der Baumaterialien spiegelt die Merkmale der historischen Umgebung wider. Die beispielhafte Einrichtung für hochbetagte Menschen ist behindertengerecht und ganz auf die Wohn- und Lebensansprüchen älterer Menschen ausgerichtet. Sie ist nach den Prinzipien nachbarschaftlicher Wohngruppen konzipiert und bietet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten des täglichen Lebens. So kann zwischen der Vollverpflegung im hauseigenen Restaurant, im Wohnbereich oder dem eigenen Appartement gewählt werden. Die Menschen können die Grachtenlandschaft erkunden, sich am Leben im Altstadtpark beteiligen oder in wenigen Minuten mit dem Bus in die Innenstadt fahren. Seit 2003 befindet sich in direkter Nachbarschaft ein Komplex mit weiteren seniorengerechten Wohnungen. Deren Mieter können ebenfalls viele Angebote des Seniorenzentrums nutzen. |
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| #45 | Bahnbrücke Meinerzhagen/Scherl |
| Kategorie: | Verkehrsbauten |
| Standort: | Meinerzhagen |
| Baujahr: | 1912-1914 |
| Kurzbeschreibung: | Fischbauchträgerbrücke mit anschließenden Massivbögen |
| Langbeschreibung: | Die Bahnbrücke liegt östlich von Meinerzhagen im Verlauf der eingleisigen DB-Nebenbahnstrecke Meinerzhagen-Krummenerl. Sie wurde in den Jahren 1912 - 1914 erbaut. Das charakteristische Merkmal der Brücke ist das Stahlfachwerk, das auf zwei Teilstrecken aus gradlinigen Überbauten und dazwischen angeordnet aus einem nach unten gerichteten Fischbauchträger besteht. Ergänzt wird das Stahlfachwerk durch eine nach Westen anschließende Massivbogenbrücke, bestehend aus 2 Brückenbögen mit Betonkern und Bruchsteinverkleidung. Brücken mit solchen Tragwerken sind in der Bundesrepublik Deutschland nur in geringer Zahl vorhanden. Die Brücke ist als technisches Baudenkmal geschützt. |
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| #46 | Bahnhof Bad Driburg |
| Kategorie: | Verkehrsbauten (Bahnhöfe, Flughäfen) |
| Standort: | Bad Driburg |
| Baujahr: | 1864 |
| Kurzbeschreibung: | Bahnhof mit Gebäuden des Spätklassizismus |
| Langbeschreibung: | Der Bahnhof der Stadt Bad Driburg stellt ein komplexes Bauwerk in der Stadtstruktur dar. Er besteht aus dem Bahnhofsgebäude, der nachträglich angebauten Bahnsteigsüberdachung und einem Güterschuppen. Sowohl das Empfangsgebäude, als auch der Güterschuppen wurden 1864 im klassizistischen Stil erbaut. Beide vorgründerzeitliche Bauwerke sind aufgrund intensiver Sanierungsarbeiten in den Jahren 2006 und 2007 bestens erhalten. Die Erhaltung der bestehenden Elemente lag hierbei im Fordergrund, so dass nur Türen und Fenster erneuert werden mussten. Gebaut wurde die auf Symmetrie angelegte Rundbogenarchitektur aus einem Sandsteinquadermauerwerk, überdacht mit Satteldächern. Dem zweigeschossigen Bauwerk wurde bei seiner Errichtung viele epochenspezifische Details hinzugefügt. Zum Beispiel wird das Gebäude in der Waagerechten durch ein umlaufendes Gurtgesims, sowie durch schwächer abgebildete Sohlbankgesimse im Erd- und Obergeschoss gegliedert. Die Senkrechte hingegen wird im Obergeschoss durch Lisenen betont. Flankiert wird das denkmalgeschützte Gebäude von einem eingeschossigen, mehreckigen, pavillonartigen Anbau. Dieser Anbau integriert sich stufenlos in die bestehende klassizistische Architektur der Empfangshalle. An Selbiger befindet sich rückwärtig, auf ganzer Länge, eine Bahnsteigsüberdachung. Die schlichten runden Stützen enden in mit floralen Ornamenten dekorierten Kapitellen. Insgesamt bietet sich dem Betrachter der Anblick eines architektonisch einheitlichen und nahezu vollständig erhaltenen Bahnhofs. |
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| #47 | Bahnhof Hamm » Website |
| Kategorie: | Verkehrsbauten (Bahnhöfe, Flughäfen) |
| Standort: | Hamm |
| Baujahr: | 1916-1919 |
| Kurzbeschreibung: | Neobarockes Bahnhofsgebäude aus den 1920er Jahren |
| Langbeschreibung: | Das Hauptgebäude des heutigen Bahnhofs wurde 1920 in neobarocken Formen erbaut und steht seit 2001 unter Denkmalschutz. Die originalgetreue Restaurierung erfolgte Mitte der 1990er Jahre. Bereits 1847 wurde der erste Hammer Bahnhof eröffnet, anschließend erfolgte ein zügiger Ausbau des Schienenverkehrs. Durch wachsende Industrialisierung und zunehmenden Güter- und Personenverkehr wurde Hamm zu einem zentralen Eisenbahnknotenpunkt und der Bahnhof in den Jahren 1860/1861 zu einem zentralen Stationsgebäude als Inselbahnhof zwischen den Gleisen. Ab 1912 erfolgte die völlige Neugestaltung von Gleiskörper, Verschiebe- und Personenbahnhof. Die weithin sichtbare Bahnhofsuhr wird von zwei Skulpturen, einem Drahtzieher und einem Bergmann eingerahmt. Diese beiden Symbole standen für die Produktivkraft der heimischen Metallindustrie und für die damaligen Zechenansiedlungen vor den alten Stadtgrenzen. Das im neobarocken Stil erbaute Bahnhofsgebäude, dessen denkmalgerechte Modernisierung abgeschlossen ist, zählt zu den schönsten des Landes. Zum ersten Mal erhielt ein Bahnhof in Deutschland das Europa-Nostra-Diplom für eine beispielhafte Restaurierung. Europa-Nostra ist ein Zusammenschluss von Denkmal-Organisationen aus 35 Ländern Europas, der seit 24 Jahren besonders gut sanierte Bauwerke auszeichnet. Auf dem Luftbild ist der in 2001 neu gestaltete Willy-Brandt-Platz (Bahnhofsvorplatz) zu sehen, der schon im ersten Jahr nach der Umgestaltung zur "Visitenkarte" des Bahnhofsquartiers und der Innenstadt geworden ist. |
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| #48 | Bahnhof Minden |
| Kategorie: | Verkehrsbauten (Bahnhöfe, Flughäfen) |
| Standort: | Minden |
| Baujahr: | 1848 |
| Kurzbeschreibung: | Inselbahnhof an den Hauptstrecken Ruhrgebiet–Hannover mit vorgelagerten Fortbauten |
| Langbeschreibung: | Der Bahnhof wurde 1848 als Endbahnhof für die Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft errichtet. Zunächst war der Mindener Bahnhof noch ein Grenzbahnhof. Diese Funktion endete 1866 mit der Annexion des Königreichs Hannover durch Preußen, und der Eisenbahnverkehr konnte durchgängig von Berlin bis Köln ohne Grenzübertritt rollen. Die enge Bebauung und die schwierigen Geländeverhältnisse südlich der Stadt Minden zwangen die Erbauer des Bahnhofs, diesen außerhalb des eigentlichen Stadtkerns am rechten Weserufer zu planen. Das Bahnhofsgebäude wurde 1847 nach den Plänen des in Minden lebenden königlichen Bauinspektors Schelle errichtet und 1848 fertig gestellt. Damit befand es sich zur Aufnahme des Bahnverkehrs 1847 noch im Rohbau. Der Bahnhof wurde im romantischen Stil errichtet und trägt nach mittelalterlichem Vorbild zahlreiche Türmchen und Zinnen. Dieser Baustil war zur damaligen Zeit typisch für die Bahnhöfe Westfalens. Jedoch ist der Bahnhof in Minden einer der wenigen noch erhaltenen in diesem Baustil. Die Fassade des Gebäudes hat eine dreifache Gliederung. Das Hauptgebäude ist in zwei identisch wirkende Kopfbauten aufgeteilt, welche durch einen eingeschossigen Mitteltrakt miteinander verbunden sind. Hier ist die Fahrkarten- und Gepäckabfertigung beherbergt. Der Bahnhofsvorplatz war zu dieser Zeit noch ebenerdig. Da er zwischen den Gleisen lag, konnte er nur über beschrankte Bahnübergänge erreicht werden. Im Zuge des Ausbaus des Straßenverkehrs wurden die Eisenbahnstrecken untertunnelt, der Bahnhofvorplatz abgesenkt, und das Gebäude wurde durch eine Treppe erreichbar. Der Südeingang wurde mit einem Vorbau ergänzt. Erst durch die erneute Anschüttung und Bildung einer Rampe ist dieser ebenerdige Zugang wieder möglich, der Vorbau wurde beseitigt und die alte freie Sicht auf die Südfassade wiederhergestellt. Nach einem Brand werden Teile des Gebäudes heute nicht mehr genutzt. Zur Verteidigung und Sicherung des außerhalb liegenden Bahnhofs wurden in unmittelbarer Nähe Mitte des 19. Jahrhunderts verschiedene Forts angelegt. Diese verloren jedoch mit Aufhebung der Festung im Jahr 1873 ihre Bedeutung. |
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| #49 | Bahnhof Solingen Mitte |
| Kategorie: | Verkehrsbauten (Bahnhöfe, Flughäfen) |
| Standort: | Solingen |
| Baujahr: | 2007 |
| Kurzbeschreibung: | Neubau eines kombinierten Bahn- und Busbahnhofs in markanter Gestaltung |
| Langbeschreibung: | Bei der Regionale 2006 war die Weiterentwicklung der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur ein wichtiges Thema. Im Zuge dieses zweijährlich ausgeführten Strukturprogrammes, das 2006 in den Kommunen des Bergischen Landes durchgeführt wurde, wurden in Solingen zwei neue Haltestellen für den regionalen Schienenverkehr errichtet. Die Bahntrasse des „Müngstener“ – der Regionalbahn von Wuppertal nach Solingen - verläuft innerhalb Solingens in einem Trog. So wurde der Bahnhof Solingen Mitte, sowie auch den neu angelegten Haltepunkt Grünewald auf Straßenbrücken über den Gleisen errichtet. Auf diese Weise war es möglich die Verkehrswege zu optimieren. Der Busbahnhof liegt direkt über dem Bahnsteig, Treppen und Aufzüge sorgen für kurze, behindertengerechte Verbindungen. Der als dreieckige Haltestelleninsel angelegte Bahnhof Solingen Mitte ermöglicht ein gefahrloses und bequemes Umsteigen in jede Fahrtrichtung. Das markante Dach des Bahnhofes ist eine Stahlträgerkonstruktion auf schlanken Stahlstützen und besteht aus mehreren Schichten. Eine transparente Deckung aus Polycarbonat-Doppelstegplatten bildet die oberste Schicht, darunter liegen die Haupt- und Nebenträger, eine Technik-Ebene mit den elektrischen Installationen und schließlich die Unterdecke. Das gesamte Dach ist von unten und an den Flanken mit Streckmetall verkleidet. Dieses Material sorgt durch seine, je nach Einfallswinkel unterschiedliche Lichtdurchlässigkeit und durch die Reflexionen auf der Aluminiumoberfläche für eine variable Licht- und Schattenwirkung. |
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| #50 | Bahnhofsempfangsgebäude Warburg |
| Kategorie: | Verkehrsbauten (Bahnhöfe, Flughäfen) |
| Standort: | Warburg |
| Baujahr: | 1852-1853 |
| Kurzbeschreibung: | Einer der frühen Inselbahnhöfe Nordrhein-Westfalens im neogotischen Stil |
| Langbeschreibung: | 1852/53 errichtet gehört der Warburger Bahnhof zu den frühen Inselbahnhöfen der nordrhein-westfälischen Eisenbahngeschichte. Diese wurden überwiegend dort angelegt, wo sich zwei Gesellschaften mit ihren Strecken begegneten (in Warburg die Strecke der Westfälischen Eisenbahn und die der Bergisch-Märkischen). In der Regel waren die Inselbahnhöfe weitaus größer und aufwendiger konzipiert als normale Durchgangsbahnhöfe, da sie ein größeres Verkehrsaufkommen zu bewältigen hatten. Die frühen Bahnhöfe dieses Typs lassen sich stilistisch in zwei Gruppen teilen. Zu den klassizistischen Bahnhofsbauten gehören die in Düren, Mönchengladbach und Krefeld, zu den neoromanischen bzw. neogotischen Bauten die in Minden, Dortmund, Aachen-Templerbend (abgebrochen) und Warburg. Das Warburger Empfangsgebäude wurde in rotem Backstein errichtet, einzelne Architekturdetails wie Gesimse, teilweise Fensterleibungen und Säulenkapitelle bestehen aus Sandstein. Der rechteckige Baukörper wird an den Schmalseiten durch einfache Staffelgiebel, die sich an den Längsseiten als Mittelrisalite wiederholen, gegliedert. Der mittlere Teil der Dreistaffelgiebel ist besonders sorgfältig gestaltet. Gekuppelte Fenster, die durch eine Säule aus Backstein geteilt sind und auf deren Sandsteinkapitell ursprünglich ein Adler saß, reichen über zwei Geschosse und sind bekrönt durch ein Rundfenster. Sie nehmen ihrerseits wiederum das gleiche Motiv, Zwillingsfenster mit darüberliegendem Rundfenster, auf. Den Abschluss der Staffelgiebel bilden kräftige Backsteingesimse und darüber ein Band aus Vierpassfenstern. Jeweils auf den Schmalseiten befinden sich im Obergeschoss runde Medaillons mit den Initialen WE, Westfälische Eisenbahn. Durch jüngere Anbauten wurde das gut proportionierte Empfangsgebäude leider verändert. Durch Verlegung des Zugverkehres auf die Nordseite des Gebäudes und die Erweiterung des Bahnhhof hat es zudem seine Insellage eingebüßt. Der Bahnhof Warburg gehört neben dem Bahnhof Minden zu den letzten erhaltenen (ursprünglich) Inselbahnhöfen der frühen Eisenbahngeschichte in Westfalen und dokumentiert damit die Lösung einer besonderen Bauaufgabe in der Bahnhofsarchitektur jener Zeit. |
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| #51 | Bartholomäuskapelle |
| Kategorie: | Sakralbauten |
| Standort: | Paderborn |
| Baujahr: | 1017 ca. |
| Kurzbeschreibung: | Kapelle im byzantinischen Stil, älteste bekannte Hallenkirche nördlich der Alpen |
| Langbeschreibung: | Die an der Nordseite des Paderborner Domes gelegene Bartholomäuskapelle wurde um 1017 wahrscheinlich als Kapelle der alten ottonischen Königspfalz erbaut. Die Kapelle wurde im Auftrag des Paderborner Bischofs Meinwerk durch byzantinische Arbeiter errichtet und gilt als älteste Hallenkirche nördlich der Alpen. Die Vorhalle wurde zu unbestimmter Zeit errichtet, die Fassade im Jahr 1907. Auffallend schlanke Säulen tragen das Gewölbe mit seinen Hängekuppeln. Die Kapelle ist rechteckig angelegt, mit einer Länge von etwas über 13 Metern und einer Breite von etwa 10 Metern. Nach Osten hin schließt den Bau eine halbrunde Apsis ab. Die Beleuchtung des Innenraums erfolgt über einen Kranz aus kleinen Rundbogenfenstern, die hoch in den Wänden angebracht sind Die Kapelle ist in ihrer byzantinischen Bauform ein im Norden Europas einzigartiges Bauwerk ohne Nachfolgebauten und hat die Jahrhunderte nahezu unbeschadet überstanden. Ihr ursprünglicher Zustand wurde in den Jahren 1955-1957 wiederhergestellt, 1978 wurde für die Kapelle eine kunstvoll verzierte Bronzetüre geschaffen. |
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| #52 | Bartholomäuskirche |
| Kategorie: | Sakralbauten |
| Standort: | Rödinghausen |
| Baujahr: | 12. Jhd. /16. Jhd. / 1894 |
| Kurzbeschreibung: | Ursprünglich romanische Steinkirche mit Gotisierung im 16. Jhd. und Umbauten im 19. Jhd. |
| Langbeschreibung: | Die Bartholomäuskirche ist das größte Kirchengebäude der Gemeinde Rödinghausen. Die heute evangelisch-lutherische Kirche wurde erstmals 1233 erwähnt. Ihr heutiges Gesicht erhielt die Kirche bei dem letzten großen Umbau 1893. Erste Spuren eines Kirchengebäudes aus dem 9./10. Jahrhundert wurden bei den unterschiedlichsten Renovierungs- und Umbaumaßnahmen über viele Jahre hinweg gefunden. Die Ausgrabungen haben Zeugnisse hervorgebracht, dass an dieser Stelle zunächst eine Holzkirche stand, bevor das Gebäude aus Steinen neu errichtet wurde. Dieser erste steinerne Bau wurde später erneuert und nach einem schweren Brand grundlegend umgebaut. Etwa Mitte des 12. Jahrhunderts erhielt die Kirche ein romanisches Gewölbe, von dem noch heute zwei Wandvorlagen und ein Jochbogen im inneren der Kirche erhalten geblieben sind. Zu einem unbekannten Zeitpunkt erhielt sie einen südlichen Anbau. Im 16. Jahrhundert wurde der Eingang verlegt, der Turm erhöht und die Kirche insgesamt vergrößert. Während dieser Umbaumaßnahmen wurde aus der bis dahin romanischen Kirche das Tonnengewölbe entfernt und ein gotisches Kreuzrippengewölbe eingezogen. Nach der Gotisierung der Kirche im 16. Jahrhundert sollten etwa 350 Jahre bis zum nächsten großen Bauvorhaben vergehen. Zu einem völligen Stillstand kam die Bautätigkeit jedoch nicht. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Kirche in Mitleidenschaft gezogen und anschließend repariert. Im 19. Jahrhunderts wurde die Bartholomäuskirche zweimal durch Brände beschädigt. In den Jahren 1893/94 kam es zum letzten großen Umbau. Die Kirche erhielt die Querhausarme und damit die Gestalt, in der sie sich heute präsentiert. Eine große grundlegende Renovierung der Bartholomäuskirche fand in den Jahren 1962/63 statt. Dabei kam es zu einem grundlegenden Perspektivwechsel. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte man die Kirche nach dem Stil und dem Geschmack der jeweiligen Zeit umgebaut. Bei der Renovierung 1962/62 versuchte man, der Kirche ihre ursprüngliche Form und Wirkung wieder zu geben. Aus dem Wunsch, alte Bauelemente wieder sichtbar zu machen, legte man den romanischen Rundbogen mit Blick vom ersten Stock des Turmes in die Kirche wieder frei. Die beiden romanischen Rundbogenfenster in der Turmempore öffnete man und schloss die neogotischen Fenster. |
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| #53 | BauhausKarree » Website |
| Kategorie: | Platz und Quartiersplanung |
| Standort: | Duisburg |
| Baujahr: | 1929/30 / 2003–2006 |
| Kurzbeschreibung: | Sanierung der denkmalgeschützten Wohnsiedlung aus den 1930er Jahren im Duisburger Norden |
| Langbeschreibung: | Im nördlichen Duisburger Stadtteil Hamborn liegt das BauhausKarree, ein 30 Gebäude umfassender, in sich geschlossener und homogener Wohnkomplex des Kölner Architekten Emil Rudolf Mewes aus den Jahren 1929/30. Das auf Initiative der THS denkmalgeschützte Gebäudeensemble verbindet die Wohnarchitektur der 1920er Jahre mit modernem und gehobenem Ausstattungskomfort. Von 2003 bis 2006 führte die THS aufwändige Modernisierungs- sowie Um- und Ausbauarbeiten durch, um dem in die Jahre gekommenen architektonischen Schmuckstück neuen Glanz zu verleihen und gleichzeitig die Wohnqualität zu heben. Die gestalterischen Lösungen entsprechen sowohl den Ansprüchen des Denkmalschutzes als auch den Bedürfnissen der Mieter. Heute bieten 127 zeitgemäß geschnittene Wohnungen zwischen 65 und 160 m² insbesondere für designorientierte Familien, Singles und Paare attraktiven Wohnraum. Bodentiefe Fenster und rückwärtig angesetzte Balkone auf der Gartenseite gewähren Licht und zusätzlichen Freiraum. Die zum öffentlichen Raum gewandten Fassaden wurden als die prägenden Platzwände im ursprünglichen Stil wiederhergestellt, ebenso die vier vorgelagerten Platzteile im Kreuzungsbereich der Straßen. Damit wurde für die Bewohner ein zusätzlicher Ort der Begegnung geschaffen bzw. diese Nutzung revitalisiert. Die Sanierung des Gesamtensembles gilt inzwischen als wichtiger Baustein und Beitrag für eine sozial stabilisierende Stadtteilentwicklung im vom Strukturwandel stark gekennzeichneten Duisburger Norden. |
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| #54 | Beeckerwerther Brücke |
| Kategorie: | Verkehrsbauten |
| Standort: | Duisburg |
| Baujahr: | 1986-1990 |
| Kurzbeschreibung: | Zweihüftige Schrägseilbrücke über den Rhein als Teil der Autobahn A42 |
| Langbeschreibung: | Die Duisburger Rheinbrücke verbindet die beiden Stadtteile Beeckerwerth und Baerl. Sie besteht aus jeweils drei Fahrbahnen für den Autoverkehr sowie einem Rad- und einem Fußweg. Des Weiteren ist sie Teil der Autobahn A 42, dem Emscherschnellweg. So bekam sie ihren zweiten Namen als Rheinbrücke Emscherschnellweg. Die zweihüftige Schrägseilbrücke ist 1030 Meter lang und wurde in den Jahren 1985 bis 1990 errichtet. Die Baukosten beliefen sich auf 134 Millionen DM. Die 15 Felder der Brücke haben Stützweiten von sechs mal 50 Meter, ein mal 310 Meter und acht mal 52,5 Meter. Die Konstruktionshöhe von 3,77 Meter wird von einem stählernen Überbau getragen, der von drei in der Brückenmittelachse stehenden Stahlpylonen mit einer Höhe von je 66,7 Meter getragen wird. Die Nebenfelder des Bauwerks sind durch einen Spannbetonüberbau ausgeführt worden. Die Vorlandbereiche der Brücke wurden abschnittsweise mit einem verfahrbaren Lehrgerüst als 17,25 Meter breite dreizellige Spannbetonkastenquerschnitte erstellt. Die Konstruktionshöhe des Brückenüberbaues beträgt in den Vorlandbereichen 3,60 Meter, im Bereich der Stromöffnung 3,77 Meter. Die Spannbetonüberbauten der Vorlandbereiche wurden in den Pylonachsen mit dem Stahlüberbau des Stromfeldes biegesteif verbunden. In Längsrichtung bildet die Brücke somit ein Durchlaufträgersystem mit einem Festlager auf dem westlichen Strompfeiler. Die übrigen Lager in den jeweiligen Achsen sind allseits bzw. einseitig beweglich. Fahrbahnübergänge befinden sich dadurch lediglich an den beiden Widerlagern. Die Strompfeiler wurden in einer Tiefe von 3,50 Meter bzw. 6,00 Meter innerhalb einer überschnittenen Bohrpfahlwand flach auf dem tragfähigen Kiessand gegründet. Die übrigen Pfeiler in den Vorlandbereichen wurden sowohl flach als auch mittels Ortbetonrammpfählen gegründet. Auch die Widerlager wurden auf Ortbetonrammpfählen gegründet. |
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| #55 | Beethovenarchiv und Kammermusiksaal » Website |
| Kategorie: | Kulturbauten (Kino, Theater, Museen) |
| Standort: | Bonn |
| Baujahr: | 1989 |
| Kurzbeschreibung: | Neubau mit Beethovenarchiv und Kammermusiksaal neben dem Beethoven-Haus in Bonn |
| Langbeschreibung: | In direkter Nachbarschaft des Beethoven-Hauses wurde 1989 der Neubau eingeweiht, der eine Erweiterung des Archivs der Beethovensammlung sowie einen Kammermusiksaal umfasst. Das viergeschossige Vorderhaus mit Verwaltungs- und Bibliotheksräumen schloss dabei eine Baulücke in der Bonngasse. Die verputzte Lochfassade wird durch den Einsatz von Naturstein am Rand der Fensteröffnungen elegant akzentuiert und fügt sich durch die Aufnahme von Traufkante und Geschoßhöhen in Ihrer Maßstäblichkeit in die denkmalgeschützte Nachbarbebauung ein. Im hinteren Teil des Gebäudes befindet sich der Kammermusiksaal, der im Hinterhof direkt an das Geburtshaus Beethovens anschließt und mit den alten Archivgebäuden den Rahmen für den kleinen rückwärtigen Beethovengarten bildet. Die Ränge des Saals sind im klassischen Halbrund angeordnet und bieten Platz für ca. 200 Personen. Bemerkenswert ist dabei der fließende Übergang von der Eingangshalle zum Saalbereich und die Wegeführung anhand von in einem Viertelkreis angeordneter Pfeiler, die gleichzeitig Durchblicke gewähren und den Besucher zu den Plätzen geleiten. Dadurch wird der Saal nicht als abgeschlossene enge Kiste sondern als offener Raum wahrgenommen. |
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| #56 | Beginenhof Essen » Website |
| Kategorie: | Mehrfamilienhäuser/Wohnsiedlungen |
| Standort: | Essen |
| Baujahr: | 1927/28, Umbau:2007 |
| Kurzbeschreibung: | Ehemalige preußische Finanzverwaltung in barrierefreie Wohngruppen umgenutzt |
| Langbeschreibung: | Inspiriert durch die Lebensweise mittelalterlicher Beginen, mit anderen Frauen in einer Wahlverwandtschaft zu leben und zu arbeiten, wurde 1995 eine Initiative zur Gründung eines Beginenhofes ins Leben gerufen. Nach einigen Anläufen bot sich 2006 die Möglichkeit, das ehemalige Finanzamt Essen-Süd – 1927/28 von der preußischen Finanzverwaltung im Stadtteil Rüttenscheid errichtet – in einen Beginenhof umzubauen. Die Frauen beteiligten sich an der Planung und der Durchführung des Umbaus. Das viergeschossige Backsteingebäude wurde im Krieg stark zerstört und ist nur im Eckeingangsbereich mit dahinter liegendem Treppenhaus erhalten geblieben. Die beiden Seitenflügel sind Ergebnisse des Wiederaufbaus. Die umfangreichen Umbauten der letzten Jahre lassen sich insbesondere im Innern des Gebäudes ablesen. Die insgesamt 24 Mietwohnungen und zwei Wohngruppen mit 14 Appartements für betreutes Wohnen sind zum größten Teil barrierefrei eingerichtet und bieten unterschiedliche Wohnungsgrößen von 45 bis 125 m². Es gibt sowohl mit Mitteln der sozialen Wohnraumförderung umgebaute als auch frei finanzierte Wohnungen und zwölf Gewerbeeinheiten (Büros, Praxen, Atelier, Café). Ergänzt wird das gemeinschaftliche Wohnen durch Freizeit- und Nutzräume (z. B. Fitnessraum, Werkstattkeller, Waschküche), einem großen Gemeinschaftsraum sowie einem begrünten Innenhof mit Spielflächen für Kinder. |
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| #57 | Bert-Brecht Haus |
| Kategorie: | Handel |
| Standort: | Oberhausen |
| Baujahr: | 1928 |
| Kurzbeschreibung: | Ehemaliges Verlags- und Warenhaus im Stil des Backsteinexpressionismus |
| Langbeschreibung: | Das Gebäude wurde ursprünglich nach Entwürfen des Regierungsbaumeisters Otto Scheib als erstes Hochhaus der Stadt errichtet und gilt heute als prominenter Vertreter des Backsteinexpressionismus in Oberhausen und des Ruhrgebietes insgesamt. Es erinnert mit seiner exponierten Positionierung und in seiner verjüngenden Form das wenige Jahre zuvor fertig gestellte Chile-Haus in Hamburg von Fritz Höger. Ein Großteil des Gebäudes wurde von der Lokalzeitung Ruhrwacht genutzt, während sich im höheren siebengeschossigen Vorderteil ein Warenhaus befand. 1978 wurde das Gebäude für umgerechnet 0,7 Mio. Euro von der Stadt Oberhausen erworben. Nach einem aufwändigen Umbau konnte das inzwischen unter Denkmalschutz stehende Bauwerk im Jahr 1985 von mehreren kommunalen Einrichtungen bezogen werden, darunter die Stadtbibliothek und die Volkshochschule. Vormals unter dem Namen „Ruhrwachthaus“ bekannt, erfolgte nach dem Umbau der 1980er Jahre die offizielle Umbenennung in „Bertolt-Brecht-Haus“. Ein Wettbewerb über eine Modernisierung und Umbau des Gebäudes sowie die Gestaltung des Vorplatzes wurde von UKW Innenarchitekten GbR aus Krefeld gewonnen. Die Realisierung soll bis 2010 abgeschlossen sein. |
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| #58 | Betreuungszentrum Zollverein » Website |
| Kategorie: | Schulen/Kindergärten/Altenwohnanlagen |
| Standort: | Essen |
| Baujahr: | 2000 |
| Kurzbeschreibung: | Neubau eines Betreuungszentrums unter der Berücksichtigung der Gestaltungsleitlinien der Zeche Zollverein |
| Langbeschreibung: | Das Betreuungszentrum Zollverein ist ein Baustein im Umnutzungskonzept der ehemaligen Zeche Zollverein 3 / 7 / 10. Im Rahmen der IBA Emscher Park wurden die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude neuen Nutzungen zugeführt und durch Neubauten ergänzt. Entstanden ist ein Bürger- und Handwerkerpark, der seinen unverwechselbaren Charakter durch die industriellen Baudenkmäler, die großzügige Grüngestaltung und die Mischung von stadtteilbezogenen Nutzungen erhält. Beim Neubau des Betreuungszentrums wurde insbesondere auf die Materialwahl geachtet. Sie orientiert sich an der „Handschrift von Zollverein“: Stahlfachwerk, Ziegelstein und Dachneigung wurden mit der Gebäudegestaltung neu interpretiert. Zum Betreuungszentrum gehören drei Gebäude: ein Pflegeheim, ein Wohnheim für betagte psychisch Kranke sowie ein Mehrzweckgebäude für Therapie, Verwaltung und Cafeteria. Die Gebäudekonzeption schafft damit überschaubare Lebensbereiche, die eine dezentrale Organisation und zeitgemäße Pflege ermöglichen. Die moderne Grundrisskonzeption setzt dabei auf das Zusammenleben von Bewohnern in autarken Wohngruppen von 6 bis 12 Personen. Dabei ist der Standort für das Pflege- und Wohnheim ideal: Die räumliche Anbindung an die Stadtteile Essen-Katernberg und Essen-Schonnebeck ermöglicht den Bewohnern ein Mitwirken am Gemeindeleben. Derzeit leben ca. 90 Personen im Betreuungszentrum. |
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| #59 | Bettentürme des UKM » Website |
| Kategorie: | Gesundheitswesen (Kliniken, Praxen) |
| Standort: | Münster |
| Baujahr: | 1982 |
| Kurzbeschreibung: | Die Bettentürme des Universitätsklinikums Münster sind eines der Wahrzeichen der Stadt Münster |
| Langbeschreibung: | Nach jahrelanger Planungszeit begann gegen Ende der 1970er-Jahre der Bau des Zentralklinikums mit seinen beiden jeweils 62 Meter hohen, weithin sichtbaren Türmen. Die Turmkomplexe bestehen jeweils aus zwei Zylindern, die mittig über einen quadratischen Eckturm verbunden sind. 1982 fertig gestellt, sind die sogenannten Bettentürme längst Wahrzeichen des Zentralklinikums und fester Bestandteil der münsterschen "Skyline". Die Kosten für den Neubau des Zentralklinikums beliefen sich auf gut eine Milliarde Mark. Die Nutzfläche beträgt über 90.000 Quadratmeter. Bei einer Kapazität von mehr als 1.000 Krankenbetten werden hier jährlich weit über 400.000 Menschen stationär und ambulant versorgt. Derzeit werden die Bettentürme für 150 Millionen Euro runderneuert und anstelle des Parkdecks vor den Türmen ab 2010 ein zehnstöckiger Anbau errichtet. Dieser soll 40.000 Quadratmeter Nutzfläche umfassen, die auch 7.200 Quadratmeter Fläche für Forschung und Lehre beinhalten. |
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| #60 | Bibliothek Dortmund » Website |
| Kategorie: | Kulturbauten (Kino, Theater, Museen) |
| Standort: | Dortmund |
| Baujahr: | 1999 |
| Kurzbeschreibung: | Neubau der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund |
| Langbeschreibung: | An der wichtigen städtebaulichen Nahtstelle direkt gegenüber dem Dortmunder Hauptbahnhof steht seit 1999 die neue Bibliothek mit ihrem Bestand von ca. einer Million Medien. Das Gebäudevolumen ist in zwei unterschiedliche Baukörper unterteilt: ein bis zu sieben Geschossen hoher Riegel bildet das Rückgrat, vor dem sich ein nach unten verjüngender verglaster Halbzylinder befindet. Der Riegel mit seiner vorgehängten Natursteinfassade aus rotem Quarzit orientiert sich dabei an Fluchten und Höhen der umliegenden Bebauung und wirkt mit seinen schartenartigen Fenstern und der langgestreckten Form wie eine Reminiszenz an die einst hier befindliche Stadtmauer. Hier ist der administrative Teil mit den entsprechenden Büro- und Archivräumen untergebracht. Im verglasten Vorbau befindet sich der öffentliche Bereich mit der Freihandbibliothek. Die von einem innen sichtbaren Stützenfachwerk gehaltene Glashaut ist nicht mit den Geschossdecken verbunden und bildet so eine Hülle für die mit Rolltreppen verbundenen Ebenen des Freihandbereichs. Auch die komplette Inneneinrichtung wurde vom Architekten Mario Botta bis ins Detail entworfen. |
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| #61 | Biggetalsperre |
| Kategorie: | Wasserwirtschaft |
| Standort: | Attendorn |
| Baujahr: | 1956 - 1965 |
| Kurzbeschreibung: | Talsperre mit einem Schüttdamm als Stauwerk |
| Langbeschreibung: | Die Biggetalsperre bzw. der Biggesee ist ein Stausee, der zur Trinkwasserversorgung des Ruhrgebiets und zum Hochwasserschutz dient. Zusätzlich erzeugt ein Wasserkraftwerk 23 Mio. KWh Strom im Jahr. Die Talsperre wurde in den Jahren 1956 bis 1965 errichtet und besteht aus einem 52 Meter hohen Felsschüttdamm mit einer Asphalt-Außendichtung. Zur Verstärkung des Damms dienen ein Kronenabsicherungsbauwerk aus Stahlbeton und eine bituminöse Dichtungszone im Kernbereich des Damms, welche bei einer undichten Oberflächendichtung die Erosion des Dammes verhindern würde. Zusammen mit der 1912 fertig gestellten Listertalsperre, die nun als Vorbecken der Biggetalsperre dient, hat das Talsperrensystem ein Stauvolumen von 172 Mio. Kubikmetern. |
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| #62 | Birschels Mühle |
| Kategorie: | Mehrfamilienhäuser/Wohnsiedlungen |
| Standort: | Hattingen |
| Baujahr: | 1902-1905, 1998-1999 |
| Kurzbeschreibung: | Denkmalgeschütze Mühlenanlage in ein Seniorenwohnheim umgenutzt |
| Langbeschreibung: | Der jahrhundertealte Mühlenstandort wurde 1902/05 zu einer modernen und repräsentativen Industriemühlenanlage mit angegliederter Schlosserei und Schreinerei sowie einem großen Silogebäude umgebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Werk 1955 im Rahmen des allgemeinen Mühlensterbens geschlossen. Nach jahrzehntelangem Leerstand konnte die Anlage 1998/99 in einem gelungenen Zusammenspiel von Alt und Neu denkmalgerecht zu einer Seniorenwohnanlage umgebaut werden. Dabei hat sich die Wirkung der Mühle nicht verändert. Wie eine Burg zwischen Fluss und Stadt wirkt der Komplex, doch abgeschlossen ist er nicht. Mitten hindurch, auf dem alten Leinpfad entlang der Ruhr, führt der vielbefahrene „Ruhrtal-Radweg“ von der Ruhrquelle bei Winterberg bis zur Mündung nach Duisburg-Ruhrort. Die in Mühle und früherem Silogebäude geschaffenen Eigentumswohnungen sind barrierefrei angelegt und bieten Servicewohnen im Denkmal. Den vorwiegend älteren Bewohnern soll langes eigenständiges Wohnen ermöglicht werden in einer besonderen, vielleicht einzigartigen Umgebung mit Wohnen direkt am Wasser. In der Anlage gibt es Gemeinschaftsräume für geselliges Zusammensein, Wellnessangebote, einen grünen Freisitz auf der Schleuseninsel und vieles mehr – nur wenige hundert Meter von der Hattinger Altstadt entfernt. Ganz neu ist das Angebot von Gästezimmern für Besucher und durchreisende Radfahrer. |
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| #63 | Bischöflicher Hof Münster |
| Kategorie: | Kulturbauten (Kino, Theater, Museen) |
| Standort: | Münster |
| Baujahr: | 1732 |
| Kurzbeschreibung: | Nach dem Zweiten Weltkrieg verändert wiederaufgebauter Palastbau, als Baukörper und im Ensemble bemerkenswert |
| Langbeschreibung: | Beim Wiederaufbau des Bischöflichen Hofes, der ehemaligen Domdechanei, nach dem Zweiten Weltkrieg verfuhr man leider nicht sehr sorgfältig. Während die Seitenflügel nach dem Bombardement des Zweiten Weltkrieges als lediglich exakte Kopien wiedererstanden sind, ist das Corps de Logis gegenüber dem Originalzustand sehr verändert: Die Zahl der Fensterachsen ist von sieben auf neun erhöht, ihre ursprüngliche Anordnung wird durch die Dachhäuschen angegeben, die aber ihrerseits widersinnigerweise eine Nachkriegszutat darstellen. Dem verschmälerten Risalit fehlt heute die vertikale Pilastergliederung; er ist um ein Halbgeschoss erhöht worden und ragt dadurch unmotiviert in die Dachzone hinein. Das prächtige, barocke Abschlußgitter des Ehrenhofes, von Johann Conrad Schlaun entworfen, hat glücklicherweise den Krieg überstanden. Der im ursprünglichen Risalitgiebel 1723 datierte Palast ist nach dem Wiederaufbau weniger im Detail denn als Baumasse denkmalwert. Die großartige Ensemblewirkung mit der Kettelerschen Kurie und dem Dom, ebenso der durch die Domplatzpflasterung hervorgehobene axiale Bezug zum Rathaus heben den Bischöflichen Hof städtebaulich hervor und unterstreichen seinen bildprägenden Wert. |
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| #64 | Bockwindmühle Wehe |
| Kategorie: | Landwirtschaft |
| Standort: | Rahden |
| Baujahr: | 1650 (ca.) |
| Kurzbeschreibung: | Älteste Windmühle im Mühlenkreis Minden-Lübbecke |
| Langbeschreibung: | Die Bockwindmühle Wehe ist die älteste Windmühle im Mühlenkreis Minden-Lübbecke, die noch an ihrem ursprünglichen Standort steht und betriebsbereit ist. Der Grundaufbau stammt aus der Zeit um 1650. Sie zeigt die typische Anordnung aller Bockwindmühlen, die auf dem Unterbau drehbar gelagert, in den Wind gestellt werden können. In den 1980er Jahren wurde sie komplett renoviert. |
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| #65 | Bogner Flagship-Store |
| Kategorie: | Einzelhandel |
| Standort: | Düsseldorf |
| Baujahr: | 2008 |
| Kurzbeschreibung: | Gradliniges Raumkonzept mit eigenständigen Raumatmosphären |
| Langbeschreibung: | Beim Umbau und der Erweiterung des Düsseldorfer Standortes der Firma Willy Bogner wurden entsprechend den unterschiedlichen Kollektionen eigenständige Raumatmosphären entwickelt, welche wiederum geprägt sind durch individuelle Materialkonzepte und unterschiedliche Stimmungen. Die Eleganz und Kreativität der Kollektion „Sônia Bogner“ wird im Erdgeschoss unterstützt, in dem Materialien wie bruchrauer Kalksandstein für Wandverkleidungen und Podeste, bronziertes Messing als Warenträger und Parkett aus Bambus-Flachlamelle verwendet wurde. Die Kollektionsphilosophie findet ihre Entsprechung in der klaren Linienführung der Raumarchitektur in Verbindung mit dem wertigen, hellen Materialkonzept. Das Untergeschoss ist als großes Loft ausgebaut. Sportlichkeit, Dynamik und Natürlichkeit sind die wesentlichen Assoziationen im Zusammenhang mit den hier präsentierten Kollektionen wie Bogner Sport und Bogner Fire&Ice. Die räumliche Großzügigkeit übersetzt zusammen mit den sensibel ausgewählten Materialien wie Eichenholz (aus alten Stämmen geschnitten), gewalztem Stahl sowie sandgestrahlten und gekalkten Fichtenbohlen die Kollektionsphilosophie. Die über drei Geschosse führende Treppenanlage wird begleitet von einem vertikal angeordnetem „History-Band“, in welchem die 75-jährige Erfolgsgeschichte der Marke und besonders der Familie Bogner in Form hinterleuchteter Dias und integrierten Bildschirmen dokumentiert wird. |
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| #66 | Botanischer Garten / Alte Flora |
| Kategorie: | Botanische/Zoologische Gärten |
| Standort: | Köln |
| Baujahr: | 1864 |
| Kurzbeschreibung: | 1864 angelegter Park im „gemischten deutschen Gartenstil“ |
| Langbeschreibung: | Der Flora-Park wurde von Peter Joseph Lenné 1864 im „gemischten deutschen Gartenstil“ angelegt und enthält Elemente des französischen Barocks, der italienischen Renaissance sowie des englischen Landschaftsgartens. Mittelpunkt der Anlage war und ist der Glaspalast (Orangerie), eine für die damalige Zeit überaus bemerkenswerte Architektur aus Gusseisen und Glas, deren Gestaltung sich deutlich an den Londoner „Crystal Palace“ und an den Pariser „Jardin d´Hiver“ anlehnte. An einer der Schmalseiten des Gebäudes befindet sich ein französisches Parterre in Form von Blumenbeeten, eingerahmt von einer Allee rotblühender Rosskastanien. Daran schließt sich ein italienischer Gartenteil an. Hohe Laubengänge aus Hainbuchen flankieren eine in Stein gefasste, lang abgestufte Wasserkaskade. 1906 wurde der kleine Frauen-Rosenhof angelegt, ein Jugendstilgarten. 1912 entstand unmittelbar neben der Flora der Botanische Garten mit Seerosenbecken und Weiher, in den sich ein Wasserfall aus einem Felsengarten ergießt. In den 1950er Jahren kamen neue Gewächs- und Schauhäuser für exotische und tropische Pflanzenarten hinzu. Mehr auf Europäisches Gartennetzwerk (eghn.eu) |
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| #67 | Botanischer Garten und Schlossgarten in Münster » Website |
| Kategorie: | Parks |
| Standort: | Münster |
| Baujahr: | 1767-87 / 1803 |
| Kurzbeschreibung: | Ehemaliger barocker Schlossgarten mit integriertem botanischem Garten von 1803 |
| Langbeschreibung: | Der Botanische Garten in Münster ist eine wissenschaftliche Einrichtung der Westfälischen Wilhelms-Universität. Er dient vorwiegend der Forschung und Lehre. Eingebettet in den Schlosspark, bietet die Anlage aber nicht nur botanisch Interessierten viel Wissenswertes. Am Rande der geschäftigen Altstadt gelegen, ist der Garten auch eine gern genutzte Oase der Ruhe. Von Heide- und Moorlandschaften über Bauerngärten bis zum Alpinum kann die botanische Vielfalt in den verschiedenen Bereichen des 4,6 ha großen Gartens mit seinen 8.000 Pflanzenarten bewundert werden. Neben diesen Bereichen im Freien sind sechs der zehn Gewächshäuser für die Öffentlichkeit als Schauhäuser zugänglich. Anstelle eines früheren Gewächshauses wurde 1840 aus dem Abbruchmaterial der Mauer an der Schlossterrasse die Orangerie errichtet. Sie zählt heute in Deutschland zu den wenigen erhaltenen Beispielen dieses Bautyps. 2003 wurde das 200-jährige Jubiläum der Gründung des Botanischen Gartens am Schloss in Münster mit zahlreichen Veranstaltungen gewürdigt. Mehr auf Europäisches Gartennetzwerk (eghn.eu) |
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| #68 | BP Zentrale Bochum |
| Kategorie: | Verwaltungs-/Bürogebäude |
| Standort: | Bochum |
| Baujahr: | 2004-2005 |
| Kurzbeschreibung: | Bestandsorientiertes Konzept eines Bürokomplexes |
| Langbeschreibung: | Die Übernahme von Aral durch das Unternehmen BP im Jahr 2002 war der Beginn einer umfangreichen Neustrukturierung des Bochumer Unternehmenssitzes. In diesem Zusammenhang bestand der Wunsch nach einer an modernsten Standards orientierten Bürophilosophie, die auch in der baulichen Repräsentanz ablesbar werden sollte. Das Hamburger Büro Bothe Richter Teherani Architekten entwickelte ein städtebauliches Konzept unter Berücksichtigung der gewachsenen innerstädtischen Struktur. Um auf die durch urbane Villen geprägte Umgebung zu reagieren, wurde die Bebauung in einzelne Baukörper untergliedert. Ausgehend von einer eingeschossigen Sockelzone, in der sich die Konferenzbereiche befinden, entwickelt sich die BP-Zentrale vom Kortumpark zum siebengeschossigen Hauptbaukörper an der Wittener Straße, der die Flucht des Bestandsgebäudes aufnimmt. Über der Sockelzone scheinen die einzelnen, parallelogrammförmigen Bürotrakte zu schweben. Durch die offene Gebäudestruktur entstehen tageslichtdurchflutete Arbeitsplätze in einer mit dem Park verzahnten Bürolandschaft, die dem Nutzer ein Maximum an Flexibilität bietet. |
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| #69 | Brammeyersche Scheune |
| Kategorie: | Landwirtschaft |
| Standort: | Espelkamp |
| Baujahr: | 1750 |
| Kurzbeschreibung: | Reetgedeckte denkmalgeschützte und instandgesetzte Fachwerkscheune, die jetzt als Ausstellungsraum dient |
| Langbeschreibung: | Die 1750 erbaute Scheune ist ein Fachwerkbau der mit einem Reetdach mit Heidefirst gedeckt ist. Die Scheune wurde über 25 Jahre lang nicht genutzt. 1977 wurde der Bau in die Liste der zu schützenden Kulturgüter des Landeskonservators aufgenommen und im Jahr 1990 unter Denkmalschutz gestellt. Da der denkmalgerechte Unterhalt eines solchen reetgedeckten Fachwerksgebäudes schwierig geworden war, bot der Eigentümer die Scheune der Frotheimer Dorfgemeinschaft, einem eingetragenen Verein, zur Nutzung an. Die Dorfgemeinschaft entschloss sich im Jahr 1992 das Bauwerk als Ausstellungsraum für alte landwirtschaftliche Geräte zu verwenden. Bei Renovierung des Gebäudes wurde der Verein von der Stadt Espelkamp finanziell unterstützt. Zusätzlich leisteten die Mitglieder des Vereins bis zum Dezember 1998 über 13.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden bei der Instandsetzung der Scheune. Seit April 1999 dient die Scheune als Ausstellungsraum für alte aufgearbeitete handwerkliche und landwirtschaftliche Geräte. |
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| #70 | Breitenbachtalsperre » Website |
| Kategorie: | Wasserwirtschaft |
| Standort: | Hilchenbach |
| Baujahr: | 1953-56 / 1976-80 |
| Kurzbeschreibung: | Große Talsperre mit einem Stauinhalte von 8,1 Mio. m³ |
| Langbeschreibung: | 1953, im Jahre der Gründung des Wasserverbandes Siegen-Wittgenstein, wurde mit dem Bau der Breitenbachtalsperre begonnen. Der Ausbau war in 2 Stufen geplant. Im 1. Bauabschnitt, 1956 fertig gestellt, wurde für das Einzugsgebiet von 4,1 km² ein Stauinhalt von 2,6 Mio. m³ geschaffen. Im 2. Bauabschnitt (1976/1980) erfolgte die Aufstockung der Talsperre mit Vergrößerung des Stauinhaltes auf 8,1 Mio. m³. Für ausreichenden Zufluss sorgen Beileitungsstollen aus drei Nebentälern mit einem Einzugsgebiet von 7,5 km². Die ursprüngliche Planung für den 2. Bauabschnitt sah vor, den Damm bei abgesenktem Stauspiegel und beidseitiger Verbreiterung zu erhöhen und die Lehmkerndichtung fortzuführen. Die erforderliche Stauspiegelabsenkung hätte jedoch die Trinkwasserversorgung gefährdet. Nach Prüfung verschiedener Ausführungsvarianten wählte man die Ergänzung des Dammquerschnittes nur auf der Luftseite. Der Erhöhungsteil erhielt eine horizontale und vertikale Asphaltbetoninnendichtung. In der 1. Ausbaustufe wurde am wasserseitigen Dammfuß ein Entnahmebauwerk mit nur einer Entnahmemöglichkeit, etwa 7,0 m über Grund, errichtet. Dieses Bauwerk ist durch den Grundablasskanal mit dem auf der Luftseite des Dammes gelegenen Pumpwerk verbunden. Zwei Leitungen (DN 500 mm) liefern das Rohwasser für die Trinkwasseraufbereitungsanlage in das Pumpwerk und dienen außerdem als Grundablass. In der 2. Ausbaustufe wurde ein Entnahmeturm mit vier höhenmäßig gestaffelten Rohwasserentnahmen errichtet. Da der Stauspiegel nur unwesentlich abgesenkt werden durfte, ergaben sich bei der Konstruktion und beim Bau des Entnahmeturmes Besonderheiten. Die Gründung und andere Arbeiten mussten unter Wasser ausgeführt werden. Auf vier Großbohrpfählen (DN 1500 mm) wurde ein auf einem schwimmenden Hubgerüst hergestellter Gründungskörper (250 t) abgesenkt und aufgelagert. Anschließend wurden zehn Schachtringe (DN 3000 mm, 50 t) mit einem Autokran von Land aus versetzt. Nach dem Aufbau wurde der Turm in Achsrichtung vorgespannt und die Fugen zwischen den einzelnen Schachtringen verpresst. Die Verbindungsleitungen zwischen Entnahmeturm und altem Einlaufbauwerk wurden durch Taucher auf vorgefertigten Fundamenten verlegt. An dem rund 6 km langen Rundweg sind für wissensdurstige Wanderer Schautafeln zum Thema Wasser, Geschichte der Wasserversorgung sowie weitere Details zur Talsperre aufgestellt. |
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| #71 | Brücke über den Handelshafen |
| Kategorie: | Verkehrsbauten (Bahnhöfe, Flughäfen) |
| Standort: | Düsseldorf |
| Baujahr: | 2005 |
| Kurzbeschreibung: | Fuß- und Radwegbrücke am Düsseldorfer Medienhafen mit hoher Aufenthaltsqualität |
| Langbeschreibung: | Die Fuß- und Radwegbrücke über den ehemaligen Handelshafen wurde im Zuge der Neugestaltung des Düsseldorfer Medienhafens errichtet. Sie verbindet die Landzunge, auf der die Speditionsstrasse liegt, mit der Strasse „Am Handelshafen“ und macht so die Gebäude des Medienhafens für Fußgänger leicht erreichbar. Die 150 Meter lange und 11,50 Meter breite Brücke ist von Beginn an mehr als ein Aufenthaltsort als denn als reines Verkehrbauwerk geplant worden. Ein Brückenhaus in Form eines gläsernen Kubus ist einseitig neben der Brücke angeordnet. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich eine Inselfläche, zu der von der Brücke eine Freitreppe hinabführt. Die Brücke selber verfügt zu beiden Seiten des Fußgängerweges über breite Sitzstufen und ist mit FSC zertifizierten Tropenhölzern belegt, was sie gerade an warmen Tagen zum beliebten Aufenthaltsort macht. Verglaste Geländer ermöglichen auch im Sitzen einen freien Blick auf die Wasserflächen des Hafenbeckens. In die Sitzstufen integrierte Lichtlinien und beleuchtete Sitzkuben aus Plexiglas beleuchten die Brücke bei Dunkelheit. Das Brückenhaus wird gastronomisch genutzt. Sein massiver Betonsockel ist mit schmalen Lichtbändern hochwassersicher ausgeführt, der Aufbau besteht aus einer schlichten Stahl- / Glaskonstruktion die durch eine elektrisch verstellbare Lamellenfassade beschattet wird. |
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| #72 | Brückenkopfpark (Landesgartenschau 1998) |
| Kategorie: | Parks |
| Standort: | Jülich |
| Baujahr: | 1998 |
| Kurzbeschreibung: | Parklandschaft um den Brückenkopf mit jährlichen Erweiterungen (aus der Landesgartenschau 1998 hervorgegangen) |
| Langbeschreibung: | Der Brückenkopfpark in Jülich ging aus der im Jahr 1998 ausgerichteten Landesgartenschau hervor. Kernbereich war seinerzeit der Brückenkopf, eines der bedeutendsten Verteidigungsbauwerke Napoleons nördlich der Alpen. Nach der vollständigen Sanierung dieses durch den Zweiten Weltkrieg arg in Mitleidenschaft gezogenen Bauwerks wurde der ehemalige Waffenplatz in einen stadtnahen Garten für die Bürger umgewandelt. Der Stadtgarten mit seiner überdachten Bühne ist bis heute ein beliebter Ort für Open-Air-Veranstaltungen. Dem Brückenkopf gegenüber, auf dem ehemaligen Glacis, hat sich ein Wald entwickelt, der anlässlich der Landesgartenschau in Teilbereichen mit Blickachsen auf die Festungsarchitektur versehen wurde. Die Spannung, die sich aus dem Gegenüber von Gebautem und freier Natur, von Stadt und Landschaft ergab, war seinerzeit das gestalterische Planungspotenzial und das Kernthema der Landesgartenschau. Seinen räumlichen Abschluss findet der Park durch das „Lindenrondell“, einem markanten, baumgefassten Raum auf einer ehemals agrarisch genutzten Freifläche. An diesem Ort mit vielfältigem Angebot für die Freizeitnutzung befindet sich der Haupteingang in den Brückenkopfpark. Bis heute wird das Angebot, das sich insbesondere an Familien mit Kindern wendet, jährlich erweitert. Der Park hat sich zu einem der beliebtesten Ausflugsziele der Region entwickelt. |
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| #73 | Brückenturm Nord |
| Kategorie: | Verkehrsbauten |
| Standort: | Duisburg |
| Baujahr: | 1904–1907 / 2009-10 |
| Kurzbeschreibung: | Brückenturm in ein Wohn-und Bürogebäude umgenutzt |
| Langbeschreibung: | Ein Wahrzeichen Duisburgs in eine Immobilie zum Leben und Arbeiten umzuwandeln war der Traum von Jan Stapelmann, als er 2009 den nördlichen der beiden Brückentürme an der Friedrich-Ebert-Brücke in Duisburg kaufte. Es war zugleich ein ehrgeiziges Projekt, bei dem zu Beginn des Umbaus nicht nur Grundsanierung und Schadstoffbeseitigung anfielen, sondern auch Strom-, Gas-, Wasser- und Abwasserleitungen gelegt werden mussten. Es erfolgte eine vollständige Kernsanierung. Spätestes im April 2010 will der Bauherr selbst in die obersten zwei Etagen einziehen. Die weiteren fünf Stockwerke, die jeweils ca. 54 m² aufweisen, wurden bereits vor der Fertigstellung an Unternehmen der Binnenschifffahrt vermietet. Das historische Flair der Immobilie und der einzigartige Blick zum Rhein auf der einen, und zum Stadtteil Ruhrort auf der anderen Seite wird ergänzt durch Neuerungen wie Fahrstuhl und eine moderne zeitgemäße Ausstattung der Büroflächen. Auch auf die vielbefahrene Straße zu Füßen des Turmes wurde mit der Planung reagiert, neuwertige Fenster wurden in das Gebäude eingebaut. Der 1904–1907 errichtete Turm war bis vor kurzem im Besitz der DBV und stand seit 2005 leer. Mit dem Verkauf des Nordturmes im Jahr 2009 kam die DBV ihrem Ziel, die Immobilie an einen Neueigentümer zu verkaufen, der diese auch gut instand setzt, ein Stück näher. |
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| #74 | Bundesministerium für Gesundheit (BMG) |
| Kategorie: | Verwaltungsgebäude/Rathäuser |
| Standort: | Bonn |
| Baujahr: | 2007 |
| Kurzbeschreibung: | Neubau für das Bundesministerium für Gesundheit als dreiteiliges Gebäudeensemble mit eleganter Fassadengestaltung |
| Langbeschreibung: | Nach dem im Jahr 2004 gewonnenen Architekturwettbewerb durch das Düsseldorfer Büro Petzinka Pink Technologische Architektur wurde der Neubau des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) 2007 fertig gestellt. Der neue Dienstsitz des BMG liegt mit seinem Hochhausbau als städtebauliches Pendant gegenüber dem Hochhaus des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) und bietet für 400 bisher in einem Mietobjekt untergebrachte Beschäftigte ein zukunftsfähiges Bürogebäude. Das Gebäudeensemble des Neubaus ist in drei Bautrakte gegliedert: das Hochhaus mit 13 Obergeschossen und ein sechsgeschossiges Längsgebäude sind über einen zweigeschossigen flachen Mittelbau verbunden, der den großzügigen überdachten Eingangsbereich, ein Foyer und die Konferenzzone beinhaltet. Der sandfarbene Werkstein der Fassaden erzeugt im Zusammenspiel mit transparenten und opaken Glasflächen und schimmernden Metallflächen eine moderne und elegante Anmutung. Der Einsatz von intelligenter Haustechnik sorgt für die Möglichkeit einer individuellen Steuerung des Gebäudeklimas durch die Nutzer. |
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| #75 | Burg Altena » Website |
| Kategorie: | Kulturbauten (Kino, Theater, Museen) |
| Standort: | Altena |
| Baujahr: | 1100-1200, 1914 |
| Kurzbeschreibung: | Burg Altena ist eine der ältesten Höhenburgen in Deutschland und die älteste ständige Jugendherberge der Welt |
| Langbeschreibung: | In malerischer Lage, hoch über der alten Drahtzieherstadt an der Lenne, auf einem Bergsporn des Klusenbergs, thront eine der ältesten Höhenburgen Deutschlands. Das genaue Entstehungsdatum des ab dem 12. Jahrhundert errichteten Wehrbaus lässt sich nicht mehr genau festmachen. Mehrere Entstehungsmythen ranken sich um die Burg. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Burg mit unterschiedlichen Nutzungen versehen. Im Jahre 1771 wurde sie zur Anlage eines Armen- und Arbeitshauses an die Stadt verkauft. Zeitgleich bestand hier 1766 bis 1811 das Kriminalgericht mit dem Gefängnis der Grafschaft Mark. Des Weiteren richtete der Johanniterorden 1856 in der Burg ein Krankenhaus ein. Dieses bestand bis 1906. Ihre internationale Bekanntheit verdankt die Burg Altena der ersten ständigen Jugendherberge der Welt, die hier 1912 eingeweiht wurde. Sie ist als Museum Weltjugendherberge noch im Originalzustand erhalten. Hauptmuseum auf der Burg ist das Museum der Grafschaft Mark. Der Spannungsbogen der Ausstellung reicht von der geologischen Frühgeschichte über das Mittelalter, die Frühe Neuzeit und das Industriezeitalter bis in die Gegenwart. Regelmäßige Inszenierungen lassen die Besucher teilhaben an den Kämpfen, Jagden und Tafelfreuden der Ritter und Adeligen. Darüber hinaus erfahren sie viel über das Leben der Bauern und Handwerker im Mittelalter. |
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| #76 | Burg Binsfeld |
| Kategorie: | Schulen/Kindergärten/Altenwohnanlagen |
| Standort: | Nörvenich |
| Baujahr: | 1533 / 1960 / 1990 |
| Kurzbeschreibung: | Wasserburg und späteres Herrenhaus aus der Frührenaissance |
| Langbeschreibung: | Burg Binsfeld ist ein historisches Kleinod und zählt mit ihren italienisch anmutenden Loggien zu den bedeutendsten Profanbauten des Rheinlands. Ursprünglich war das 1533 im Stil der Frührenaissance erbaute Herrenhaus eine Wasserburg. Prunkstück der Burg sind die vorgelagerten Loggien mit den kunstvoll geschwungenen Arkaden in beiden Geschossen des Herrenhauses. Die Burg liegt in der rheinischen Tiefebene, in Nörvenich bei Düren. Düren gehört mit 90.000 Einwohnern zu den großen Städten Nordrhein-Westfalens. Seit einigen Jahren können Senioren in diesem einmaligen Ambiente wohnen. Dafür wurde das historische Haus umfangreich modernisiert und überwiegend barrierefrei gestaltet. Eine Entdeckungsreise auf Burg Binsfeld lohnt sich, denn überall finden sich noch Elemente aus dem Mittelalter und der Renaissance. Dazu zählen zum Beispiel das Wappen über dem Portal, der Renaissance-Kamin, die Kassettendecken aus der Spätrenaissance und die gotischen Staffelgiebel über den Burgfenstern. |
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| #77 | Burg Calenberg |
| Kategorie: | Schlösser/Burgen/Stadtbefestigungen |
| Standort: | Warburg |
| Baujahr: | 1299 / 1880-82 |
| Kurzbeschreibung: | Höhenburg aus dem 13. Jhd. mit durchgreifenden baulichen Veränderungen im 19. Jhd. |
| Langbeschreibung: | 1299 erstmalig genannte Höhenburg mit Ringmaueranlage, die ursprünglich durch einen Graben von der Burgfreiheit getrennt war. Ältester Teil der Burganlage ist das Turmhaus mit Ecktürmchen um 1300 (Wappentafel von 1563 nicht zugehörig). Der ganze Komplex wurde 1880-82 durch Heinrich Wiethase (Köln) im Sinne der Burgenromantik mit durchgreifenden Veränderungen des alten Bestandes und ergänzenden Neubauten wie Rundturm, Galerie und Kapelle wiederhergestellt. Auftraggeber war Hugo Schuchard und Luise geb. Erbslöh. |
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| #78 | Burg Dringenberg » Website |
| Kategorie: | Schlösser/Burgen/Stadtbefestigungen |
| Standort: | Bad Driburg |
| Baujahr: | 1318 - 1323 / 17 Jhd. Wiederaufbau |
| Kurzbeschreibung: | Mittelalterliche Burg mit neuzeitlichen Elementen, heute Nutzung als Museum |
| Langbeschreibung: | Die mittelalterliche Burg Dringenberg ist die einzige komplett erhaltene Burganlage in der Region Driburg. Erbaut wurde sie bereits in den Jahren 1318 bis 1323 im Auftrag des Bischofs Bernhard V. zur Lippe. Es handelt sich um eine unregelmäßige, viereckige Ringmaueranlage mit einem Wehrturm im Nordwesten, einem großen Innenhof und einem breiten Burggraben, der die Anlage an den südlichen und östlichen Seiten umgibt. Wenige Jahre nach der Erbauung wurde die Burganlage um einen 44 Meter tiefen, mittelalterlichen Brunnen ergänzt. Heute umgibt diesen Brunnen ein neuzeitliches Brunnenhaus, das später hinzugefügt wurde. 1488 wurde die Burg zum ersten Mal in ihrem Stil verändert. Ins bereits existierende Torhaus wurde eine Kapelle mit rundem Apsiserker integriert. Des Weiteren wurden diverse Bereiche der Burg modernisiert und durch neuzeitliche Bauten erweitert. Während des 30-jährigen Kriegs erlitt die Burganlage schwere Beschädigungen. Sie wurde von den Schweden eingenommen und besetzt. Vor ihrem Weiterzug zündeten sie die Burg an, so dass diese in einigen Bereichen nahezu vollständig zerstört wurde. Der Fürstbischof Dietrich Adolf von der Reck veranlasste 1651 den Wiederaufbau, der sich bis in 1660er Jahre hineinzog. Nach dem Wiederaufbau der Anlage wurden lange Jahre keine Instandhaltungs- oder Renovierungsarbeiten getätigt. Somit waren in den 1980er Jahren diese Maßnahmen unumgänglich. Durch eine Kooperation der Stadt Bad Driburg und dem Heimatverein e.V. konnte 1983 die Kapelle und von 1985 bis 1987 der Rittersaal renoviert werden. Die Stadt Bad Driburg übernahm hierbei die Finanzierung der Materialkosten und der Heimatverein e.V. führte die Arbeiten in Eigenleistung durch. Hierfür war ein enormer Zeitaufwand von 900 bzw. 1900 Arbeitsstunden nötig. Heute wird die Burganlage Dringenberg als Heimatmuseum, Ausstellungsraum für Glaskunst und weitere wechselnde Ausstellungen genutzt. |
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| #79 | Burg Linn |
| Kategorie: | Parks |
| Standort: | Krefeld |
| Baujahr: | 12. - 18. Jhd. |
| Kurzbeschreibung: | Eine der ältesten Großburgen des Niederrheins mit Burgpark von Maximilian Friedrich Weyhe |
| Langbeschreibung: | Die Burg Linn wurde im 12. Jahrhundert errichtet. Es erfolgten Umbauten im 13. bis 18. Jahrhundert. In ihren Anfängen um 1170 bestand die Burg aus einem rechteckigen Wohnturm mit Holz-Erde-Befestigung. Dieser romanische Wohnturm wurde im 14. Jahrhundert abgerissen, der Grundriss ist im Burghof im Boden markiert. Im 13. Jahrhundert wurde an der Nordseite ein Palas sowie die polygonale Ringmauer errichtet, die heute noch in den Außenwänden des Burggebäudes sichtbar ist. Anfang des 14. Jahrhunderts folgte die Errichtung der gotischen Burgkapelle, des sogenannten Batterieturms mit Rüstkammer im Untergeschoss und Kemenate im Obergeschoss, des Torturmes mit Zwinger und Fallgitter sowie Errichtung des Rittersaals. Ebenso entstand über der südlichen Mauer der Bergfried mit Verlies. Die im 14. Jahrhundert errichtete Vorburg wurde nach 1704 unter Kurfürst Clemens August zum Jagdschloss (1740) mit Zehntscheune ausgebaut. Die zu den ältesten Großburgen des Niederrheins zählende Burg Linn ist eingebettet in den von Maximilian Friedrich Weyhe (1775 – 1846) als Landschaftspark entworfenen Burgpark und in die gut erhaltene mittelalterliche Anlage des kurkölnischen Städtchens Linn mit sich östlich davon anschließendem Greiffenhorstpark, ebenfalls von Maximilian Friedrich Weyhe entworfen. |
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| #80 | Burg Lüdinghausen » Website |
| Kategorie: | Schlösser/Burgen/Stadtbefestigungen |
| Standort: | Lüdinghausen |
| Baujahr: | 13. Jhd. / 16. Jhd. |
| Kurzbeschreibung: | Wasserburg, die im 16. Jahrhundert zu einer typischen Renaissanceburg umgebaut wurde |
| Langbeschreibung: | Die Burg Lüdinghausen bildet zusammen mit den beiden anderen stadtnahen Burgen Wolfsberg und Burg Vischering eine einmalige Denkmallandschaft. Die früheste urkundliche Erwähnung datiert ins 13. Jahrhundert. Sie war bis Anfang des 19. Jahrhunderts im Obereigentum des Klosters Werden (heute in Essen), das mit diesem Besitz zunächst die Ritter von Lüdinghausen, dann den Bischof von Münster und das Domkapitel von Münster belehnte. Im 19. Jahrhudnert wurde die Burg an den preußischen Staat übergeben, der die Burg 1822 an einen Privatmann verkaufte. 1880 erwarb die Stadt Lüdinghausen die Burg und nutzte sie bis 1972 zu Schulzwecken. Im Verlauf der Jahrhunderte wurde die Burg vielfach umgebaut. Besonders reizvoll sind die erhaltenen Gebäude aus der Renaissancezeit. Restauriert unter Berücksichtigung dieses historischen Charakters und ausgestattet mit moderner Technik steht die Burg Lüdinghausen heute als soziokulturelles Zentrum Firmen, Vereinen und Verbänden für Veranstaltungen wie Tagungen, Schulungen, Repräsentationen, Theatervorstellungen, Ausstellungen und Konzerten zur Verfügung. Besonders empfehlenswert ist der historische Spaziergang um die Renaissanceburg, der durch einzeln ausgewiesenen Stationen die Geschichte wieder aufleben lässt. |
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| #81 | Burg Sparrenberg |
| Kategorie: | Schlösser/Burgen/Stadtbefestigungen |
| Standort: | Bielefeld |
| Baujahr: | 12./13. Jhd. |
| Kurzbeschreibung: | Mittelalterliche Burg- und Festungsanlage |
| Langbeschreibung: | Vermutlich in der Zeit zwischen 1240 und 1250 wurde die Burg auf dem Sparrenberg in Bielefeld errichtet. Ihr Erbauer war Graf Ludwig von Ravensberg. Ursprünglich war die Burg ein einfacher Rechteckbau - 45 Meter breit und 80 Meter lang. Auf der Torseite wurde der Zugang durch einen Halsgraben und eine Zugbrücke gesichert. Eine Schildmauer, in deren Mitte der Turm stand, teilte die Anlage in eine Vor- und eine Hauptburg. Das Gesicht der Burg änderte sich, als die Familie der Grafen von Ravensberg 1346 in männlicher Linie ausstarb und zunächst die Herzöge von Jülich-Berg und später (1511) die Herzöge von Kleve deren Erbe übernahmen. Letztere ließen den Bau Mitte des 16. Jahrhunderts nach dem Dürerschen Rondellsystem befestigen: An jeder Ecke der Burg wurde ein großes Rondell mit Plattform und Schießkammern gebaut. Die Rondelle wurden durch starke Längsmauern verbunden. Eines der Rondelle existierte zu dieser Zeit bereits. Da es jedoch nicht an der Mauerecke stand, sondern nach innen versetzt, musste die dadurch freistehende, vierte Mauerecke zusätzlich gesichert werden. So ließ Herzog Wilhelm von Kleve 1556 den italienischen Festungsbaumeister Alexander Pasqualini eine spitzwinklige Bastion hinzufügen. Nach dem Dreißigjährigen Krieg erfolgte ein erneuter Besitzerwechsel. 1647 wurde Friedrich Wilhelm von Brandenburg, der Große Kurfürst, Burgherr auf dem Sparrenberg. Er ließ die Anlage als Wohnhaus herrichten. Erst nach dessen Tod 1688 verlor die Sparrenburg ihre militärische Bedeutung. Sie begann zu verfallen und wurde zur Ruine. Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckte man die Sparrenburg neu. Im Zuge der Burgenromantik wurde sie wiederaufgebaut. Ihr Turm erhielt jedoch einen Zinnenkranz, obwohl er ursprünglich wohl mit einem Kegeldach geschlossen gewesen war. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Burg bei Luftangriffen zerstört. Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten ist sie heute jedoch wieder für Besucher geöffnet und ein beliebtes Ausflugsziel für die Bielefelder und ihre Besucher. |
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| #82 | Burg Vondern » Website |
| Kategorie: | Schlösser/Burgen/Stadtbefestigungen |
| Standort: | Oberhausen |
| Baujahr: | 13Jh./1520/1982-1995 |
| Kurzbeschreibung: | Ehemalige Wasserburg in ein Museum mit Seminarräumen umgenutzt |
| Langbeschreibung: | Die Burg Vondern ist ein historischer Rittersitz und liegt im Oberhausener Stadtteil Osterfeld. Sie befindet sich in der Nähe der stillgelegten Zeche Vondern und wird von einem Bahnkörper des Verschiebebahnhofs umschlossen. Die durch Wälder und einen Graben umgebene Burg diente den Bewohnern als Zufluchtsort in Notzeiten. Im 16. Jahrhundert wurde das Bauwerk erweitert und im gotischen Stil ausgebaut. Sie gilt als eine der ersten gotischen Profanbauten in der Oberhausener Umgebung. Alle Gräben der ehemaligen Wasserburg sind mit den Jahren verlandet. Das Ensemble besteht aus einer Vorburg aus Backsteinmauerwerk mit Torbau, zwei Ecktürmen und einem barocken zweiflügligen Haupthaus, das durch eine Bogenbrücke mit der Vorburg verbunden ist. Heute dient das Innere des Gebäudes als Ausstellungsfläche. Das umgenutzte Stallgebäude steht für Seminare zur Verfügung. |
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| #83 | Burtscheider Viadukt |
| Kategorie: | Verkehrsbauten |
| Standort: | Aachen |
| Baujahr: | 1838-40 / 1945 |
| Kurzbeschreibung: | Das Burtscheider Viadukt wurde als erstes deutsches Eisenbahnviadukt erbaut |
| Langbeschreibung: | Das Burtscheider Viadukt zwischen Aachen Hauptbahnhof und Aachen Rothe Erde im Verlauf der KBS 480 (Kursbuchstrecke Aachen-Köln) wurde in den Jahren 1838-1840 als erstes deutsches Eisenbahnviadukt durch die Rheinische Eisenbahn erbaut. Die Planungen des Bauwerks erfolgten durch die Ingenieure A.E. Pickel und F. Wittfeld. Das 277 Meter lange und 16 Meter hohe Bauwerk wurde vollständig aus Backstein gemauert. Vom östlichen Widerlager ab entstand eine Bogenreihe mit drei Bögen à 2,7 Meter Stützweite. Es folgt eine Bogenreihe über das Tal des Warmweiherbaches mit acht Bögen von 12,2 Meter Stützweite. Nach einem großen Mittelpfeiler mit je vier Bögen in zwei Reihen übereinander, folgen weitere elf Bögen mit je sechs Metern Spannweite. Abschließend lag am westlichen Widerlager die Überführung über die Kurbrunnenstraße mit zwei seitlichen Fußwegen. Am 16.04.1944, kurz vor der Einnahme Aachens durch die Alliierten, wurde die Überführung von einem nationalsozialistischen Kommando gesprengt. Der zerstörte Bogen wurde nach dem Krieg durch eine eiserne Brücke ersetzt. Das denkmalgeschützte Bauwerk wurde 2008 erneuert, dabei wurden die notwendigen Eingriffe in Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz auf das Notwendigste reduziert. |
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| #84 | Busbahnhof Hürth |
| Kategorie: | Verkehrsbauten |
| Standort: | Hürth |
| Baujahr: | 2003 |
| Kurzbeschreibung: | Futuristisch anmutendes Omnibusterminal mit elliptischem Aluminiumkörper auf Teleskopstützen |
| Langbeschreibung: | Im Stadtgebiet Hürth-Mitte entstand im heterogenen Umfeld zwischen dem bestehenden Parkhaus eines Einkaufszentrums im Norden und einer südlich davon gelegenen Hotelanlage der neue zentrale Omnibusbahnhof Hürth. Die etwa fünfundneunzig Meter lange Konstruktion bildet die Überdachung für den neun Meter breiten Bussteig und bezieht in diesem Umfeld eine eigenständige gestalterische Position. Die Gebäudeform besteht aus einem frei in den öffentlichen Raum gestellten, elliptischen Aluminiumkörper auf schräg stehenden, v-förmig ausgebildeten Teleskopstützen. Auf diesen Stützen werden Hauptträger aufgelagert, die über die letzten Stützen an beiden Enden jeweils um ca. 12 Meter auskragen. In den entstehenden Feldmitten bilden Querträger den „Bauch“ des Daches, der oberseitig mit einer wechselnden Glas- und Blecheindeckung verkleidet wird. Unterseitig lässt ein transparentes Stahlgewebe die im „Bauch“ integrierte Fahrgasttechnik und Beleuchtung, die mittels farblich veränderbaren Lichtleitrohren realisiert wird, sichtbar. Die Konstruktion und das äußere Erscheinungsbild entsprechen den hochtechnischen Einrichtungen und Steuerungsmechanismen, die sie beherbergen. Als Teil der Straßenraummöblierung bildet der ZOB Hürth an diesem Ort den Auftakt zum südlich entstehenden Hürth Boulevard. |
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| #85 | Busterminal und Haltestellen |
| Kategorie: | Verkehrsbauten (Bahnhöfe, Flughäfen) |
| Standort: | Neuss |
| Baujahr: | 2003 |
| Kurzbeschreibung: | Neubau eines Busterminals und zweier Haltestellen an einer innerstädtischen Bustrasse |
| Langbeschreibung: | Im Zuge der Umgestaltung der Haupt-Bustrasse am Rande der Neusser Innenstadt sind drei neue Haltepunkte entstanden. Die zentrale Rolle im gesamten innerstädtischen Busverkehr kommt dabei dem Busterminal „Zolltor“ zu, der als Mittelbussteig für acht Gelenkbusse konzipiert ist. Vierteilige Stützenbündel bilden die charakteristische Basis der Haltestelle. Zwischen ihnen entstehen Teilräume, denen jeweils zwei gegenüberliegende Halteabschnitte zugeordnet sind. In der Mitte eines jeden Abschnittes steht eine Servicebox, die alle Einbauten wie Sitzbänke, Fahrkartenautomaten, Vitrinen mit Fahrplanaushängen, Lautsprecher und Abfallbehälter zu einer formalen Einheit zusammenfasst. Die Kastenträger liegen über der Fahrbahn. Diese Verlagerung der konstruktiven Masse gewährleistet eine maximale Transparenz über dem Bussteig, was besonders dann wichtig wird, wenn beide Seiten des Terminals durch haltende Busse verschlossen werden. Die Überdachung ist 7,5m breit und 95m lang. Sechs Stützenbündel tragen zwei durchlaufende Kastenträger von je 95m Länge. Sie sind aus dünnen Stahlblechen verschweißt, laufen an ihrer Außenkante spitz zu und erhalten dadurch ihr schlankes Aussehen. Sie sind Tragwerk und Witterungsschutz, ihre Oberseite übernimmt die gesamte Dachentwässerung. Im Inneren sind Elektroinstallation und Entwässerungsleitungen verlegt. Die Träger stellen in Ihrer Gestaltung und Detaillierung eine auf das wesentliche reduzierte Konstruktion dar. Die Haltestellen Niedertor und Neustraße sind als gegenüberliegende Rand-Bussteige konzipiert. Deren Konstruktion kann je nach Bedarf und Bedeutung der Haltestelle verlängert oder verkürzt werden. Es wurde ein Prototyp geschaffen, mit dem sukzessive weitere Haltestellen im Innenstadtbereich ausgestattet werden können. |
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| #86 | Butzweilerhof (Flughafen Köln) » Website |
| Kategorie: | Verkehrsbauten (Bahnhöfe, Flughäfen) |
| Standort: | Köln |
| Baujahr: | 1936 |
| Kurzbeschreibung: | Nach Berlin-Tempelhof die größte in Deutschland erhaltene Flughafenanlage der 1930er Jahre |
| Langbeschreibung: | Der Butzweilerhof gehört nicht nur zu den bemerkenswertesten historischen Bauten der Luftfahrt, sondern ist darüber hinaus – neben Berlin-Tempelhof – die einzige zusammenhängende und erhaltene Flughafenanlage der 1930er Jahre in Deutschland. Schon seine Lage war für damalige Zeiten einzigartig: Zwar entstanden damals fast alle Flughäfen in einiger Entfernung zum Stadtzentrum, aber nur in Köln wurde schon anfangs an die weiterführende Verkehrsanbindung gedacht. Die „Flughafenstraße“ führte direkt vom Butzweilerhof zum Hauptbahnhof. Innerhalb von 20 Minuten war ein ankommender Fluggast mit dem Auto oder Bus in der Stadt oder am Zug. Der Hauptbau mit dem Empfangs- und Verwaltungstrakt, der Betriebshof, die Flugzeughalle I und der Luftaufsichtsturm bilden ein zusammenhängendes Gebäudeensemble. Gebäude-Elemente wie z. B. der symmetrische Verlauf der Fensterfronten, der helle Außenputz, die überkragenden Dachränder mit den Kassetten und Schattenleisten und die Ausbildung der Gesimse weisen eine Zuordnung zur Bauhausarchitektur aus. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Empfangshalle. Sie ist Kernpunkt des Komplexes: Ein wuchtiger Kubus, dessen Hauptportal durch das Relief eines Adlers aus Basaltlava die Blicke auf sich zieht. Das dunkle Lavagestein findet außerdem in den Fensterumfassungen der Halle und bei den Kreuzfensterreihen der Flügelbauten Verwendung. Den Abschluss des Gebäudekomplexes bildet der Luftaufsichtsturm. Er ist der architektonische Kontrapunkt zum Westflügel: Ein lichter Bau mit vier um zwei Ecken reichenden Fensterbändern und ein anschauliches Beispiel des Bauhausstils. |
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| #87 | Bürgerhaus "Alte Münze" |
| Kategorie: | Ein-/Zweifamilienhäuser |
| Standort: | Minden |
| Baujahr: | 1260 / 17. Jhd. |
| Kurzbeschreibung: | Ältestes Steinhaus Westfalens aus dem 13. Jhd. mit gotischen Maßwerkfenstern, Umbauten im 17. Jhd. |
| Langbeschreibung: | Das Gebäude „Alte Münze“ gilt als das älteste Steinhaus in Westfalen. Das dreigeschossige Bauwerk wurde um 1260 aus Sandsteinquadern errichtet. Über die ursprüngliche Nutzung des Hauses, vermutlich als Teil eines größeren Anwesens, ist nichts bekannt. Die gotischen Maßwerkfenster, die in den Fassadenseiten zur Brüder- und Kampstrasse vorzufinden sind, stammen wahrscheinlich vom Ende des 13. Jahrhunderts und wurden erst 1926-28 freigelegt und rekonstruiert. Erst in Quellen des 16. Jahrhunderts wird das Gebäude als Haus des Münzmeisters beschrieben. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde das Haus grundlegend umgebaut und erhielt den Standerker und einen Torbogen in Formen der Weserrenaissance. |
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| #88 | Büro- und Geschäftshaus Weststraße 52 |
| Kategorie: | Verwaltungs-/Bürogebäude |
| Standort: | Hamm |
| Baujahr: | 1927 |
| Kurzbeschreibung: | Büro- und Geschäftshaus, Weststraße/Ritterstraße |
| Langbeschreibung: | Unter den Bauten des frühen 20. Jahrhunderts ist das an der Ecke Weststraße/Ritterstraße gelegene, unter Denkmalschutz stehende Büro- und Geschäftshaus hervorzuheben. Das Gebäude mit den expressionistischen Formen wurde 1927 nach einem Entwurf des Architekten Max Krusemark errichtet und ist dem Backsteinexpressionismus zuzurechnen. Wie einen „Schiffsbug gegen die Brandung“ setzte der Münsteraner Architekt Krusemark (geb. 30.10.1887 in Breslau) den Klinkerbau auf das Eckgrundstück zwischen West- und Ritterstraße am Westentor. Dem Architekten Max Krusemark widmete das Städt. Gustav-Lübcke-Museum Anfang 1928 eine Ausstellung. Bauherr des Geschäftshauses war der Schuhhändler C. Viehoff. Im 1. Obergeschoss befand sich das „Cafe Metropol“, ein beliebter Treffpunkt für jung und alt der damaligen Zeit. Salon und Aussichtsdeck gaben Gelegenheit zum Sehen und Gesehenwerden. Von hier konnte man das geschäftige Treiben in der Weststraße und am Westentor beobachten. Mitte der 1930er Jahre erfolgten kleinere Umbaumaßnahmen. In den Jahren 1948/1949 wurden dann erste bauliche Maßnahmen zur Beseitigung der Kriegsschäden durchgeführt. Die immer noch sichtbaren Kriegsbeschädigungen im Bereich der Ritterstraße wurden im Jahre 1966 durch Wiederaufbau und Instandsetzung nach den Plänen des Architekten C. H. Wibbe aus Hamm beseitigt. Eigentümer des Büro- und Geschäftshauses war die Fa. Alfred Rosenberger. |
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| #89 | Bürogebäude für ein Architekturbüro |
| Kategorie: | Verwaltungs-/Bürogebäude |
| Standort: | Münster |
| Baujahr: | 2005 |
| Kurzbeschreibung: | Neubau eines Bürogebäudes in einer nur 3,70 Meter breiten Baulücke |
| Langbeschreibung: | In einem innenstadtnahen Quartier von Münster, dem Geistviertel, wurde in einer sehr schmalen, ca. 3,70 Meter breiten, Baulücke ein dreigeschossiges Gebäude in Massivbauweise als Bürogebäude für das Architekturbüro Landheer errichtet. Zwischen den beiden Nachbargebäuden aus den 1950er Jahren, stand bis zur Realisierung der Baumaßnahme eine marode Garage. Das neue Gebäude fügt sich in die Bauflucht der Straße ein, wirkt durch Wahl der Fassadenmaterialien aber ausgesprochen eigenständig und vermittelt durch die Höhenstaffelung der Fassade zwischen den angrenzenden Baukörpern. Das neu bebaute Grundstück bestand aus zwei Flurstücken mit unterschiedlichen Eigentümern. Mit einem der Eigentümer wurde das Projekt abgewickelt und die beiden Flurstücke vereinigt. Das Projekt wurde in enger und kooperativer Zusammenarbeit mit dem Bauordnungsamt der Stadt Münster geplant und realisiert. |
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| #90 | Bürogebäude G75 |
| Kategorie: | Verwaltungs-/Bürogebäude |
| Standort: | Köln |
| Baujahr: | 2002 |
| Kurzbeschreibung: | Büroneubau für ein Architekturbüro in offener aber geometrisch strenger Gestaltung |
| Langbeschreibung: | Das Bürogebäude am Gereonswall, welches vom Architekturbüro Schilling für das eigene Architekturbüro erbaut wurde, zeichnet sich durch seine, von einer modularen und einer strengen Geometrie bestimmten Konstruktion aus. Entstanden sind vier übereinander geschichtete Ebenen in Stahlbetonskelettbauweise, deren Rasterfelder sowohl in der Vertikalen als auch in der Horizontalen wahlweise mit Glas oder zweischaligem Sichtbeton ausgefacht wurden. An den ausgestanzten "Fehlstellen" entwickelt sich ein Wechselspiel zwischen offenen und geschlossenen Flächen, Außen- und Innenraum. Luft und Verbindungsräume lassen durch die ausgesparten Deckenfelder ein Raumkontinuum entstehen. Der Innenraum treppt sich über drei doppelgeschossige Lufträume ab und ermöglicht Durchblicke in der ganzen Tiefe des Hauses. Steht man vor dem Haus so kann der Blick nahezu ungehindert durch das gesamte Gebäude bis in die weitesten Ecken des Hauses wandern ohne das eigentliche Ausmaß des Hauses zu erkennen. Durch die interne Topographie von Binnenräumen, Ebenen und doppelgeschossigen Lufträumen ist eine Bürolandschaft entstanden, die beim Durchqueren nicht groß aber geräumig wirkt. Offenheit, das Thema auch im Inneren. Zugunsten einer freieren Raumnutzung wurde sowohl auf horizontale wie auch auf vertikale Abtrennungen verzichtet. Bis auf den längsseitig minimierten Kern und den Sanitärbereich fehlen Zwischenwände gänzlich. Trotz aller Offenheit sind durch das geometrisch strenge Konstruktionsraster klar strukturierte Räume entstanden. Arbeitsinseln, in denen sich je nach Projektauftrag Projektgruppen bilden und einrichten. Die einzelnen Raumzonen können demnach ebenso gut als Arbeitsräume, Chefzimmer und als Besprechungsraum genutzt werden. Mehr auf koelnarchitektur.de |
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| #91 | Bürogebäude Lünen |
| Kategorie: | Verwaltungs-/Bürogebäude |
| Standort: | Lünen |
| Baujahr: | 1995 |
| Kurzbeschreibung: | Neubau eines kleinen Verwaltungsgebäudes in Lünen |
| Langbeschreibung: | Ein durch Biotope gegliedertes Hügelgebiet mit Aussicht auf die landschaftsprägende Horizontale des Dattel-Hamm-Kanales am nördlichen Rande des Ruhrgebietes bildet die Umgebung für dieses kleine Bürogebäude. Der backsteinerne Kubus mit seinen Wege- und Stellplatzflächen grenzt sich klar von der rauhen Landschaft ab. Das Vorbild für den progressiven Umgang mit dem traditionellen Material Backstein findet sich in Mies van der Rohes Bauten „Haus Esters“ und „Haus Lange“ in Krefeld. Einer Skulptur gleich wird der Kubus zur Lenkung von Weg, Licht und Ausblick bearbeitet. An diesen "Einschnitten" wechselt die Textur des rohen Klinkers zu den glatten Flächen des Glases oder Feinputzes. Trotz der plastischen Lebendigkeit der Fassadengestaltung strahlt das Bauwerk eine selbstverständliche Gelassenheit aus. Auch das Innere des Gebäudes wird von dem Konzept "Backsteinskulptur" bestimmt: Die Oberflächen sind in einen Farbkanon von Rot- und Gelbtönen getaucht und die Raumkörper werden entsprechend ihrer Nutzungen durch verschiedenste Lichtstimmungen und Ausblicksmöglichkeiten inszeniert. |
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| #92 | Büroturm Servicecenter Münster |
| Kategorie: | Verwaltungs-/Bürogebäude |
| Standort: | Münster |
| Baujahr: | 2001 |
| Kurzbeschreibung: | Neubau eines 42 Meter hohen Büroturms mit ovaler Grundfläche |
| Langbeschreibung: | Das zwölfstöckige Bürogebäude ist mit seiner Höhe von 42 Metern für ankommende Auto- sowie Bahnfahrer gut sichtbar und markiert mit seiner Turmwirkung den Stadteingang. Mit seinem ovalen Grundriss und der glatten außenbündigen Fassadenhülle aus Stahl und Glas erhält das Gebäude ein sehr homogenes und geschlossenes Erscheinungsbild. Durch das geschossweise Verschieben des Fensterrasters und variierende Fenstergrößen erscheint die Fassade jedoch gleichzeitig abwechslungsreich. Hinter den Alu-Paneelen versteckte Lüftungsflügel ermöglichen einen einschaligen Fassadenaufbau. Die Büroräume sind als Teambüros ausgebildet und sind ringförmig an der Außenfassade angeordnet. |
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| #93 | Bösl Medizintechnik GmbH |
| Kategorie: | Verwaltungs-/Bürogebäude |
| Standort: | Aachen |
| Baujahr: | 2004 |
| Kurzbeschreibung: | L-förmiger Gewerbeneubau mit eingeschossigem Produktionstrakt und zweigeschossiger Verwaltung |
| Langbeschreibung: | Für ein Aachener Unternehmen aus der Medizintechnik wurde im Gewerbegebiet „Auf der Hüls“ im Aachener Osten ein Neubau für Produktion und Verwaltung errichtet. Die vorhandene Bebauung an der Charlottenburger Allee, eine Reihung zweigeschossiger Solitäre mit gehobenem Nutzungs- und Architekturanspruch wird durch den Neubau ergänzt und städtebaulich fortgeführt. Das Gebäude ist als L-förmige Anlage mit eingeschossigem Produktionstrakt und zweigeschossiger Verwaltung konzipiert. Die Gebäudeform definiert einen Erschließungshof, der zum Parken und zur Anlieferung dient. Das Konzept ermöglicht eine spätere modulare Vergrößerung und U-Form. Im Erdgeschoß des Verwaltungstraktes befinden sich die Verkaufsabteilung und der Sozialraum. Über das Entrée erschließt man das Obergeschoss mit Schulungsraum und Büro der Firmenleitung. Zwischen dem an der Strasse gelegenen Verwaltungstrakt und der dahinter liegenden Produktion befindet sich die Technikzone einschließlich Sanitäranlagen. Der Stahlskelettbau ist im Bereich der Produktion auf einem Raster von 4.80m x 4.80m mit Pendelstützen und einer Überspannung durch Fachwerkträger von 9.60m Länge errichtet, um die geforderte hohe Flexibilität zu gewährleisten. Die Außenwände sind als Sandwichbauteile mit hoher Wärmedämmung und hinterlüfteter Metallfassade konzipiert, großzügige Verglasungen dienen der optimalen natürlichen Belichtung und gewährleisten angenehme Freiraumbezüge. |
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| #94 | Capricorn Haus Medienhafen |
| Kategorie: | Verwaltungs-/Bürogebäude |
| Standort: | Düsseldorf |
| Baujahr: | 2006 |
| Kurzbeschreibung: | Das Capricorn Haus Medienhafen steht am Düsseldorfer Hafen und bildet den neuen Eingang am südlichen Ende |
| Langbeschreibung: | Das Capricorn Haus Medienhafen steht am Düsseldorfer Hafen und bildet den neuen Eingang am südlichen Ende. Das im Mai 2006 fertiggestellte Gebäude wurde von den Kölner Architekten Gattermann + Schossig errichtet. Die Besonderheit des Bürogebäudes liegt in der von Gattermann + Schossig entwickelten Fassade, die geprägt ist von roten Glaspaneelen. Die schallemissionsbelastete Lage des Gebäudes führte zur Entwicklung der multifunktionalen i-modulFassade. Dieses Fassadenmodul beinhaltet die gesamte notwendige Technik, um das individuelle Raumklima zu steuern. Es ist ausgestattet mit einem eigenen Lüftungssystem zum Kühlen, Heizen, Lüften und zur Wärmerückgewinnung. Außerdem sind in dem Fassadenpaneel Beleuchtungs-, Schallabsorptions- und Raumakkustikelemente integriert. Durch das dezentrale Konzept der Gebäudetechnik wurde eine flexible Grundrissgestaltung mit allen Büroformen möglich. Weitere ökologisch-energetische Anforderungen an die zukünftige Bauweise können schon heute durch das Gebäude erfüllt werden: kompakte Bauweise mit zukunftsweisenden Bauteilen, beispielhafte Wärmedämmung, innovative Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung, Betonkernaktivierung in Verbindung mit Kältegewinnung aus Grundwasser (Geothermienutzung), natürliche Belüftungskonzepte sowie moderner MSR Technik für geringe Betriebskosten. |
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| #95 | Carl-Alexander-Park Baesweiler |
| Kategorie: | Parks |
| Standort: | Baesweiler |
| Baujahr: | 2002-2008 |
| Kurzbeschreibung: | Parkkonzept auf dem Gelände einer ehemaligen Zeche im Rahmen der EuRegionale 2008 |
| Langbeschreibung: | Der Carl-Alexander-Park ist eine Gesamtkonzeption für die Entwicklung von Stadt und Landschaft am Stadtrand von Baesweiler auf dem Gelände einer ehemaligen Zeche im Rahmen der EuRegionale 2008. Den Besucher erwartet ein großartiges Natur- und Topographieereignis. Ein spannender Bergaufstieg führt auf die ehemalige Bergehalde über Schwebesteg und Himmelstreppe bis hinauf auf das Bergplateau. Die Landschaftsader am Fuß der Halde ist ein gestalteter Parkkorridor, ein Entdeckungs- und Erholungsraum im regionalen Verbund mit dem Wurmtal. Darin liegt das Bergfoyer, ein zentraler Treff- und Ankerpunkt im Carl-Alexander-Park und Tor zum Aufstieg auf den schwarzen Berg. |
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| #96 | Carsch-Haus |
| Kategorie: | Handel |
| Standort: | Düsseldorf |
| Baujahr: | 1913-1915 |
| Kurzbeschreibung: | Bau mit einer Natursteinfassade aus Sandstein im neoklassizistischen Stil |
| Langbeschreibung: | Im Auftrag von Paul Carsch plante der Architekt Otto Engler ein „Haus für vornehme Herren- und Knabenbekleidung.“ Es entstand ein fünfgeschossiger Bau im neoklassizistischen Stil mit einer Natursteinfassade aus Sandstein, die von einer Eisenbeton-Skelettkonstruktion getragen wurde. Die Fassade wird von einer Kolossalordnung beherrscht, die von einem breiten Fries abgeschlossen wird und den Übergang zum Mezzaningeschoß bildet, dem ein abgeflachtes Walmdach mit Erkerfenstern folgt. Engler paßte den Bau der niedrigen Altstadtbeauung und dem unregelmäßigen Baugrund an. Nach den Kriegszerstörungen brachten die Besatzungsmächte ein Kulturzentrum in dem Bau unter, dass eine Umgestaltung der Innenräume zur Folge hatte, wie schon im gegenüberliegendem Kaufhof ist von der ursprünglichen Inneneinrichtung nichts geblieben. 1970 erwog die Stadt den Abriß des Gebäudes für den Bau der U-Bahn und des U-Bahnhofs Heinrich-Heine-Allee. Der Rheinische Verein für Denkmalpflege erstellte 1976 ein Gutachten, das eine Versetzung 23m nach Westen möglich machte. Die Horten-AG übernahm hierfür die Kosten und eröffnete 1984 das Carsch-Haus wieder als Kaufhaus. |
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| #97 | Christuskirche, Schwelm » Website |
| Kategorie: | Sakralbauten |
| Standort: | Schwelm |
| Baujahr: | 1842-1849 / 1952 |
| Kurzbeschreibung: | Mit 1200 Sitzplätzen ist der klassizistischer Saalbau mit Doppelturmfront die größte Kirche in Westfalen |
| Langbeschreibung: | Der Vorgängerbau der Christuskirche wurde 1085 unter dem Erzbischof von Köln erbaut. Nach einem Brand 1520 wurden die Kirche und das Pfarrhaus zerstört und 1522 wieder aufgebaut. Nach einem erneuten Brand im Jahre 1722 wurde das Gotteshaus 1724 als reformierte Kirche wiedereröffnet. Der nach dem Ersten Weltkrieg wieder aufgebaute klassizistische Saalbau mit romanischen Anklängen hat an der Stirnseite unter der Empore eine künstlerisch gestaltete Gedenkstätte für die Gefallenen. Auch den Bombenangriffen des Zeiten Weltkrieges fiel die Kirche zum Opfer und wurde bis 1952 mit ihrer weit sichtbaren Doppelturmfassade wieder aufgebaut. Heute ist die dreischiffige Kirche ca. 52 Meter lang, 26 Meter breit und besitzt Türme mit einer Höhe von 56 Metern. Die Turmhelme wurden 1968 saniert und 1992 wurde eine neue Orgelanlage von Baumeister Reinhart Tzschöckel installiert. Mit ihren ca. 1200 Sitzplätzen ist sie die größte Kirche in Westfalen. |
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| #98 | Clemens-Sels-Museum » Website |
| Kategorie: | Kulturbauten (Kino, Theater, Museen) |
| Standort: | Neuss |
| Baujahr: | 1975 |
| Kurzbeschreibung: | Museumsbau von 1975 am historischen Obertor in Neuss |
| Langbeschreibung: | Der an der Formensprache der Moderne orientierte, kubische Bau stellt sich nach außen geschlossen dar. Die natürliche Belichtung der Ausstellungräume erfolgt über ein Fensterband, das unterhalb der Decken verläuft. Das Museum verfügt über Ausstellungsflächen im Kellergeschoss sowie in zwei oberirdisch liegenden Geschossen. Weitere, kleine Ausstellungsräume finden sich im historischen "Obertor", das dem Bauwerk gegenüberliegt und das über eine geschlossene Brücke mit dem Neubau verbunden ist. |
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| #99 | Clemenskirche Münster |
| Kategorie: | Sakralbauten |
| Standort: | Münster |
| Baujahr: | 1745-53 |
| Kurzbeschreibung: | Barocker Zentralbau in Massivbauweise mit Backsteinfassade und plastischer Fassadenausbildung |
| Langbeschreibung: | Die ehemalige Hospitalkirche der 1732 gegründeten Niederlassung der Barmherzigen Brüder wurde 1745-53 von Johann Conrad Schlaun im Auftrage des Kurfürsten Clemens August zusammen mit Kloster und Spital errichtet. Die an die Kirche anschließenden Konventsgebäude wurden im letzten Krieg zerstört, so dass die Kirche heute isoliert erscheint. Sie ist ein kleiner, barocker Zentralbau in Massivbauweise mit Backsteinfassade und Werksteingliederungen. Besonders eindrucksvoll ist die plastisch ausgebildete, vorschwingende Fassade des mit Pilastern gegliederten Eingangsbereiches und die wiederhergestellte Raumwirkung mit reichen Stuckdekorationen und Malereien. Auch heute noch ist die imposante städtebauliche Lösung Schlauns nachvollziehbar. Die Kirche ist aufgrund ihrer städtebaulichen, architektur- und kunstgeschichtlichen Bedeutung und als herausragendes Bauwerk des für Münster und Westfalen bedeutenden Barockarchitekten J. C. Schlaun denkmalswert. |
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| #100 | Colorium |
| Kategorie: | Verwaltungs-/Bürogebäude |
| Standort: | Düsseldorf |
| Baujahr: | 2001 |
| Kurzbeschreibung: | 62 Meter hohes Bürogebäude mit farbig gestalteter Fassade. |
| Langbeschreibung: | Das 17-geschossige Bürohochhaus fällt im Medienhafen sowohl durch seine Höhe von 62 Metern als auch durch seine Farbigkeit auf. Die Fassade des Gebäudes besteht aus 2000 farbig bedruckten Gläsern, bei denen sich vollflächig bedruckte Flächen mit vierfarbig gemusterten Elementen abwechseln. Die Brüstungen sind komplett farbig gestaltet, die Fenster nur teilweise bedruckt. Das signalrote Technikgeschoss in der obersten Etage ragt über das Hafenbecken hervor und wird nachts beleuchtet. An der der Stadt abgewandten Südseite zeigt sich das Treppenhaus des Colorium in parallelen Fassadenschlitzen, schwarz-weiße Farbbänder stellen die Treppenkonstruktion in stilisierter Form an der Außenseite dar. Auch im Eingangsbereich wird die Farbigkeit des Gebäudes konsequent weitergeführt. Die Eingangshalle ist in Grün, Orange und Gelb gehalten, giftgrüne Rampen schweben über dem orangefarbenen Fußboden. Den Nutzern bietet das Gebäude etwa 8000 Quadratmeter Bürofläche, die Geschosse können durch ein flexibles Trennwandsystem individuell unterteilt werden. |
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| #101 | CONSOL 4 Musikprobenzentrum Gelsenkirchen » Website |
| Kategorie: | Kulturbauten (Kino, Theater, Museen) |
| Standort: | Gelsenkirchen |
| Baujahr: | 1863/1958/1976/1996/2005 |
| Kurzbeschreibung: | Umnutzung des Maschinengebäudes der Zeche Consol 4 in ein Musikprobenzentrum |
| Langbeschreibung: | Die Umnutzung des denkmalgeschützten industriehistorischen Maschinenhauses mit Förderturm an der Schachtanlage 4 zum Musik- bzw. Rockprobenzentrum ist Inhalt dieses Projektes. Zentrales Thema ist die Wiederbelebung der Schachtanlage als Einheit. Turm und Maschinenhaus gehören zusammen und sollen auch funktional wieder verbunden werden. In die bestehende Fördermaschinenhalle werden, mit Abstand zur vorhanden Konstruktion, 40 Proberäume in massiver Bauweise eingesetzt. Das neue „Haus im Haus“ - System ist gänzlich von der Hülle entkoppelt. Die aus Schallschutzgründen fensterlosen Räume werden über eine Dachlüftungszentrale klimatisiert. Mit der Umsetzung der Planung in den Bestandsgebäuden auf Consolidation 3/4/9 - Consol Theater, Musikprobenzentrum sowie Sicherung der Hängebank und Pförtnerhaus - soll zeitgleich die Gestaltung des Umfeldes erfolgen. Für die weitere Entwicklung des Gebietes ist es sinnvoll, den Bereich um das Musikprobenzentrum sowie dem Consol-Theater eindeutiger zusammenzufassen, um die neugenutzten historischen Industriebauwerke in der Gesamtplanung deutlich zu positionieren. Die räumliche Ausformulierung eines Kulturdreiecks, basierend auf der geometrischen Ausrichtung des ehemaligen Bergwerkes und seinen Gebäuden, bildet den Auftakt der Gesamtanlage. |
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| #102 | Corvarastraße |
| Kategorie: | Ein-/Zweifamilienhäuser |
| Standort: | Dortmund |
| Baujahr: | 2001-2008 |
| Kurzbeschreibung: | Überplanung eines ehemaligen Gärtnereigrundstücks mit individuellem Einfamilienhausbau |
| Langbeschreibung: | Die Verbindung von individuellem Einfamilienhausbau, zeitgenössischer Architektur und gutem Städtebau ist in der Corvarastraße so gut gelungen, dass sich heute immer öfter Besucher in der Straße umsehen. Dabei ist sie mehr als eine gebaute Ausstellung. Der städtebauliche Grundgedanke zur Überplanung des ehemaligen Gärtnereigrundstücks sah eine in leichtem Bogen von Nord nach Süd verlaufende Erschließungsstraße vor, an deren Westseite eine homogene Doppelhauszeile in kubischer Formensprache das Gegenüber für acht individuell gestaltete, freistehende Einfamilienhäuser bildet. Im verbindlichen Bebauungsplan wurden einheitliche Abstände aller Gebäude voneinander und zur Straße sowie die Farb- und Materialwahl festgelegt. Die Vermarktung der Doppelhaushälften lief allerdings nicht in der gewünschten Form. Sie wurden durch freistehende Einfamilienhäuser ersetzt, die intendierten Qualitäten der neuen Nachbarschaft blieben jedoch erhalten. Mehr noch – die Wohnqualität scheint insbesondere von Fachleuten geschätzt zu werden. In der kleinen Corvarastraße haben sich sechs Architekten angesiedelt. Der öffentliche Straßenraum wird durch den Umgang mit Regenwasser gestaltet, über eine Mittelrinne wird es in ein naturnah gestaltetes Regenrückhaltebecken eingeleitet. Das Regenwasser der südöstlich gelegenen Häuser wird wie zu Zeiten der Gärtnereinutzung in den vorhandenen Teich eingeleitet. |
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| #103 | Crüwellhaus |
| Kategorie: | Handel |
| Standort: | Bielefeld |
| Baujahr: | 1530 |
| Kurzbeschreibung: | Patrizierhaus mit spätgotischen Staffelgiebel im historischen Altstadtkern von Bielefeld |
| Langbeschreibung: | Die Fassade des Gebäudes wurde im 19. Jahrhundert verändert. Hinzu kamen Ladenlokale im Erdgeschoss. Im Zweiten Weltkrieg brannte das Gebäude vollständig aus, wurde aber 1949 mit bestehender Originalfassade wieder aufgebaut. Verändert wurden die Fenster: Statt der großen Schaufenster wurden kleinere Kreuzstockfenster eingebaut. Im Treppenhaus und auf den Fluren befinden sich 7000 Delfter Kacheln aus dem 16.-18. Jahrhundert. Es ist die wahrscheinlich größte Kachelsammlung dieser Art. |
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| #104 | Dalkeinsel Gütersloh |
| Kategorie: | Parks |
| Standort: | Gütersloh |
| Baujahr: | 2006 |
| Kurzbeschreibung: | Licht- und Luftbad im Gütersloher Stadtpark |
| Langbeschreibung: | Im Jahre 2006 wurde mit dem Projekt Licht- und Luftbad eine Insel inmitten des Dalkebachs im Gütersloher Stadtpark hergestellt. Dabei galt es die neue Grünanlage harmonisch und dennoch zeitgemäß in den historischen Stadtpark zu integrieren, welcher ab 1908 im landschaftlichen Stil der Lenné-Meyerschen Schule angelegt und vier Jahre später durch den Botanischen Garten erweitert wurde. Der städtische Fachbereich Grünflächen knüpfte mit seiner Planung für das Licht- und Luftbad an die Tradition des Naturheilvereins Prießnitz an, der das knapp 4.500 m² große Grundstück seit 1894 im Sinne der Naturheilkunde (Wasser / Licht / Luft / Bewegung) genutzt hat. Im Jahre 2000 erfolgte eine Schenkung an die Stadt Gütersloh mit der Auflage, das Grundstück in den Stadtpark einzubeziehen und öffentlich nutzbar zu machen. Das Gelände befindet sich am Dalkebach im unmittelbaren Einmündungsbereich eines Umflutgrabens. Der starre, regelhafte Lauf der Dalke wurde zugunsten einer neuen Auenlandschaft aufgelöst. Angelegte Flachwasserzonen schaffen neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Das Licht- und Luftbad wird aus dem Stadtpark über eine Brücke erschlossen. Eine Ufermauer umfasst die Westspitze der Insel und hebt sie unverkennbar aus dem umgebenden Fließgewässer hervor. Eine Sitzmauer unterteilt die Insel in zwei Plateaus. Ein gradlinig gestalteter Pavillon akzentuiert das obere Plateau und bietet Aufenthaltsmöglichkeit sowie Wetterschutz. Eine kleine Platzfläche in der Inselspitze eröffnet ebenso den Einblick in den Bachlauf wie eine Steganlage in Nähe des Pavillons. Die historische Nutzung als Luftbad wurde in der Anlage einer großzügigen Liegewiese auf dem unteren Plateau aufgenommen. Sieben purpurrote Parkliegen laden zum Ruhen inmitten der Natur ein. Ein großzügiges, gestaffeltes Holzdeck im südöstlichen Eck der Insel ermöglicht den direkten Zugang zur Wasserfläche und bietet einen Einblick in die Auenlandschaft. Ein Beleuchtungskonzept setzt das gesamte Objekt während der Dunkelheit stimmungsvoll in Szene und erzeugt Raumtiefe und Spannung. Natürliche Wasserbewegungen und -spiegelungen unterstreichen den Inselcharakter und die Besonderheit dieses einzigartigen Ortes im Gütersloher Stadtpark. |
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| #105 | Demonstrationshalle und Zentrum für Sicherheitstechnik |
| Kategorie: | Verwaltungs-/Bürogebäude |
| Standort: | Haan |
| Baujahr: | 2005 |
| Kurzbeschreibung: | Gebäudekubus mit geschlossenen Ziegelflächen und markanten Einschnitten |
| Langbeschreibung: | Backstein und Ziegel- dieser Baustoff gilt seit je her als Symbol für das Mauern und damit für das Bauen an sich. Durch die Wahl dieses Materials für die Fassade wird die Funktion des Gebäudes als Bildungsstätte der Bau-Berufsgenossenschaft durch seine äußere Erscheinung selbstverständlich kommuniziert. Backstein, (Sicht)-beton und Holz. Die Wahl dieser Baustoffe folgt dem Gedanken, das Bauen durch typische, einfache Materialien zu symbolisieren. Gleichzeitig war damit für Robustheit, Natürlichkeit und Authentizität gesorgt. Der streng geometrische Gebäudekubus lebt von der Spannung zwischen markanten Einschnitten bzw. Öffnungen zu homogen geschlossenen Ziegelflächen. Der blockhafte, skulpturale Ziegelkörper wirkt wie von einem Bildhauer bearbeitet. Gezielt gesetzte Tageslichtöffnungen und akzentuierte Ein- und Ausblicke in die unterschiedlichen Funktionsbereiche schaffen ein spannendes Raum- und Architekturerlebnis. Der Neubau der Bauberufsgenossenschaft in Haan vereint unterschiedlichste Funktionsbereiche unter einem gemeinsamen Dach. Er beherbergt ein Schulungszentrum für die Mitglieder der Bau-Berufsgenossenschaft sowie ein Prüf- und Zertifizierungszentrum für Bauprodukte. Zusätzlich sind Räume für die Verwaltung der BauBG untergebracht. Das Gebäude reagiert mit schlankem Rumpf und markanten Enden auf die Grundstückskontur; es duckt sich zu den Wohnbauten hin und verwächst dort durch die Begrünung der Fassaden mit der Natur; es gräbt sich mit seinem Fallturm ins Erdreich herein und verheimlicht seine Größe. Zur bereits bestehenden Schulungsstätte gegenüber zeigt es sich jedoch markant und selbstbewusst. Die unterschiedlichen Funktionsbereiche haben jeweils ihren eigenen und unverwechselbaren Ausdruck und sind von außen ablesbar: der begrünte „Fallturm“, der durch Fensterband geprägte Verwaltungstrakt und der plastisch ausgeformte Kopf der Schulungsstätte. Der Eingangsbereich im Kopfbau wird durch den schräg angeschnittenen Einschnitt eindeutig markiert. Dort gruppieren sich um die offene, zentrale Treppenanlage die mehrgeschossige Schulungshalle und die Gruppenräume. Von hier aus bietet sich dem Besucher ein erster Blick in die elf Meter hohe Demonstrations- und Versuchshalle. Auf der anderen Seite der Eingangshalle sind die technischen Büros bzw. Werkstätten untergebracht. Den Abschluss bildet schließlich der zur Hälfte in der Erde versenkte 18 Meter hohe Prüfturm. |
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| #106 | Denkmalgeschütztes Fachwerk-Wohnhaus A. |
| Kategorie: | Ein-/Zweifamilienhäuser |
| Standort: | Freudenberg |
| Baujahr: | 1666 / 1980-81 |
| Kurzbeschreibung: | Sanierung und Umbau eines denkmalgeschützten Fachwerkgebäudes mit Anpassung an zeitgemäße Wohnbedürfnisse |
| Langbeschreibung: | Das innerhalb des Gesamtensembles der Freudenberger Altstadt „Alter Flecken" unter Denkmalschutz stehende Fachwerkgebäude stammt nachweislich direkt aus den Jahren nach dem großen Stadtbrand 1666. Im Rahmen des Modellvorhabens des Landes NRW wurde das Gebäude in den Jahren 1980/81 als Durchbaumaßnahme vollkommen saniert und neu ausgebaut. Der desolate Zustand und der Zerstörungsgrad machten eine völlige Entkernung erforderlich, die dem damaligen Denkmalbegriff entsprach. Gefache und Ausbauteile wurden zunächst komplett entfernt, was aufgrund des Zustandes unvermeidbar war. Die Schadenanalyse der Hölzer ergab die Herausnahme und den Austausch von etwa 60 % der Außenwände. Nach Windsicherung und Unterfangen des Daches durch Rundholzstützen wurde das Kellergeschoss tiefer geschachtet und neu in Sichtbeton erstellt. Die heutigen Wohnbedürfnissen entsprechenden Raumhöhen wurden durch die Absenkung der Massivdecken in EG und 1.OG erreicht. Die notwendige, komplette Erneuerung aller Innenkonstruktionen ermöglichte einen offenen und transparenten Grundriss über insgesamt sechs Ebenen als Split- Level nach zeitgemäßen Wohnvorstellungen und Gestaltungskriterien. |
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| #107 | Deutsches Bergbaumuseum Bochum » Website |
| Kategorie: | Kulturbauten (Kino, Theater, Museen) |
| Standort: | Bochum |
| Baujahr: | 1941 |
| Kurzbeschreibung: | Museum des Deutschen Bergbaus |
| Langbeschreibung: | Im Jahr 1930 beschlossen die Westfälische Berggewerkschaftskasse und die Stadt Bochum die Gründung eines "Geschichtlichen Bergbau-Museums“. Ursprünglich in den Hallen des stillgelegten städtischen Schlachthofes untergebracht, entstand zwischen 1935 und 1941 unter Leitung des bekannten Industriearchitekten Fritz Schupp der bauliche Kern des heutigen Museums. Er übernahm einerseits Formen des Industriebaus für das Museum, kubische Baukörper mit hochrechteckigen Fenstern und betonten Ecken, gleichzeitig aber entsprach der Eingangsbereich durchaus den ästhetischen Vorstellungen der NS-Machthaber. Heute beherbergt das Deutsche Bergbau Museum umfangreiche montanhistorische Sammlungen, die in verschiedenen Abteilungen und Sonderausstellungen die weltweite Bergbaugeschichte erzählen. Eine besondere Attraktion ist das Anschauungsbergwerk, das seit 1936 in ca. 20 Meter Tiefe unter dem Museum angefahren wird. Auf einer Fläche von rund 20 000m² mit 3 km Streckenlänge werden die realen Verhältnisse in einem Bergwerk sowie die eingesetzten Verfahren und Techniken gezeigt. Mit seinen über 420 000 Besuchern im Jahr zählt die 1976 in "Deutsches Bergbau-Museum Bochum" umbenannte Einrichtung zu den meistbesuchten Bildungsinstitutionen Deutschlands. Über dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum steht das ebenfalls von Schupp entworfene Fördergerüst der ehemaligen Dortmunder Zeche Germania. Mit dem Förderkorb kann der Besucher hinauffahren und weite Teile des Ruhrgebietes überblicken. Siehe auch Erweiterungsbau Deutsches Bergbaumuseum |
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| #108 | Deutsches Sport & Olympia Museum |
| Kategorie: | Kulturbauten (Kino, Theater, Museen) |
| Standort: | Köln |
| Baujahr: | 1999 |
| Kurzbeschreibung: | Umbau der alten Zollhalle des Rheinauhafens zum Deutschen Sport & Olympia Museum |
| Langbeschreibung: | In unmittelbarer Nachbarschaft zum Schokoladenmuseum und im Kontext der Umnutzung des Rheinauhafens zum Freizeit-, Wohn- und Büroareal, entstand in den neunziger Jahren ein weiteres Museum auf der Landzunge. Die Substanz der alten Zollhalle 10 des Rheinauhafens sollte erkennbar bleiben, gleichzeitig moderne Museumsarchitektur entstehen. Die behutsame Ergänzung nicht mehr vorhandener Gebäudeteile weckt die Erinnerung an die historischen Formen der Zollhalle. Besonders augenfällig wirkt in diesem Kontext die Rekonstruktion der Dachlandschaft. Das zweigeschossige langgestreckte Gebäude erhielt an den vier Ecken und in der Mitte markante Aufbauten. Auf der Dachfläche entstanden zudem ein Fußball- und ein Tennisplatz. Im Innern sind die ursprüngliche Architektur der zweigeschossigen Halle und ihre Wand- und Fenstergestaltung sichtbar geblieben. Die Verwendung von Stahl und Glas für die neuen Einbauten entspricht ebenfalls dem Charakter der ursprünglichen Industriearchitektur. Im Obergeschoss ist die Dauerausstellung untergebracht. Durch die Öffnung der Decke und eine umlaufende Galerie entstand eine Sichtverbindung zu Foyer und Cafeteria im Erdgeschoss. Die gesamte Ausstellungs- und Aktionsfläche umfasst ca. 2.000 qm. Die Dauerausstellung im Obergeschoss präsentiert 2500 Jahre Sportgeschichte von den Anfängen in Olympia bis zu modernen Wettkämpfen. Durch den Einbau der Galerie entstand ein Rundweg, der die Besucher durch die Inszenierungen und verschiedenen Themenbereiche leitet. Der Einbau der Ausstellungsarchitektur wurde transparent gestaltet, so dass die Struktur der alten Zollhalle erkennbar blieb. Mehr auf koelnarchitektur.de |
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| #109 | Deutzer Brücke |
| Kategorie: | Verkehrsbauten |
| Standort: | Köln |
| Baujahr: | 1948, 1976-80 |
| Kurzbeschreibung: | Schmale Hohlkasten-Balkenbrücke mit einer maximalen Spannweiten von 184 Metern |
| Langbeschreibung: | Die 1948 fertiggestellte Stahlkastenkonstruktion war die weltweit erste ihrer Art. Über der Fahrbahn treten keinerlei Tragteile mehr in Erscheinung, die die Sicht auf den Rhein und das Stadtbild Kölns verhindern könnten. Die Hohlkasten-Balkenkonstruktion aus Stahl von 1948 wurde zwischen 1976-80 durch eine Zwillingskonstruktion aus Stahlbeton verbreitert. Die Gesamtlänge der Brücke beträgt 437 Meter, bei Bogen-Spannweiten von 132, 184 und 120 Metern. Nach der Erweiterung von 1980 beträgt die Brückenbreite 32,60 m und bietet Platz für zwei Richtungsfahrbahnen, einer zweigleisigen Stadtbahnlinie und beidseitigen Fußgänger- und Radwegen. Der Stahlbetonkörper der Erweiterung enthält keine Einbauten und bildet so drei begehbare Räume, die für Kunstinstallationen und Konzerte genutzt werden. |
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| #110 | Die Kunstbar » Website |
| Kategorie: | Hotel/Gaststätten |
| Standort: | Köln |
| Baujahr: | 2009 |
| Kurzbeschreibung: | Neubau einer Bar an der Kölner Domplatte mit jährlicher wechselnder Innenraumgestaltung |
| Langbeschreibung: | Als eine Folge der umfassenden Neugestaltung der Kölner Domplatte und des Bahnhofvorplatzes entstand direkt gegenüber des Alten Wartesaals mit seinen denkmalgeschützten Sälen auch ein neuer Raum. Dessen bananenförmiger Grundriss, der sich bis unter die neue Freitreppe erstreckt und seine überdimensionierte, zylindrisch gebogene Fensteröffnung machen das Ladenlokal zu einem ungewöhnlichen Ort. Die Innenarchitektur wurde von Hans Jörg Przygoda des Kölner Architekturbüros “pH-129” gestaltet. In enger Kooperation mit dem renommierten, im Jahre 1839 gegründeten Kölnischen Kunstverein entsteht hier im Herzen Kölns nach vierjähriger Planungszeit ein Bar-Konzept der besonderen Art. Im jährlichen Wechsel schlägt der Kölnische Kunstverein einen renommierten Künstler vor, der die Aufgabe hat, die kunstbar mit einem vorgegebenen Budget zu gestalten. Dem Künstler wird hierbei weitgehende Freiheit gewährt. Hierzu gehören sämtliche Facetten künstlerischer Gestaltungsformen in Bezug auf Farbe, Licht, Ton (Musik), Malerei, Objekte, Foto/Video sowie Einrichtung. Auch das Getränkeangebot bestimmt der Künstler. So werden alle Komponenten zu einem unverwechselbaren Gesamtkunstwerk zusammengefügt. Dies jedoch nicht als „ausstellende Galerie“, sondern vielmehr in Form eines pulsierenden Barbetriebs, welcher - über die Kunst hinaus - Treffpunkt für die unterschiedlichsten Zielgruppen sein soll. |
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| #111 | Dienstleistungs und Gewerbepark Erin |
| Kategorie: | Parks |
| Standort: | Castrop-Rauxel |
| Baujahr: | 1989 - 1998 |
| Kurzbeschreibung: | Landschafts- und Gewerbepark in Castrop-Rauxel, dessen Gestaltung sich an irische Landschaften anlehnt |
| Langbeschreibung: | Im Jahr 1858 konsolidierte der aus Irland stammende Bergbauunternehmer William Thomas Mulvany mehrere Grubenfeldbesitztümer im Gebiet der Stadt Castrop. Zur Erinnerung an seine Heimat gab er der dort 1866 abgeteuften Schachtanlage den Namen Erin, eine latinisierte Form des gälischen Namens für seine Heimatinsel Irland. Mit der Zechenstilllegung von 1983 entstand in direkter Nachbarschaft zur Castroper Innenstadt eine 42 Hektar große Industriebrache. Ende der achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts wurden erste Bereiche des Areals in die Bebauungsplanung der Stadt aufgenommen und erste Pläne zur Neunutzung ausgearbeitet. Mit der Eingabe des Projektes in das Strukturprogramm IBA Emscher Park vereinigten sich die Planungsansätze zu einem Gesamtprojekt, dessen Entwicklung einen Dienstleistungsbereich, ein Gründungszentrum, gewerbliche Nutzungen sowie eine Freiflächen- und Landschaftsgestaltung vorsah. Basierend auf einem städtebaulichen Entwurf der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) und ergänzenden Entwürfen des Büros um Prof. Pridik und des Büros Schlegel und Spiekermann entstand ein Landschafts- und Gewerbepark, dessen Gestaltung sich an irische Landschaften anlehnte. Kontaminationslasten wurden in Landschaftsbauwerken eingekapselt, die heute künstlichen Hügelketten gleich die Gesamtfläche in gewerbliche Bereiche gliedern. Über 50 Prozent der heutigen Gesamtfläche beansprucht der Parkbereich. Ausgehend von der Castroper City prägt ein Achsenkreuz das gesamte Areal. Verbindendes Gestaltungselement in der Hauptachse ist ein Wasserlauf, der aus der Freilegung des ehemals verrohrten Obercastroper Bachs resultiert und das Rückrat des Wegesystems bildet. Im Osten der Fläche wird der Park durch moderne Verwaltungs- und Dienstleistungsbauten abgeschlossen. Ein als Industriedenkmal erhaltenes Fördergerüst erinnert an die bergbauliche Vergangenheit der Stadt. Die ehemaligen, 1990 restaurierten Industriegebäude wurden einer neuen Nutzung zugeführt. |
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| #112 | Dilldorfer Höhe » Website |
| Kategorie: | Platz und Quartiersplanung |
| Standort: | Essen |
| Baujahr: | 1999–2009 |
| Kurzbeschreibung: | Bestandsorientiertes Revitalisierungskonzept eines Kasernengeländes |
| Langbeschreibung: | Die Entwicklung eines neuen, attraktiven Wohnquartiers auf einer Militärbrache stand im Vordergrund, als im Rahmen eines städtebaulichen Wettbewerbes ein Bebauungskonzept entwickelt wurde, dessen Umsetzung heute durch verschiedene Architekten und in Teilen mit Förderungen des Landes NRW erfolgt. Ziel war es, das ehemalige Kasernengelände unter Einbeziehung der benachbarten Häuser zu einem Wohngebiet zu entwickeln. Der Siegerentwurf von den Architekten Damagnez, Söder und Mann aus Frankfurt a. Main überzeugte besonders durch die eindeutige Aufteilung in bebaute und unbebaute Freiflächen sowie die Gestaltung der Übergänge zur Landschaft. Die Architektur der Häuser ist modern, sachlich und hochwertig. Die Einfamilienhäuser zeichnen sich durch zeitgemäße Grundrisse und attraktive, aufgelockerte Fassadengestaltung aus, so dass sich Familien mit Kindern genauso wohl fühlen wie Singles und Paare – nicht zuletzt auch durch die 22 ganz unterschiedlichen Spielplätze (150–4000 m²) und den Spielpark, die heute Jung und Alt im Quartier zu Sport und Spiel einladen. Der 5 Fußballfelder große Spielpark ist das spannende Extra im Quartier. Kein Wunder, dass die Allbau AG im März 2004 für ihn den „Deutschen Spielraumpreis 2004“ erhielt. Ausgezeichnet wurden nicht nur die Idee und ihre Umsetzung, sondern auch der Weg der Planung: Die vielfältige Spiellandschaft ist das Ergebnis eines Prozesses mit Ideenwettbewerb und Anwohnerbeteiligung. |
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| #113 | Dinnendahlsche Fabrik |
| Kategorie: | Handwerk |
| Standort: | Essen |
| Baujahr: | 1820 / 1925 |
| Kurzbeschreibung: | Ehemalige Fabrikanlage aus den 1920er Jahren, Maschinenhalle mit Loftwohnungen ausgebaut |
| Langbeschreibung: | Nur die Fassade des Eingangsbereiches an der Westfalenstraße und die zu einer Loft-Anlage umgebaute Maschinenhalle an der Kunstwerkerstraße erinnern noch an die Gießerei und Maschinenfabrik von Franz Dinnendahl, die er 1820 an dieser Stelle erbauen ließ. Maschinenhalle, Einfriedung und Pförtnerhäuschen wurden um 1925 neu errichtet, nachdem ein Brand die alte Montagehalle an der Kunsthandwerkerstraße vernichtet hatte. Der Gebäudebestand steht seit 1992 unter Denkmalschutz. Die Fabrik, auch Kunstwerkerhütte genannt, die nach dem Tode ihres Gründers von seinen Söhnen Johann und Röttger Wilhelm weitergeführt wurde, produzierte hauptsächlich für den Bergwerks- und Hüttenbedarf u. a. Dampfmaschinen, Bohrmaschinen, Grubenventilatoren und Luftkompressoren. 1840 übernahm Röttger Wilhelm allein die Unternehmensleitung. 1890 erfolgte die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft unter dem Namen R.W. Dinnendahl AG. Nach der Verschmelzung des Unternehmens 1922 mit der Fabrik Westfalia Bochum zur Westfalia-Dinnendahl AG kam 1930 das Gröppel-Werk in Bochum hinzu. Noch in den 1950er Jahren beschäftigte die ehemalige Kunstwerkerhütte etwa 290 Arbeiter und war damit zweitgrößter Arbeitgeber nach den Zechen im damaligen Rellinghausen. Siehe auch Route-Industriekultur |
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| #114 | Disch-Haus Köln |
| Kategorie: | Handel |
| Standort: | Köln |
| Baujahr: | 1920er / 2008 (Umbau) |
| Kurzbeschreibung: | Revitalisierung des Disch-Hauses mit Sanierung der markant gekrümmten Travertin-Fassade |
| Langbeschreibung: | Das Gebäude wurde in den späten 1920er Jahren nach Plänen des Architekten Bruno Paul im Stil der "Neuen Sachlichkeit" erbaut. Die Architekten KSP Engel und Zimmermann sanierten das Haus behutsam und führten es seiner neuen Bestimmung als Gebäude für niveauvollen Einzelhandel in Verbindung mit modernen Büroflächen zu. Das Warenhaus Manufactum hat seine neue Filiale im Erdgeschoss bereits im Frühjahr 2008 bezogen. Durch eine flexible Raumgestaltung, die bereits in den Entwürfen von Bruno Paul vorgesehen war, können die fünf Büroetagen in jeweils bis zu vier separate Mieteinheiten unterteilt werden. Je zwei Einheiten lassen sich durch das Haupttreppenhaus, das zusammen mit dem neu in Betrieb genommenen Paternoster restauriert wurde, über das beeindruckende Foyer erschließen. Die beiden anderen Einheiten sind über zwei Nebentreppenhäuser zu erreichen. In enger Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde wurde auch die markant gekrümmte Fassade aus Travertin saniert und das charakteristische Erscheinungsbild der Fenster durch die filigrane Rahmung wiederhergestellt. Die Revitalisierung des Disch-Hauses zeigt, dass sich Charme und Formensprache historischer Gebäude durchaus mit den heutigen Anforderungen an moderne Büro- und Einkaufswelten verbinden lassen. |
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| #115 | Diözesanbibliothek » Website |
| Kategorie: | Kulturbauten (Kino, Theater, Museen) |
| Standort: | Münster |
| Baujahr: | 2005 |
| Kurzbeschreibung: | Bibliotheksneubau in strenger, regelmäßiger Formgebung |
| Langbeschreibung: | Die Diözesanbibliothek ist eines von drei Bauwerken des Gebäudeensembles, das Max Dudler für das Bischöfliche Generalvikariat in Münster erbaut hat. Neben der Überwasserkirche bilden zwei Gebäudekuben den Raum für Verwaltungsaufgaben und eine Begegnungsstätte. Das Bibliotheksgebäude ist ein dem schon vorhandenem Priesterseminar vorgelagerter Riegel von 70 Metern Länge. Alle Gebäude, die drei neuen, das Kirchenschiff der Überwasserkirche und das Priesterseminar liegen rechtwinklig zueinander Durch diese Anordnung entstehen eine neue Kreuz- und eine Bibliotheksgasse und neuer öffentlicher Raum. Die Bibliothek und auch die neuen Verwaltungsbauten sind mit Sandsteinplatten verkleidet und zeichnen sich durch ein strenges, gleichförmiges Erscheinungsbild aus. So verwendete der Architekt für die über 1000 Fenster der Gebäude lediglich zwei nahezu identische Hochformate, was zu einer fast abstrakten Wirkung führt. Im Innern der Bibliothek finden sich im Erdgeschoss der allgemeine Katalogbereich und der Ausstellungsraum für die Santini-Sammlung., im ersten Obergeschoss der dreigeschossige Lesesaal mit einer Fläche von rund 200 Quadratmetern. Zusammen mit den zwei weiteren Obergeschossen und zwei Untergeschossen bietet die Bibliothek einer Sammlung von 700.000 Büchern Platz. |
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| #116 | Diözesanmuseum » Website |
| Kategorie: | Kulturbauten (Kino, Theater, Museen) |
| Standort: | Paderborn |
| Baujahr: | 1968 -1975 |
| Kurzbeschreibung: | Museumsbau in eigenwilliger Formgebung, der den Domplatz von Paderborn städtebaulich gliedert |
| Langbeschreibung: | Das Diözesanmuseum gliedert die durch die Zerstörung im zweiten Weltkrieg entstandene große Freifläche vor dem Paderborner Dom städtebaulich neu. Durch die Positionierung des Museumsbaus entstanden zwei Stadtplätze: ein quadratischer Marktplatz und ein langgestreckter Platz vor dem Dom Leitender Entwurfsgedanke war die Schaffung eines Behälters, in dem die Exponate des Museums wie in einer Schatzkiste präsentiert werden. Das erklärt die massiv wirkende komplett mit verwalztem Blei verkleidete Großform, bei der keine Unterscheidung zwischen Dach- und Fassadenflächen besteht. Das Sockelgeschoss hingegen ist teils offen teils verglast und zieht den Besucher in das Gebäude. In Rücksichtnahme auf die darunter liegenden, alten Gewölbe des mittelalterlichen Bischofspalastes ist der Bau als Stützenkonstruktion ausgeführt. Gerade einmal vier Stützen tragen einen Stahlrost, an denen die einzelnen Etagenebenen aufgehängt sind. Somit scheint der Bau nahezu über den Gewölben zu schweben, die als Ausstellungsräume genutzt werden. Im Kontrast zur wuchtigen Fassade zeigte sich das Innere von einer für einen Museumsbau ungewohnten Transparenz. Aus museumskonservatorischen Gründen wurde das Gebäude in den Jahren 1991-93 saniert und umgebaut. In diesem Zuge wurden Glasfronten geschlossen, wodurch der Innenraum heute nicht mehr die gleiche ursprüngliche Helligkeit besitzt. |
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| #117 | DKV-Plus/H2 |
| Kategorie: | Verwaltungs-/Bürogebäude |
| Standort: | Köln |
| Baujahr: | 2005 |
| Kurzbeschreibung: | Erweiterung der Hauptverwaltung als ein Ensemble von drei unterschiedlichen Baukörpern |
| Langbeschreibung: | Die von 1967 bis 1970 von Prof. Kraemer-Pfennig-Sieverts Architekten, dem späteren Büro KSP errichtete Hauptverwaltung der Deutschen Krankenversicherung AG (DKV) ist ein als Großraumbüro konzipiertes, aus sieben polygonalen Turmelementen bestehendes Gebäudeensemble und beherbergt insgesamt 2.600 Arbeitsplätze auf bis zu 7.000 Quadratmeter großen Büroetagen Ein von den Architekten Jan Störmer Partner entworfenes Ensemble dreier Baukörper namens „DKV-Plus/H2“ ergänzt seit 2005 die DKV-Zentrale und schafft Büroraum für 1600, vorher in verschiedenen Firmenbereichen über das Stadtgebiet verteilt eingesetzte Mitarbeiter. Auf einem Grundstück nordwestlich des Altbaus gruppieren sich drei heterogene Baukörper um eine zentrale Achse. Im Osten und Westen folgen Riegel auf 190 Metern dem Grundstücksverlauf, deren Höhen sich in einem Dreischritt von fünf auf sieben Geschosse staffeln. Die Riegel sind untereinander mit niedrigen Querbauteilen verbunden, in denen sich Empfang, Casino respektive Cafeteria sowie Besprechungsräume befinden. Den nordwestlichen Abschluss findet die Baugruppe in einem 14-geschossigen Turm, den die Architekten als Pendant zur Höhendominante des Altbaus verstehen. Die Fassaden der Riegel und des Turms sind zweischalig ausgebildet. Den raumhohen Fenstern des Ostriegels ist eine Glasfassade mit horizontalen Lüftungsschlitzen vorgelagert. Der Turm weist ebenfalls eine Glasfassade auf, die Lüftungsschlitze verlaufen hier jedoch – rot eingefärbt – vertikal entlang der äußeren Glaselemente und geben dem Baukörper durch deren schuppenartige Montage je nach Blickwinkel ein changierendes Fassadenbild. Sieben zentral angeordnete Kerne fassen die Wege- und Infrastrukturen, beispielsweise Bürotechnik und Toiletten, zusammen. Fassadenseitig sind entlang der Kerne Ein- und Zweipersonenbüros sowie Besprechungsräume angeordnet, zwischen ihnen spannen sich Gruppenbüros über die gesamte Gebäudebreite. Diese offenen Bereiche sind aus Schallschutzgründen lediglich mit niedrigen, mobilen Wänden abgetrennt. Die Dachflächen des Ost- und Westriegels erweitern die Büros um Freiflächen im Äußeren. Sie sind, ebenso wie die Höfe im Erdgeschoss, begrünt und nutzbar. Mehr auf koelnarchitektur.de |
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| #118 | Dom Minden » Website |
| Kategorie: | Sakralbauten |
| Standort: | Minden |
| Baujahr: | 8. / 10. / 12./13. Jhd. |
| Kurzbeschreibung: | Dom mit über 1200 Jahre alter Geschichte mit romanischem Westwerk und gotischer Halle |
| Langbeschreibung: | Die Geschichte des Mindener Doms beginnt Ende des 8. Jahrhunderts mit dem Bau einer schlichten, turmlosen Saalkirche auf dem Domhügel. Dieser Gründungsbau wurde später aufgegeben und durch ein dreischiffiges Langhaus mit Ostquerhaus und einem Chor mit vermutlich einer Außenkrypta ersetzt. Im 10. Jahrhundert kam ein zentrales Westwerk hinzu, das im 12. Jahrhundert seine endgültige Form erhielt. Vor der Mitte des 13. Jahrhunderts errichtete man ein spätromanisches Chorjoch mit reich profilierten Fensterwänden. Daran wurde die gotische Halle mit ihren berühmten Maßwerkfenstern angeschlossen. In dieser Form wurde das im 2. Weltkrieg stark zerstörte Gebäude im Wesentlichen wiederhergestellt. Eine Nachbildung der Goldenen Tafel, die fast 450 Jahre lang den Chorabschluss bildete, wurde anlässlich der 1200-Jahr-Feier des Bistums in Auftrag gegeben und ist seit Pfingsten 2002 zu besichtigen. Neben den unterschiedlichen christlichen Darstellungen im Kircheninneren hat vor allem die Domschatzkammer Ihre Aufmerksamkeit verdient: Hier werden das Mindener Kreuz (1070), der Petrischrein (1071), die Silbermadonna (1230) sowie eine Vielzahl wertvoller musealer Kostbarkeiten verwahrt. |
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| #119 | Dom St. Paulus Münster |
| Kategorie: | Sakralbauten |
| Standort: | Münster |
| Baujahr: | 13. Jhd. |
| Kurzbeschreibung: | Monumentale, spätromanische Gewölbebasilika |
| Langbeschreibung: | Der Dom St. Paulus, Kathedralkirche des Bistums Münster, dokumentiert wie kein anderes Bauwerk mit seinen wohl bis in das 8. Jahrhundert zurückreichende Vorgängerbauten (eindeutige Grabungsbefunde fehlen noch) die 1200-jährige Geschichte von Stadt und Bistum Münster. Der bestehende Dom ist eine monumentale Gewölbebasilika vorwiegend des 13. Jahrhunderts, die die westliche Tendenz zur Weiträumigkeit mit rheinländischen und französischen Einflüssen in einzigartiger Weise verbindet. In Architektur und Bauskulptur stellt der Dom den bedeutendsten Beitrag Westfalens zur spätromanischen Baukunst in Deutschland dar und beansprucht überregionalen Rang. |
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| #120 | Doppelhäuser im Stadtwaldviertel |
| Kategorie: | Mehrfamilienhäuser/Wohnsiedlungen |
| Standort: | Köln |
| Baujahr: | 2004 |
| Kurzbeschreibung: | Um Spielplätze gruppiertes Wohnquartier mit Häusern im Niedrigenergiestandard |
| Langbeschreibung: | Die Häusergruppe wurde im Zuge der Umnutzung des ehemaligen Kasernengeländes Haelen errichtet. Im Bebauungsplan vorgegeben war der Spielweg mit zwei platzartigen Aufweitungen, die in der Form von Themenspielplätzen aufgeweitet wurden. Einige potentielle Bauträger hatten Zweifel daran, dass es möglich sein würde, Wohnhäuser in direkter Nachbarschaft zu diesen großen Spielplätzen zu verkaufen. Die schließlich errichteten fünf Doppelhäuser, zwei Einzelhäuser und ein Mehrfamilienhaus sollten das Gegenteil beweisen, die Nähe zu den Spielplätzen wurde nicht als störend, empfunden, vielmehr wurden die vielfältigen, in direkter Nachbarschaft gelegenen Spielmöglichkeiten für Kinder als vorteilhaft angesehen. Die Wohnhäuser verfügen über Wohnflächen zwischen 165 und 240 Quadratmeter. Sie sind alle nach Süden ausgerichtet, im Niedrigenergiestandard errichtet und verfügen über Anschlüsse an das Fernwärmenetz der Stadt. Die größtenteils in Weiß gehaltenen Gebäude überzeugen durch eine räumliche Vielfalt, die durch nichttragende Innenwände ermöglichten flexiblen Grundrisse und großzügige Dachterrassen. |
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| #121 | Doppelkirche St. Maria und St. Clemens |
| Kategorie: | Sakralbauten |
| Standort: | Bonn |
| Baujahr: | 1151 |
| Kurzbeschreibung: | Romanische Doppelkirche mit zwei übereinanderliegenden Kirchenräumen und bemerkenswerten Wandmalereien |
| Langbeschreibung: | Der mächtige Vierungsturm dominiert das romanische Kirchengebäude. Die Doppelkirche besteht aus zwei Kirchenräumen, einem oberen und einem unteren, die durch eine achteckige Öffnung miteinander verbunden sind. Um die Obere Kirche ist eine Zwerggallerie mit reich verzierten Säulen gelegt. Frühere Theorien, nach denen diese Trennung in zwei Kirchenräume der Trennung von Volk (untere Kirche)und Adel (obere Kirche) diente, lassen sich durch neuere Forschungen nicht mehr halten. An allen vier Seiten des rechteckigen Zentralbaus der Kirche befinden sich Conchen , die Ostconche ist vergrößert und durch ein Vorjoch vom Kirchenraum abgegrenzt. Beide Kirchen zeichnen sich durch gut erhaltene Wandmalereien aus. |
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| #122 | Dorfkirche Bochum Stiepel » Website |
| Kategorie: | Sakralbauten |
| Standort: | Bochum |
| Baujahr: | 1008 |
| Kurzbeschreibung: | Romanische Pfarrkirche mit gotischem Chor |
| Langbeschreibung: | Die 1008 errichtete Marienwallfahrtskirche gehört zur Kategorie der Saalkirchen und liegt inmitten eines begrünten Hofes, welcher zum Bochumer Ortsteil Stiepel gehört. Im 12. Jahrhundert wurde auf den Fundamenten der alten Saalkirche eine romanische Basilika errichtet. Diese wurde im 15. Jahrhundert durch den gotischen Chor mit Rippengewölbe zur heutigen Hallenkirche ausgebaut. Neben den romanischen und gotischen Elementen sind Teile der Kirche in einer Fachwerkkonstruktion erstellt. Besonders zu betonen sind die ca. 800 Jahre alten Wandmalereien im Innenraum, welche aufgrund ihrer Detaillierung von internationaler historischer Bedeutung sind. Sie wurden seit 1952 restauriert, freigelegt und stehen zusammen mit dem Gotteshaus unter Denkmalschutz. Des Weiteren ist der achtseitige spätgotische Taufstein erhalten. |
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| #123 | Dorfkirche Heiden |
| Kategorie: | Sakralbauten |
| Standort: | Lage |
| Baujahr: | 11.-17. Jh. / 1950-70 |
| Kurzbeschreibung: | Dreischiffige, gotische Hallenkirche mit gedrehtem Glockenturm und ursprünglich erhaltenen Glockenstuhl |
| Langbeschreibung: | Die Dorfkirche Heiden liegt im ostwestfälischen Lage zwischen Bielefeld und Lemgo. Die Kirchenanlage entstand auf einem Geländevorsprung weit oberhalb des Oetternbachtals und war rundherum von einer hohen Mauer umgeben. Die Ursprünge der Kirche reichen bis ins 11. Jahrhundert. In dieser Zeit wurde ein vorromanischer Saalbau erreichtet. Der Glockenturm wurde Ende des 11 Jahrhunderts bis Mitte des 12. Jahrhunderts erbaut und ist der älteste noch erhaltene Teil des Gebäudes. Die besondere, gedrehte Form des Turms stammt aus dem Jahr 1594. Er musste infolge eines Brandes jedoch 1663 wiederaufgebaut werden. Bis zum Ende des 14. Jahrhunderts wurde das Gebäude in mehreren Bauabschnitten zu einer dreischiffigen, gotischen Hallenkirche ausgebaut. Ein weiteres besonderes Merkmal des Gotteshauses ist der Glockenstuhl. Er ist von 1395 und somit der älteste bekannte Glockenturm in Westfalen und Lippe. Die drei Glocken bilden eines der wenigen vollständig erhaltenen vorreformatorischen Geläute (gegossen um 1250 bis 1466). Im Zuge der Sanierungsarbeiten fand das halbkreisförmige Tonnengewölbe 1957 seine jetzige Form. Des Weiteren wurden Fresken aus der Entstehungszeit gefunden. Sie wurden während der Reformation übermalt. Abschließend ist zu bemerken, dass die Kirche noch mit dem umliegenden Ensemble, bestehend aus Schule, Küsterhaus, „Kinderbewahranstalt“, Gerichtslinde, Pfarrhaus und Vogteigebäude, erhalten ist. |
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| #124 | DORMA-Hauptgebäude |
| Kategorie: | Verwaltungs-/Bürogebäude |
| Standort: | Ennepetal |
| Baujahr: | 1969 / 2004 |
| Kurzbeschreibung: | Modernisierung und Ergänzung eines Bürogebäudes in Stahl Glas-Konstruktion |
| Langbeschreibung: | Schon allein aufgrund seiner exponierten Lage auf einer Anhöhe bildet das Verwaltungsgebäude der Firma Dorma in Ennepetal ein natürliches Zentrum auf dem Firmengelände und einen landschaftsräumlichen Bezugspunkt. Der Altbau aus dem Jahr 1969, der weitgehend in Sichtbeton ausgeführt worden war, wurde 2004 durch das Büro KSP Engel + Zimmermann Architekten modernisiert und ergänzt. Die realisierte gläserne Aufstockung des Bestandsbaus unterstreicht die Zeichenhaftigkeit des Gebäudes. Die Aufstockung stellt sich als „Krone“ aus einer gläsernen Büroetage dar und nimmt einen intensiv begrünten Dachgarten auf. Im Zuge der Modernisierungs- und Erweiterungsmaßnahme wurde das gesamte Gebäude mit einer offenen Glashaut verkleidet, welche das bestehende Gebäude, die neuen Büroebenen und den Dachgarten zu einer Einheit zusammenfasst. Der Entwurfsgedanke der „Krone“ wird durch das expressive Tragwerk aufgegriffen. Geschossübergreifende Lufträume gliedern die Etagen und bieten Flächen für die vertikale Erschließung, Empfangsbereiche und gemeinschaftliche Zonen. Durch den Umbau entsteht ein klarer und veredelter Baukörper, der die repräsentative Bedeutung des Verwaltungsgebäudes betont. |
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| #125 | Drachenbrücke |
| Kategorie: | Verkehrsbauten |
| Standort: | Recklinghausen |
| Baujahr: | 2008 |
| Kurzbeschreibung: | Fußgängerbrücke in Gestalt eines Drachens |
| Langbeschreibung: | Bei der Umgestaltung der ehemaligen Bergehalde Hoheward unter dem Konzept „Landschaftspark Emscherbruch – Neue Horizonte“, wird auf dem Gipfel der Halde neben einem Obelisken mit einer Sonnenuhr bis Ende 2008 auch ein Horizontobservatorium errichtet. Als Zugang zu dieser Halde wurde die Drachenbrücke geschaffen, die als expressive Bauplastik in spielerischer Weise das Interesse an den Einrichtungen auf der Halde wecken soll. Die Figur des Drachens wurde in Anlehnung an die sogenannten Drachenpunkte aus der Astronomie gewählt. Die 165 Meter lange Fußgänger- und Radwegbrücke führt in leicht geschlängelter Form vom Recklinghausener Stadteilpark Hochlarmark zur Halde Hoheward. Die einfache Brückenkonstruktion wurde durch wenige Elemente, wie die stark verlängerten Geländerrippen und den 18 Meter über das Brückenniveau herausragenden Drachenhals und Kopf ergänzt, um das abstrakte Bild des Fabelwesens zu erzeugen. Dem Besucher auf der Brücke streckt der Drache den Kopf in einer 180-Grad-Drehung entgegen. Für die feuerrote Konstruktion wurden 198 Tonnen Stahl verbaut. Siehe auch Halde Hoheward |
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| #126 | Drei Häuser in Reihe |
| Kategorie: | Mehrfamilienhäuser/Wohnsiedlungen |
| Standort: | Arnsberg |
| Baujahr: | 2004 |
| Kurzbeschreibung: | Neubau von drei freistehenden Einfamilienhäusern in Reihe in Arnsberg |
| Langbeschreibung: | Die drei identischen Hauseinheiten liegen in der Tiefe gestaffelt in Reihe nebeneinander. Durch diese Anordnung wird eine gerade Ansichtsflucht vermieden und eine räumliche Spannung erzeugt. Die Bauform ist durch die unterschiedliche Höhenentwicklung des Gebäudes mit zwei bis dreieinhalb Geschossen geprägt. Das Erscheinungsbild wird durch die Trennung in zwei Ansichtsseiten und deren unterschiedliche Ausgestaltung bestimmt. Nach Norden hin ist die Eingangsfront mit nur wenigen Fensteröffnungen versehen und vollflächig in weiß gehalten. Zum Garten hin öffnet sich die Fassade mit großzügigen Fensterflächen und ist ansonsten mit Holzschindeln verkleidet. Mit dem eineinhalb geschossigen Wohnbereich zum Garten hin wird das leichte Gefälle des Grundstücks geschickt ausgenutzt und mittels großzügiger Verglasung ein Übergang zwischen innen und außen hergestellt. Nach Süden hin ist im Dachgeschoß jeweils eine großzügige Dachterrasse angelegt. |
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| #127 | Dreigiebelhaus » Website |
| Kategorie: | Mehrfamilienhäuser/Wohnsiedlungen |
| Standort: | Duisburg |
| Baujahr: | vor 1536/1961 |
| Kurzbeschreibung: | Das älteste noch erhaltene Wohnhaus in Duisburg |
| Langbeschreibung: | Das Dreigiebelhaus mit seinen drei nebeneinander liegenden aus Ziegeln gemauerten Treppengiebeln, ist heute das älteste erhaltene Wohnhaus Duisburgs. Es befindet sich in dem Teil der Stadt, welcher im Mittelalter schon von der Befestigungsanlage gesichert wurde und gehört daher zum alten Kern der Stadt. Der älteste Teil des Gebäudes, damals noch mit nur einem Giebel, befand sich auf der Ecke Nonnengasse-Niederstraße und ist bereits auf dem Stadtplan von Duisburg, den Corputius 1566 erstellte, abgebildet. Im Jahr 1608 ging das Haus in den Besitz der Duisburger Zisterzienserinnen über, deren Kloster in Duissern kurz zuvor dem Feuer zum Opfer gefallen war. Nachdem die Erlaubnis zu dieser Transaktion vom Stadtrat gegeben worden war, zahlte die Äbtissin Margarete von Viffhusen dem Besitzer des Hauses, Junker Dietrich von Raesfeld, 3000 Taler für die Übernahme. Um ihre Anlage zu vergrößern, kauften die Nonnen im Laufe der Zeit mehrere an das Grundstück angrenzende Häuser auf. 1806 wurde das Kloster aufgelöst. Das Dreigiebelhaus wurde seitdem unterschiedlich genutzt. So diente es mitunter als Textilfabrik, höhere Töchterschule oder als Wohnhaus. Ab 1906 fiel es in Privatbesitz. 1961 wurde das Haus von der Stadt aufgekauft und 1976 aufwendig restauriert. Im Erdgeschoss befindet sich heute ein Restaurant, die oberen Stockwerke sind als Atelierwohnungen für Künstler eingerichtet. Die Nonnengasse, über die man das Haus erreicht, ist, wie in der mittelalterlichen Stadtplanung üblich, eher schmal. Die Häusergruppe ist von prachtvollen Bäumen umgeben und besitzt einen kleinen dicht bebauten Vorhof. |
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| #128 | Drostenhof |
| Kategorie: | Kulturbauten (Kino, Theater, Museen) |
| Standort: | Münster |
| Baujahr: | 1545 |
| Kurzbeschreibung: | Beispiel adliger Wohnkultur des 16. Jahrhunderts |
| Langbeschreibung: | Mitte des 16. Jahrhunderts ließ Dirk von Merveldt dieses Beispiel adliger Wohnkultur errichten. Das Gebäude besteht aus drei Teilgebäuden: Torhaus, Herrenhaus und Wirtschaftgebäude. Das Torhaus entstand 1545, das Herrenhaus 1554. Später kam ein Wirtschaftsgebäude hinzu, welches im Laufe der Zeit häufiger umgebaut wurde. Die noch erhaltene originale Raumaufteilung, der Treppenturm und die verzierten Giebel bieten heute ein besonderes Ambiente für Eheschließungen. Neben den Räumen, die vom Standesamt genutzt werden, beherbergt das Haupthaus heute das Westpreußische Landesmuseum. Nur das Torhaus ist noch bewohnt. |
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| #129 | Eggetunnel |
| Kategorie: | Verkehrsbauten |
| Standort: | Lichtenau |
| Baujahr: | 2003 |
| Kurzbeschreibung: | Für Hochgeschwindigkeitszüge ausgelegter Eisenbahntunnel |
| Langbeschreibung: | Der Eggetunnel ist ein 2880 Meter langer Eisenbahntunnel, der das Eggegebirge durchquert. Erbaut wurde er zwischen 1996 und 2003 und ersetzte eine vorhandene oberirdische Trassenführung. Schon 1879 war ein Tunnel zur Durchquerung des Eggegebirges begonnen worden, dessen Bau sich aber als zu aufwändig erwies. Stattdessen wurde eine überirdische Streckenführung gewählt, die aber nur mittlere Geschwindigkeiten zuließ und zudem mehrfach bei Hangrutschen zerstört wurde. Im Zuge der Planung ,die Strecke Dortmund-Kassel-Chemnitz zur Hochgeschwindigkeitsstrecke auszubauen, erwies es sich als wirtschaftlicher, den Tunnelneubau durchzuführen, als die alte Trassenführung zu sanieren. Der Eggetunnel verfügt über eine Tunnelröhre mit einer Breite von 12.73 Metern und einer Höhe von 7,81 Metern. Die maximale Gebirgshöhe über Oberkante Tunnel beträgt 58 Meter. Zwei Notausgänge sorgen für Sicherheit. Die Neubaustrecke Eggequerung hat eine Länge von insgesamt 12,8 Kilometern und erlaubt Geschwindigkeiten von 200kmh/h. |
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| #130 | ehem. Kreissparkasse Bad Laasphe |
| Kategorie: | Verwaltungs-/Bürogebäude |
| Standort: | Bad Laasphe |
| Baujahr: | 1914 |
| Kurzbeschreibung: | Zweigeschossiges Sparkassengebäude im Villenstil mit Rokoko-artiger Giebelzier am Rande des historischen Stadtkerns |
| Langbeschreibung: | Zweigeschossiges Sparkassengebäude im Villenstil der Neuen Sachlichkeit / Refomstil mit Rokoko-artiger Giebelzier am Rande des historischen Stadtkerns. In NRW ist dies das einzig bekannte Gebäude von Otto Haesler, das vor dem Ersten Weltkrieg außerhalb des weiteren Umkreises von Celle und Hannover entstanden ist. Wie es zu dem Auftrag gekommen ist, ist nicht weiter bekannt. Es ist zu vermuten, dass Kontakte bestanden haben aus Haeslers Zeit beim Architekten Bernouilly in Frankfurt/Main. Heute wird das ehemalige Kassengebäude für Schulungszwecke der Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes genutzt. |
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| #131 | Ehem. Sendenscher Hof |
| Kategorie: | Verwaltungs-/Bürogebäude |
| Standort: | Münster |
| Baujahr: | 17. Jhd. / 1972 |
| Kurzbeschreibung: | Rekonstruiertes Vorderhaus des ehemaligen Herrenhauses |
| Langbeschreibung: | Der ehemalige Sendensche Hof wurde im 17. Jahrhundert als Herrenhaus des Freiherrn Droste zu Senden erbaut. Nach Abbruch des gesamten im zweiten Weltkrieg beschädigten Gebäudekomplexes im Jahre 1972 konnte zumindest das Vorderhaus unter teilweiser Verwendung der originalen Bausubstanz und Ausstattung wieder rekonstruiert werden. Ursprünglich bestand der Hof aus einem südlichen, sich in Ost-West-Richtung quer zur Königsstraße erstreckendem Haupthaus, dessen Schmalseite als linke Hälfte des Vorderhauses in Erscheinung trat. An diese schlossen sich die zum Hof und Garten führende Durchfahrt und das nördliche Nebenhaus an. 1705 erhielt die Schauseite zur Straße ihre Ziegel-Werksteinfassade, der 1873 der Baumeister Goecke aus Symmetriegründen auf der rechten Seite eine dritte Fensterachse hinzufügte. Das ohne die rückwärtigen Flügel rekonstruierte Gebäude präsentiert sich heute mit seiner Schaufassade als einheitliche, in etwa symmetrische Anlage mit Mittelrisalit. Hinter dem rekonstruierten Gebäude entstand das aus mehreren aufeinandergestapelten Betonplatten bestehende Gebäude für die Commerzbank von Harald Deilmann. |
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| #132 | Ehemalige Benediktinerabtei Brauweiler » Website |
| Kategorie: | Sakralbauten |
| Standort: | Pulheim |
| Baujahr: | 1048 ab |
| Kurzbeschreibung: | Ensemble von Abteikirche und Abteigebäuden aus verschiedenen Epochen |
| Langbeschreibung: | Die ehemalige Benediktinerabtei ist ein weitläufiger Komplex von Bauwerken die sich um drei Höfe gruppieren. Keimzelle der Abtei war eine Holzkappelle für die Reliquien des hl. Medarus, die Quellen aus dem elften Jahrhundert zufolge in der Mitte des achten Jahrhunderts errichtet worden sein soll. Um 985 seien die verfallenen Überreste dieser Kapelle wiederentdeckt und durch einen Steinbau ersetzt worden. Das Kloster wurde um 1024 durch Pfalzgraf Ezzo gegründet, von dessen ursprünglichen Bauten sind jedoch keine Reste mehr vorhanden. 1045-1061 wurde im Auftrag der Königin Richeza eine neue Kirche errichtet. Diese wurde im Laufe des 12. und 13. Jahrhunderts durch Neu- und Umbauten in die heutige Form gebracht. Die Westseite der Kirche wird von einer 1136 errichteten Dreiturmgruppe gebildet, der quadratische Mittelturm mit fünf Geschossen wird von zwei schlanken, sechsgeschossigen Türmen flankiert. Das Langhaus ist dreischiffig ausgeführt. Die Abteigebäude gruppieren sich um drei Höfe, südlich der Kirche liegt die Klausur, der sog. Marienhof, mit dem in der zweiten Hälfte des zwölften Jahrhunderts errichteten Kreuzgang. Vom Kreuzgang sind noch der östliche Flügel mit der Benediktuskapelle und der südliche Flügel erhalten. Dem Kreuzgang ist auf der Westseite der Prälaturhof vorgelagert. Die zweigeschossige Vierflügelanlage wurde zwischen 1780 und 1785 errichtet. Der Westflügel des Prälaturhof ist als Repräsentationsbau mit einem großen Festsaal erbaut. Der Flügel wird durch einen Mittelpavillon mit einer Tordurchfahrt und Eckpavillons akzentuiert. Südlich des Kreuzgangs liegt der Wirtschaftshof mit seinen Trakten aus dem 18. und 19. Jahrhundert. |
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| #133 | Ehemalige Gerberei Sasse |
| Kategorie: | Kulturbauten (Kino, Theater, Museen) |
| Standort: | Enger |
| Baujahr: | 1740 / 1997-2001 |
| Kurzbeschreibung: | In der ehemaligen Gerberei Sasse befindet sich nach aufwändiger Restaurierung ein Gerbereimuseum |
| Langbeschreibung: | Die ehemalige Gerberei Sasse gilt als seltenes Zeugnis westfälischer Wirtschaftsgeschichte. Seit seiner Gründung im Jahre 1740 wurde der Familienbetrieb fast 200 Jahre lang als Lohgerberei geführt, bis er die Produktion 1938 auf das chemische Verfahren der Chromgerberei umstellte. Das Gebäude und der noch komplett erhaltene Maschinenpark für die Herstellung von Leder stehen heute als technisches Denkmal unter Schutz. Der Verein Gerbereimuseum Enger e.V. restaurierte die ehemalige Gerberei Sasse in den Jahren 1997 bis 2001 und richtetet darin ein Gerbereimuseum ein. Die Restaurierung wurde durch öffentliche und private Sponsoren unterstützt. |
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| #134 | Ehemalige Maschinenhalle der Zeche Hasenwinkel |
| Kategorie: | Betriebs-/Werkstätten |
| Standort: | Bochum |
| Baujahr: | 1890/1999 |
| Kurzbeschreibung: | Umbau und Restaurierung einer ehemaligen Maschinenhalle |
| Langbeschreibung: | Die Zeche Hasenwinkel wird zu den ältesten des Ruhrbergbaus gerechnet. Bergbau und Kohle hat im Sonnenscheiner Stollen schon vor 1698 stattgefunden. Der Hasenwinkeler Stollen war von 1732 bis 1772 in Betrieb. Im Jahre 1926 ging die Zeche in das Eigentum der Vereinigte Stahlwerke A.-G. über, die den Beschluss fasste, die Zeche Hasenwinkel stillzulegen, da zu dieser Zeit der Absatz der auf Hasenwinkel abgebauten Esskohlen wirtschaftlich nicht interessant war. Aus der Zeit um 1890 stammt das Maschinenhaus des Schachtes Julius Philipp der Tiefbauzeche Hasenwinkel am Polterberg 10, das nach der Stilllegung der Zeche 1926 für Wohnzwecke umgebaut wurde. Das Maschinenhaus der Zeche Hasenwinkel ist ein wichtiges Denkmal der Bergbaugeschichte und dokumentiert mit der Geschichte der Zeche Hasenwinkel die Epoche des Übergangs vom Stollenbau zum industriellen Tiefbau. Bis 1997 existierten sieben Wohnungen als Notunterkünfte in der ehem. Maschinenhalle. Die ganze Halle war in kleine, dunkle Zimmer aufgeteilt. Das Maschinenhaus sollte verkauft werden. Das Konzept “Wohnen und Arbeiten” in der Maschinenhalle überzeugte die Stadt Bochum und die Denkmalpflege. Bis auf zwei, wurden alle Wände abgerissen und durch eine Stahlkonstruktion ersetzt. Bei den wenigen Zimmern die neugeschaffen wurden, bestehen die Trennwände aus einem Ständerwerk, das jederzeit rückbaubar ist. Die Maschinenhalle wurde in ihrer äußeren Gestalt, soweit wie das noch möglich war, zu dem ursprünglichen zurückgebaut. Im Inneren sollte durch die Wahl der Materialien und der offenen Grundrisse der Bezug zur industriellen Nutzung wieder hergestellt werden. Trotz der allgegenwärtigen Vergangenheit, ist ein modernes Gebäude entstanden. Nicht nur gestalterisch, auch die Haustechnik musste den außergewöhnlichen Anfordernissen gewachsen sein. Es gibt ein Regenwassertrennsystem, dass es ermöglicht, Toiletten und Waschmaschine mit aufgefangenem Regenwasser zu betreiben. Die Halle wird mit einem Gas-Brennwertkessel und einem Hüllflächen-Temperiersystem beheizt. Bei diesem Heizsystem werden Warmwasserleitungen in den Außenwänden verlegt, die so die Wände und damit das Haus sehr energiesparend beheizen. Die Wahl dieser Haustechnik wurde stets unter dem Aspekt der wirtschaftlichen Betreibung eines solchen Industriedenkmals getroffen. Da die Zeche Hasenwinkel bereits 1926 abgerissen worden ist, das Gelände nicht neubebaut und sich selbst überlassen wurde, befindet sich die Halle inmitten einer grünen Insel im Ruhrgebiet. Durch die Restaurierung der Maschinenhalle hat der Stadtteil den einzigen Bezugspunkt zu seiner für ihn so wichtigen Bergbaugeschichte zurückbekommen. Der Planer der Halle ist unbekannt. Das Gebäude wurde ca.1890 erbaut. Die ehemalige Maschinenhalle wurde von 1997 bis 1999 restauriert. |
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| #135 | Ehemalige Reichsabtei Kornelimünster |
| Kategorie: | Schlösser/Burgen/Stadtbefestigungen |
| Standort: | Aachen |
| Baujahr: | 18./19. Jhd. |
| Kurzbeschreibung: | Barocker Gebäudekomplex im Besitz des Landes Nordrhein-Westfalen |
| Langbeschreibung: | Ursprung der Reichsabtei ist eine Klostergründung aus dem 9. Jahrhundert. Auf den Wunsch Ludwig des Frommen hin wurde dort ab 814 ein Benediktinerkloster errichtet. Unter den Ottonen wurde der Abt des Klosters zum Reichsfürsten erhoben und so erhielt die Abtei die vollständige Immunität, die Reichsunmittelbarkeit, das Münz- und das Marktrecht. Im frühen 18. Jahrhundert wurde unter dem Fürstabt Alfons von Suys mit dem großangelegten Neubau der Abteigebäude begonnen. Zuerst wurde in den Jahren 1721 bis 1728 der Mitteltrakt der Anlage errichtet. Die schließlich fünfflügelige, schlossartige Anlage im Stil des Spätbarocks wurde mit dem Bau des äußeren Südflügels in der Mitte des 19. Jahrhunderts fertig gestellt. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Land Nordrhein-Westfalen der Eigentümer der Anlage. Bis in die siebziger Jahre wurden die Kriegsschäden an den Bauwerken beseitigt, seit 1976 beheimatet der Mitteltrakt der Reichsabtei die Einrichtung „Kunst aus Nordrhein-Westfalen – Förderankäufe seit 1945“. Seit Anfang der 1990er Jahre wurde der gesamte Gebäudekomplex schrittweise saniert. |
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| #136 | Ehemalige Weberei Laurenz |
| Kategorie: | Verwaltungs-/Bürogebäude |
| Standort: | Ochtrup |
| Baujahr: | 1893 / 1909 / 1947 |
| Kurzbeschreibung: | Das Baudenkmal war ehemaliges Zentrum der westmünsterländischen Textilindustrie |
| Langbeschreibung: | Das Baudenkmal der ehemaligen Weberei Laurenz besteht aus verschiedenen Gebäuden, die im Zeitraum zwischen 1893 und 1947 errichtet wurden. Die Weberei hat Ochtrup zu einem bedeutenden Zentrum westmünsterländischer Textilindustrie gemacht. Das erste Gebäude war das 1893 von Architekt Beltmann errichtete Verwaltungsgebäude. Eine Besonderheit war die von ihm fest eingebaute Ausstattung des Konferenzzimmers. 1909 baute Architekt Hubert Holtmann eine Bäckerei und ein Lagerhaus mit Turm auf das Gelände. Weitere Lager und ein Empfangsgebäude kamen 1947 durch den Architekt Dominikus Böhm hinzu. Das Gebäude prägt auch heute noch das Bild der Stadt. Die 1854 gegründete Weberei Laurenz existiert noch heute unter dem Namen „van Delden“. Die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude der Firma werden seit 2004 als Einkaufszentrum für Textilien genutzt. |
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| #137 | Ehemalige Zeche Ewald 1/2/7 |
| Kategorie: | Energiewirtschaft |
| Standort: | Herten |
| Baujahr: | 1872 / 2002 |
| Kurzbeschreibung: | Ehemalige Zechenanlage im Süden von Herten |
| Langbeschreibung: | Die ehemalige Zeche Ewald 1/2/7 ist bedeutend für die Stadt Herten, weil sie sehr anschaulich die wirtschafts-, sozial- und siedlungsgeschichtliche Entwicklung der Stadt dokumentiert. Sie ist bedeutend für die Geschichte des Menschen, weil sie verschiedene Etappen in der Entwicklung der Bergbauarchitektur von den 1870er bis in die 1950er Jahre durch ihre Betriebsgebäude und Förderanlagen aufzeigt. 1872 wurde mit den Abteufarbeiten für Schacht 1 begonnen. Die Förderung wurde 1877 aufgenommen. Der 1888 abgeteufte Schacht 2 nahm 1892 die Förderung auf. Schacht 7 wurde ab 1955 zum Zentralschacht des Bergwerks. Am 28.04.2000 wurde der Betrieb eingestellt. Nach der Stilllegung entstand mit dem städtebaulichen Rahmenkonzept „Landschichten“ des Mailänder Architekten Cino Zucchi, dem Kölner Martin Halfmann und den Hamburger Landschaftsplanern arbros ein neuer, hochwertiger Industriestandort. Die Planung und Umsetzung erhielt beim Deutschen Landschaftsarchitekturpreis 2007 eine Würdigung. Dem Doppelstrebengerüst über Schacht 7 kommt ein außerordentlicher Wahrzeichencharakter zu. Nahe der Autobahn A 2 gelegen, stellt es zusammen mit den anderen beiden Fördertürmen eine auffällige Landmarke und ein Symbol für den Bergbau im Ruhrgebiet dar. |
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| #138 | Ehemalige Zoobrücke |
| Kategorie: | Verkehrsbauten |
| Standort: | Duisburg |
| Baujahr: | 1958 |
| Kurzbeschreibung: | Fußgängerbrücke, die ursprünglich für die Weltausstellung 1958 entworfen wurde |
| Langbeschreibung: | Ursprünglich für die Expo 1958 in Brüssel entwarfen Egon Eiermann und Sep Ruf die Fußgängerbrücke als reine Stahlkonstruktion. Dort diente sie als Zugang zu den an einem Hang errichteten deutschen Expo-Pavillons. Nach der Weltausstellung wurde die Brücke als Fußgängerbrücke über die A 3 zur Verbindung der auf beiden Seiten der Autobahn gelegenen Bereiche des Duisburger Zoos wiederaufgebaut. Mit dem Bau der neuen Zoobrücke im Jahr 1997 wurde die Expo-Brücke ab und etwa einen Kilometer südlich des Zoos, wieder zur Querung der Autobahn, wiederaufgebaut. Im Zuge der Verbreiterung der Autobahn wurde die Brücke zudem durch einen Kragträger verlängert. Die Brücke ist eine seilverspannte Balkenbrücke mit ursprünglichen Spannweiten von 36 bzw. 21 Metern. Der Pylon, an dem die Tragkabel aufgehängt sind, ist 50 Meter hoch. Der Pylon ist unter dem Gehweg abgewinkelt. Durch diese Konstruktion ist es möglich, die eine Tragseilebene nicht in der Mitte des Gehweges anbringen zu müssen, was zu einer Verengung der Gehbahn führen würde. Stattdessen sind die Kabel der Seilharfe einseitig an dem drei Meter breiten Gehweg angebracht. Der charakteristische gelbe Anstrich der Brücke und ihre dynamische Formgebung machen sie zu einer Landmarke entlang der Autobahn. |
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| #139 | Ehemaliger Plenarbereich des Deutschen Bundestages |
| Kategorie: | Verwaltungsgebäude/Rathäuser |
| Standort: | Bonn |
| Baujahr: | 1992 |
| Kurzbeschreibung: | Neubau des Plenarbereichs des Bundestages als transparentes Gebäude aus Glas und Stahl |
| Langbeschreibung: | Der Bundestag hatte bis Mitte der 1980er-Jahre in der ehemaligen Turnhalle der Pädagogischen Akademie getagt. Nachdem sich der Saal als zunehmend baufällig und den Anforderungen des Parlamentes nicht mehr gewachsen erwies, entschied man, das denkmalgeschützte Gebäude abzureißen und an seiner Stelle von der Stuttgarter Architektengruppe Behnisch & Partner einen Neubau errichten zu lassen. Das Gebäude sollte dem Geiste der alten Bundesrepublik folgend Transparenz, Bürgernähe und Bescheidenheit ausdrücken. Alle Bereiche des Glas- und Stahlgebäudes sind einsehbar, es gibt keine einzige durchgehende Wand. Die aus statischen Gründen unvermeidlichen Betonwände sind durch großflächige Kunstwerke kaschiert. Die Sitzordnung ist im Unterschied zu bisherigen Parlamentsgebäuden kreisrund gewählt. Dadurch sitzen die Abgeordneten Regierung, Präsidium und Redner nicht gegenüber, sondern mit ihnen zusammen. Außerdem gibt es so keine Außensitze. Seit der Bundestagswahl 1998 ist die Sitzordnung unverändert, lediglich die Stenografenplätze vor dem Rednerpult wurden entfernt. Der eigentliche Plenarsaal liegt unter dem Boden der Umgebung, wodurch das gesamte Gebäude kleiner und somit bescheidener wirkt. Die Eingänge für die Abgeordneten und für die Besucher liegen nur wenige Meter auseinander und auch das Foyer ist von einem Besucherbalkon einsehbar. Nach dem Umzug der Bundesregierung nach Berlin wurde der Plenarsaal Teil des "Internationalen Kongresszentrum Bundeshaus Bonn" |
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| #140 | Ehemaliges Abgeordnetenhaus des Deutschen Bundestages |
| Kategorie: | Verwaltungsgebäude/Rathäuser |
| Standort: | Bonn |
| Baujahr: | 1969 |
| Kurzbeschreibung: | Der „Lange Eugen“, 114 Meter hohes ehemaliges Abgeordnetenhaus des Deutschen Bundestages |
| Langbeschreibung: | Das heutzutage von der UN genutzte Gebäude wurde 1965 als Hochhaus in Stahlskelettbauweise errichtet. Das 32-geschossige und 114 Meter hohe Gebäude am Rheinufer ist weithin sichtbares Wahrzeichen des ehemaligen Regierungsviertels und im Volksmund auch als „Langer Eugen“ bekannt (bezugnehmend auf den damaligen Bundestagspräsidenten Eugen Gerstenmaier). Wegen des provisorischen Hauptstadtcharakters von Bonn zielte bereits die Ausschreibung auf eine flexible Nutzung des Gebäudes. Aus Platzgründen ergab sich für die Unterbringung der 450 Abgeordneten samt Mitarbeiter folgerichtig eine vertikale Bauwerkslösung. Die Tragstruktur des Gebäudes besteht aus einem Stahlskelett mit einem Stützmaß von 7,5 x 7,5 Metern. Als Sonnenschutz der weitgehenden Verglasung wurde der Fassade eine zweite Ebene aus Stahlrohrgestängen und Sonnenschutzelementen vorgesetzt. Dadurch erhält die Fassade ihre eigenständige Leichtigkeit und Tiefenstruktur. Das denkmalgeschützte Haus wurde von 2002 bis 2006 behutsam saniert und bietet nun etwa 600 UN-Mitarbeitern Platz. |
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| #141 | Ehemaliges Amerikanisches Generalkonsulat |
| Kategorie: | Verwaltungsgebäude/Rathäuser |
| Standort: | Düsseldorf |
| Baujahr: | 1953 / 1997-98 (Umbau) |
| Kurzbeschreibung: | Ehemaliger Konsulatsbau als Stahlskelettbau im internationalen Stil |
| Langbeschreibung: | Das ehemalige Amerikanische Generalkonsulat wurde 1953 errichtet. Das Konsulat in Düsseldorf wurde zeitgleich mit den Konsulaten in Bremen, Frankfurt und Stuttgart vom amerikanischen Architekturbüro Skidmore, Owings & Merill errichtet, alle Gebäude sind typologische eng miteinander verwandt. Der im Internationalen Stil entworfene Bau ist als Stahlskelettbau mit einem Achsmaß von 6 x 6 Metern errichtet. Das ehemalige Konsulat besteht aus einem viergeschossigen Gebäude, an das an der Nordostseite ein eingeschossiger Flachbau anschließt. Das Hauptgebäude ist im südlichen Teil auf einer offenen Stützenhalle aufgeständert. Die Fassade des Gebäudes ist mit Aluminiumprofilen und Travertinplatten gestaltet. Zu Beginn der 1990er Jahre wurde das Gebäude modernisiert und die nachträglich eingebauten Sicherheitsanlagen wieder entfernt. Schon 1997-98 erfolgte eine weitere Modernisierung, bei der das Gebäude unter anderem modernen Wärmedämm-Standards angepasst wurde. Zudem wurde auf dem ehemaligen Parkplatz. ein Erweiterungsbau errichtet und im Hofflügel eine Bibliothek eingebaut. |
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| #142 | Ehemaliges Arbeitsamt |
| Kategorie: | Öffentliche Gebäude |
| Standort: | Oberhausen |
| Baujahr: | 1929 |
| Kurzbeschreibung: | Backsteingebäude der klassischen Moderne |
| Langbeschreibung: | Das ehemalige Arbeitsamt Oberhausen ist ein Backsteingebäude aus dem Jahr 1929 von den Architekten Eduard Jüngerich und Ludwig Freitag, die auch das Rathaus Oberhausen und das Polizeipräsidium entworfen haben. Es ist ein dreigeschossiges Eckhaus mit einer guten städtebaulichen Integration und typischen Architekturelementen der Moderne. Es besteht aus zwei im Winkel versetzten kubischen Baukörpern und einem dazwischen eingespannten Trakt, der dem gebogenen Straßenverlauf an der Ostseite folgt. Der Trakt ist ebenfalls dreigeschossig, aber etwas niedriger und verputzt, was die Gliederung des Gebäudes klar definiert. Das Erdgeschoss ist in ganzer Länge 1,5 Meter vorgezogen und bildet durch drei Vorsprünge drei weitere Kuben. Zwei von ihnen schließen sich bündig an die Seitenbauten an und verdeutlichen den Kontrast zwischen kleinen und großen Formen. Die Eingangssituation wird durch das an dieser Stelle vorgezogene Obergeschoß in Backstein besonders betont. Zudem trägt der Wechsel zwischen Backstein- und Putzfassaden wesentlich zur Lebhaftigkeit dieser Architektur bei. Die weiß gestrichenen Dachgesimsflächen unterstreichen zusätzlich die Geometrie des Gebäudes und betonen die vortretenden Eckblöcke. An den Seitenblöcken gibt es über Eck eingesetzte Fenster, die mit ihren weiß gestrichenen außerhalb der Fassade angebrachten Rahmen als eigenständige durchdringende Elemente wirken. Die Dachgesimse und gesimsartigen Bänder unter und über den Fenstern des Zwischentraktes treten als Verbindungselemente zwischen den Formen auf. Es gibt Variationen aus halb-, zwei-, drei- und vierteiligen Fenstern. Nach 1990 wurde das Gebäude restauriert. Heute befindet sich in diesem Gebäude die Jugendgerichtshilfe des Jugendamtes Oberhausen. |
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| #143 | Ehemaliges Stadtbad |
| Kategorie: | Mehrfamilienhäuser/Wohnsiedlungen |
| Standort: | Mülheim an der Ruhr |
| Baujahr: | 1910, Umbau und ergänzender Neubau 2007–2009 |
| Kurzbeschreibung: | Ehemaliges Stadtbad an der Hafenfront der Ruhr für Wohnzwecke umgenutzt |
| Langbeschreibung: | In einem majestätischen Denkmal am Wasser und mitten in der City zu leben ist der Traum derer, die in eine Wohnung im „Palais am Stadtkai“ investierten. Gebaut wurde das Stadtbad nach Vorbild eines antiken Palazzos in Anlehnung an die frühe Renaissance. Nach fast 90-jähriger Nutzung wurde es 1998 geschlossen. Seine vielseitige Bespielbarkeit verdeutlichte das Gebäude in den Folgejahren, bis es schließlich zwischen 2007 und 2009 zu Wohnzwecken umgebaut wurde. Um den Charakter des Gebäudes zu erhalten, entschloss man sich, dessen Ausstrahlung durch eine Synthese aus Alt und Neu hervorzuheben. Der Badbereich im Inneren musste zwar weichen, die unter Denkmalschutz stehenden Gebäudeteile blieben indes erhalten. Ebenso erhalten und aufwendig aufbereitet wurden die für das Erscheinungsbild des Uferbades die markanten Fassadenelemente aus Sandstein und Muschelkalk sowie der ruhrseitige Arkadengang. Im Kontrast und zur Erweiterung der neuen Nutzung wurden Stahlbalkone mit einer unsichtbar aufgehängten Konstruktion und leichter Geländeroptik angehängt. Neben dem Stadtbad, das heute 41 Wohnungen beinhaltet entstand ein Neubau mit weiteren 24 Wohnungen. Eingebunden wird das Ensemble in das ambitionierte Städtebauprojekt Ruhrbania, das die Innenstadt vielseitig zur Ruhr hin über Freizeiteinrichtungen, Dienstleistungs- und Gastronomiebetriebe öffnen wird. Eine Promenade wird von der Innenstadt direkt zum Flussufer führen. Somit wird in Zukunft das städtische Leben rund um das ehemalige Stadtbad pulsieren. |
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| #144 | Eickhoff Forum |
| Kategorie: | Freizeit/Kultur |
| Standort: | Bochum |
| Baujahr: | 1939/1950er/2004 |
| Kurzbeschreibung: | Sanierung eines Kinosaals in eine Veranstaltungsraum |
| Langbeschreibung: | Der Verwaltungsbau des Maschinenbauunternehmens wurde 1939 von Paul Bonatz entworfen. In den 1950er Jahren wurden die Werksgebäude durch einen Kinosaal ergänzt. Der Kinosall sollte die Identifikation mit dem Unternehmen steigern und wurde 2005 von den Architekten Nikolaus Knebel und Henning von Wedemeyer saniert und umgebaut. Das so entstandene Eickhoff-Forum dient als Kommunikationsplattform für interne Kurse der Mitarbeiter als auch für öffentliche Veranstaltungen. Die Unterteilungen in Einzelräume wurde entfernt und ein Raum mit spiralartig umlaufenden Wänden geschaffen. Es erfolgte ein sensibler Umgang mit der bestehenden Bausubstanz, wobei die alten Materialien zum größten Teil erhalten und nur durch wenige zurückhaltende Elemente ergänzt wurden. Des Weiteren wurde der Kinosaal mit einem Lichtband ergänzt, so dass die Wechselwirkung zwischen Innen und Außen verstärkt wird. |
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| #145 | Eifelwasserleitung |
| Kategorie: | Wasserwirtschaft |
| Standort: | Nettersheim |
| Baujahr: | 80 n. Chr. |
| Kurzbeschreibung: | Römische Wasserleitung die von der Eifel bis nach Köln verlief |
| Langbeschreibung: | Die Eifelwasserleitung diente zwischen ca. 80 n. Chr. bis 260 n. Chr. der Wasserversorgung der damaligen römischen Kolonie „Claudia Ara Agrippinensum“ – der heutigen Stadt Köln. Das größte antike Bauwerk nördlich der Alpen hatte eine Länge von 95,4 Kilometern und transportierte bis zu 20.000 Kubikmeter Trinkwasser pro Tag aus der Eifel nach Köln. Die Eifelwasserleitung verlief als reine Gefälleleitung entlang des Talhangs der Urft bis nach Kall und überwand an diesem Punkt die europäische Wasserscheide zwischen Maas und Rhein. Nur an dieser Stelle war es möglich, die Wasserscheide ohne einen Tunnel oder eine Druckrohrleitung zu überwinden. Parallel zum Nordhang der Eifel verlaufend überquerte das Aquädukt die Erft und die Swist mit einer gemauerten Bogenbrücke von 1400 Metern Länge. Diese Brücke ist leider nicht mehr erhalten. Nordwestlich von Bonn bei Buschhoven überwand die Eifelwasserleitung dann den Höhenrücken des Mittelgebirges. Über Brühl und Hürth verlief die Leitung dann schließlich nach Köln. Zum Frostschutz war die Eifelwasserleitung über den größten Teil ihrer Ausdehnung in etwa einem Meter Tiefe unterirdisch angelegt. Im Innern hatte die Wasserleitung eine Breite von 70 cm und eine Höhe von einem Meter. Die Leitung war als U-förmige Rinne aus Beton konstruiert, die mit einem Gewölbe überdeckt war. Von außen war das Mauerwerk verputzt, damit kein Schmutzwasser eindringen konnte. Auch von Innen sorgte eine Putzschicht dafür, dass kein Trinkwasser verloren ging. Trinkwassergeeignete Quellen auf dem Weg der Leitung wurden von den Römern genutzt und ihr Wasser mit in die Eifelwasserleitung eingespeist. Bei einem Angriff der Germanen um 260 wurde die Leitung beschädigt und nicht wieder in Betrieb genommen. Das Wissen um den Aquädukt verschwand, und die Leitung wurde in den nächsten Jahrhunderten als Quelle für Baumaterialien ausgeschlachtet. |
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| #146 | Einfamilienhaus in Witten |
| Kategorie: | Ein-/Zweifamilienhäuser |
| Standort: | Witten |
| Baujahr: | 2000-2002 |
| Kurzbeschreibung: | Wohngebäude und kleines Architekturbüro in Witten mit ablesbarer Schichtung der Funktionsbereiche |
| Langbeschreibung: | Das Grundstück befindet sich im städtischen Randgebiet zwischen Bochum und Witten. Das als Solitär konzipierte Gebäude sucht in der umgebenden heterogenen Bebauung keine städtebaulichen Verbindungen. Lediglich die straßenbegleitende Ausrichtung des Gebäudes orientiert sich an Vorhandenem. Das aus einer Straßenbegradigung resultierende Grundstück beinhaltet nicht zu überbauende Leitungsrechte im nördlichen Grundstücksbereich. Diese Tatsache führte zu der Idee des Hofes, der als eigenständiger Raum dem Gebäude vorgelagert ist. Das Haus wurde als Wohngebäude für die eigene vierköpfige Familie konzipiert. Es beherbergt zudem ein kleines Architekturbüro. Der Entwurfsgedanke entwickelt sich aus dem Wunsch, Gemeinschaft und Individualität im Familienleben Raum zu geben. Dies drückt sich im Raumkonzept mit seinen Raumfolgen sowie in der nach außen ablesbaren Schichtung des Baukörpers aus. Das hell verputzte Erdgeschoss ist der Ort des gemeinschaftlichen Wohnens. Innen wie Außen. Im dunkelgrau verputzten Obergeschoss liegen Individual- und Schlafräume. Oberer Abschluss des Gebäudes ist ein mit Lärchenholz bekleidetes Staffelgeschoss. Hier befindet sich ein fast vollständig verglaster Büroraum mit Dachterrasse. Neben der Schichtung der Funktionsbereiche sind die individualisierten Fensteröffnungen das nahezu einzige Gestaltungsmerkmal des Entwurfs. |
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| #147 | Einfamilienhaus Roßstraße |
| Kategorie: | Ein-/Zweifamilienhäuser |
| Standort: | Essen |
| Baujahr: | 2005 |
| Kurzbeschreibung: | Einfamilienhaus in ungewöhnlichen Formensprache und Niedrigenergiebauweise |
| Langbeschreibung: | Trotz der ungewöhnlichen Formensprache fügt sich das Haus städtebaulich in die Umgebung. Das Satteldach, die Firstausrichtung und die Farbauswahl orientieren sich an den Vorgaben des Bebauungsplans und der neuen grau gepflasterten Erschließungsstrasse. Das Eingangsportal öffnet die Westfassade zur Straße und heißt Besucher willkommen. Der Grundriss des Hauses wird bestimmt durch die polygonale Struktur des Grundstücks. Die Form wirkt skulptural, additiv angesetzte Elemente wie Vordächer findet man nicht, stattdessen Rücksprünge und Einschnitte. Selbst die Dachrinnen und Fallrohre sind in die Fassade integriert. Die Loggien entstehen durch das Zurückspringen der Geschosse. Angenehm und ästhetisch wirkt die indirekte Beleuchtung, die in Wände oder Decken integriert und somit fast unsichtbar ist. In der abgehängten Decke im Erdgeschoss verbergen sich Lichtschienen, die Beleuchtung der Bäder ist hinter den Spiegeln verborgen. Auch bei den Innenräumen gibt es fließende Raumübergänge, die das Haus offen, hell und großzügig machen. Man findet kaum Trennwände und wenig Türen. Selbst nach oben hin ist durch die Galerie, eine Glasbrücke und die scheinbar schwebenden Stahlstufen alles offen: Der Stahlbetonkeller des Hauses ist als Weiße Wanne ausgebildet. Die tragenden Wände bestehen aus Kalksandstein, die Decken aus Stahlbeton. Der konventionell ausgebildete Dachstuhl ist mit glatten grauen Betondachpfannen gedeckt, die Fassade mit einem schlichten hellgrauen Reibeputz versehen. Metallteile sind aus verzinktem Stahl. Holz wird im Bereich der Loggien gestalterisch verwendet, bei den Schiebeläden aber gleichzeitig auch aus funktionalen Gründen eingesetzt. Hier dient es als Sonnen- und Einbruchschutz. Die großen Fensterformate erforderten Leichtmetallfenster. Das Niedrigenergiehaus liegt mit 16cm Fassadendämmung deutlich über dem Durchschnitt. Auch der unbeheizte Keller und die Garage sind komplett gedämmt. Geheizt wird energiesparend mit einer Wärmepumpe und Nutzung der Erdwärme. Die Fußbodenheizung verteilt daher im Winter Wärme und im Sommer Kälte im Haus. Die großen Fenster orientieren sich nach Süden. Große Glasflächen sammeln die Energie, die dann in den gefliesten Böden gespeichert wird. Im Sommer kann durch das offene Treppenhaus und den Kamineffekt die warme Luft zum Dach hinaus transportiert werden. |
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| #148 | Eisenbahnbrücke "Neue Mühle" |
| Kategorie: | Verkehrsbauten |
| Standort: | Rödinghausen |
| Baujahr: | 1899 |
| Kurzbeschreibung: | Denkmalgeschützte Bogenbrücke von 1899 aus Sandsteinquadern im Originalzustand |
| Langbeschreibung: | In den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts baute die „Königliche Eisenbahn-Direction“ die heute als „Linie 105“ bezeichnete Eisenbahnstrecke, die von Bünde über Lübbecke nach Bassum an der Linie Osnabrück-Bremen führt. Die am 30.9.1899 feierlich eingeweihte Bahnlinie durchschneidet zusammen mit dem Bach Aue bei Neue Mühle das Wiehengebirge. An dieser Stelle überspannt eine Brücke den künstlichen Geländeeinschnitt und verbindet den Wohnbereich Neue Mühle mit dem östlich davon gelegenen Teil des Wiehengebirges. Gleichzeitig mit der Eisenbahnstrecke wurde 1899 die heute unter Denkmalschutz stehende Brücke ihrer Bestimmung übergeben. Der Brückenbau zeugt von der verkehrs- und wirtschaftsgeschichtlichen Entwicklung der Region und von einer Ausbauphase des Eisenbahnwesens, in der immer neue Landstriche den Schienen erschlossen wurden. Das Bauwerk spannt sich in einem ausladenden Bogen über die Bahngleise. Es ist aus großen Sandsteinquadern gemauert. Das Ravensberger Wappen mit den drei Sparren ziert den Schlussstein auf der südlichen Seite der Brücke, das Wappen des Fürstbistums Minden mit den zwei gekreuzten Schlüsseln schmückt den Schlussstein auf der nördlichen Brückenseite. Ein schmiedeeisernes Geländer überspannt die Brücke auf beiden Seiten in voller Länge. Die Eisenbahnbrücke „Neue Mühle“ stellt innerhalb der Denkmäler der Gemeinde Rödinghausen insofern eine Besonderheit dar, als dass sie sich heute noch völlig unverändert in ihrem Original-Errichtungszustand präsentiert. Hierzu gehört z.B. auch, dass immer noch der aus gestampftem Erdreich und Stein bestehende Weg, der 1899 angelegt wurde, vollständig erhalten ist. Die Eisenbahnbrücke verdankt diesen Dornröschenschlaf ihrer verkehrsungünstigen Lage, die sie bis auf den heutigen Tag vor dem Zugriff der Straßenplaner bewahrt hat. |
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| #149 | Eisenbahnbrücke Griethausen (Altrheinbrücke) |
| Kategorie: | Verkehrsbauten |
| Standort: | Kleve |
| Baujahr: | 1863-65 |
| Kurzbeschreibung: | 485 Meter lange Eisenbahnbrücke über den Altrhein aus der Zeit der Industrialisierung mit einer Hauptöffnung von 100 Metern |
| Langbeschreibung: | Die Eisenbahnbrücke Kleve-Griethausen (Altrheinbrücke) überquert den Altrhein (einen 1912 stillgelegten Arm des Rheins) und ist Bestandteil des alten Bahnstreckennetzes von Köln über Neuss und Kleve bis hin zur niederländischen Küste. Die Stahlfachwerkkonstruktion wurde 1863-1865 erbaut. Sie ist die älteste noch erhaltene Eisenbahnbrücke im deutschen Abschnitt des Rheins. Die Brückenkonstruktion beläuft sich insgesamt auf 485 Meter Länge. Die Hauptöffnung hat eine Spannweite von 100 Metern. Besonders zu betonen ist die Verwendung des Materials Puddelstahl, welches einen hohen Korrosionsschutz und eine hohe Festigkeit gewährleistet. Daher ist die Brücke in einem verhältnismäßig guten Zustand, wenn man berücksichtigt, dass sie seit 75 Jahren keinen Schutzanstrich mehr erhalten hat. Das Puddelstahlverfahren ist eines der ältesten Verfahren, in dem man Stahl aus Roheisen herstellt. Die Pfeiler der Brückenkonstruktion wurden aus holländischen, bei Kleve hergestellten Klinkern gemauert. Durch die besondere, neuartige Ausprägung des Stahlfachwerks hat dieses Bauwerk eine große Bedeutung für die Entwicklung der Bauingenieurskunst in Deutschland. Im Zweiten Weltkrieg beschädigt, wurde die Brücke für den überregionalen Bahnverkehr 1960 stillgelegt, sie fungierte jedoch noch bis 1987 als Belieferungs-Trasse der rapsverarbeitenden Ölwerke Spyck. Nach der endgültigen Stilllegung der Verbindung wurde die Brücke 1984 unter Denkmalschutz gestellt. Jedoch hat sie bei Hochwasser auch heute noch eine wichtige Funktion. Die Überführung ist dann der einzige Zugang für die Arbeiter aus den Ölwerken. |
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| #150 | Eisenbahnviadukt Altenbeken |
| Kategorie: | Verkehrsbauten |
| Standort: | Altenbeken |
| Baujahr: | 1853 |
| Kurzbeschreibung: | Der Viadukt aus 25 gemauerten Muschelkalkbögen gilt als größte Kalksandsteinbrücke Europas |
| Langbeschreibung: | Der Eisenbahnviadukt führt am Westrand von Altenbeken über das Tal der Beke. Das 1853 eingeweihte Bauwerk hat eine Länge von 482 Metern und eine Höhe von 35 Metern. Der Viadukt besteht aus 25 gemauerten Muschelkalkbögen mit einer lichten Weite von jeweils 15,70 Metern. Er gilt als größte Kalksandsteinbrücke Europas und steht heute unter Denkmalschutz. Zur Gründung der Pfeiler des Viaduktes in dem nichtragenden und feuchten Untergrund wurden 8 Meter lange Buchenpfeiler in den Boden gerammt, auf denen das Bauwerk auch nach 150 Jahren Zugverkehr sicher steht. Für den Bau hatte man das Viadukt über die ganze Länge mit Holzgerüsten eingerüstet, die breit genug waren, um mit einem Pferdewagen befahren werden zu können, um so die bis zu 1500 Kilogramm schweren Kalksteine an ihren Einbauort zu verbringen. Das Baugerüst kostete 89.000 Taler, das gesamte Bauwerk 529.000 Taler, was König Friedrich Wilhelm IV bei der Einweihung des Viaduktes sagen liess: „Ich habe geglaubt, eine goldene Brücke vorzufinden, weil so schrecklich viele Taler verbraucht worden sind!“ Die angesprochene goldene Brücke findet sich nun im Stadtwappen der Gemeinde Altenbeken. Im zweiten Weltkrieg durch Bombentreffer schwer beschädigt wurde der Viadukt unter Berücksichtigung der historischen Form wiederaufgebaut. |
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| #151 | Elefantenpark |
| Kategorie: | Botanische/Zoologische Gärten |
| Standort: | Köln |
| Baujahr: | 2004 |
| Kurzbeschreibung: | Neukonzeption des Elefantenparks mit Außengehege im Kölner Zoo |
| Langbeschreibung: | Der neue Elefantenpark nimmt als größtes Elefantengehege nördlich der Alpen mit seinen knapp 20.000 qm etwa ein Zehntel der Gesamtfläche des Kölner Zoos ein. Die Gestaltung des Parks ist von der engen Verzahnung von Architektur und Landschaft geprägt, während die Dimensionierung auf die Größe der Elefanten abgestimmt ist. Dabei wurde der bereits vorhandene Trümmerberg dazu genutzt, einen Teil des immerhin 5.000 qm großen Innengeheges mitaufzunehmen. Zugleich steigt damit das Gelände im Gebäudeinneren um drei Meter an – das begrünte Dach folgt diesem Bodenrelief und erzeugt dadurch im Inneren und Äußeren eine bewegte hügelige Dachlandschaft. Das Gebäude wird so zum schützenden Unterstand, während großzügige Decken- und Wandöffnungen reichlich natürliches Licht in das Innengehege lassen. Die Holzdachkonstruktion besteht aus sieben Schirmkonstruktionen mit 20 bis 25 Meter Durchmesser, die von etwa zwölf Meter hohen baumstammartigen Stützen getragen werden. Die verwendeten Materialien und Farben sollen den Eindruck eines natürlichen Lebensraumes der Elefanten verstärken. Bodenbelag und Holzdach sind sandfarben gehalten, die Wasserbecken folgen der türkisgrünen Farbgebung der Pflanzen, Betonunterbauten und -stützen passen sich den grauen Bewohnern an Der Versuch, einen möglichst naturgetreuen Park zu schaffen, setzt sich im Außengehege fort. Hier gibt es keine Absperrgitter und Trockengräben, vielmehr sorgen Wasserbecken und Felsblöcke für eine Trennung von Besuchern und Tieren Mehr auf koelnarchitektur.de |
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| #152 | Elektronikfertigungshalle » Website |
| Kategorie: | Tragwerk |
| Standort: | Dortmund |
| Baujahr: | 2001 |
| Kurzbeschreibung: | Erweiterung einer Fertigungshalle mit einer metallverkleideten Fassade in technischer Anmutung |
| Langbeschreibung: | Die äußere Hülle kündigt mit der technischen Anmutung ihrer Metallverkleidung bereits von weitem die Nutzung des Gebäudes an: Mikroelektronik, die vorher europaweit bezogen wur-de, wird nun in Eigenproduktion am bestehenden Firmensitz hergestellt. Der Anbau an die vorhandene Produktionshalle ermöglicht die Weiterverarbeitung der neuen Produkte in einem sinnvollen Arbeitsablauf ohne aufwendige Zwischenlagerung. Um die Hightech-Elemente den Veränderungen des Marktes anpassen zu können, ist darüber hin-aus ein hohes Maß an Flexibilität innerhalb des neuen Produktionsgebäudes erforderlich. Das Tragwerk ist daher so ausgebildet, dass es die komplette Produktionshalle stützenfrei überspannt: Zwei Binderpaare mit einer Spannweite von bis zu 46 Metern formen kubische Dachaufbauten, die nach Norden verglast sind und das Halleninnere mit blendfreiem Tageslicht versorgen. Der Produktionsablauf kann somit individuell den jeweiligen Erfordernissen angepasst werden. In Teilbereichen wird die Halle zweigeschossig genutzt, wobei sich auf der oberen Ebene Büros und Besprechungsräume befinden, deren Erschließung gleichzeitig eine Beobachtung der Fertigung im Erdgeschoss ermöglicht. Trotz der weitgehend geschlossenen Fassaden erhalten alle Arbeitsräume über horizontale Lichtbänder Tageslicht und einen Außenbezug. Im Erdgeschoss unterstreicht ein durchgehendes Lichtband in Augenhöhe auf drei Seiten des Gebäudes die horizontale Struktur der Fassade aus Aluminiumstehfalzblechen. |
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| #153 | Elisenbrunnen |
| Kategorie: | Kulturbauten (Kino, Theater, Museen) |
| Standort: | Aachen |
| Baujahr: | 1827 |
| Kurzbeschreibung: | Repräsentatives Bauwerk um die "Kaiserquelle" in klassizistischer Stilrichtung |
| Langbeschreibung: | Der Aachener Elisenbrunnen spiegelt die ausgeprägte Bade- und Kurkultur der Stadt Aachen wieder. Aufgrund der zahlreichen Thermalquellen war Aachen bereits zur Römerzeit als Badeort bekannt und war über Jahrhunderte für selbige Zwecke Anlaufstelle. Mit dem 1827 fertig gestellten Elisenbrunnen errichtete Aachen unter der Leitung des Architekten Karl Friedrich Schinkel ein repräsentatives Bauwerk um die „Kaiserquelle“. Den klassizistischen Bau besuchten u.a. Peter der Große, Friedrich der Große Giacomo Casanova und Georg Friedrich Händel, was gegenwärtig auf Marmortafeln zu begutachten ist. Auch heute ist der nach der Kronprinzessin Elisabeth Ludovika von Bayern benannte Brunnen noch eine touristische Attraktion. Der Elisenbrunnen besteht aus einer offenen Wandelhalle mit Säulenvorbau sowie zwei sich rechts und links anschließenden Pavillons. Aus zwei integrierten Trinkbrunnen sprudelt 52°C warmes Trinkwasser aus der Kaiserquelle, was als Heilwasser gilt. Das Wasser ist stark schwefelhaltig und sorgt somit für den charakteristischen Geruch am Elisenbrunnen. Die beiden Pavillons werden inzwischen als Sitz des Aachener Verkehrsvereins bzw. als Restaurant genutzt. Während des zweiten Weltkriegs wurde der Brunnen durch einen Bombenangriff nahezu vollständig zerstört, jedoch zu Beginn der 50er Jahre originalgetreu rekonstruiert. Der bekannte, in Aachen geborene Architekt Ludwig Mies van der Rohe machte sich für einen unveränderten, detailgetreuen Wiederaufbau stark. Hinter dem Elisenbrunnen schließt sich der Elisengarten an, ein kleiner Park, der sich durch seine Gestaltung ins klassizistische Konzept des Elisenbrunnens eingliedert. |
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| #154 | Elsbach-Haus Herford » Website |
| Kategorie: | Handel |
| Standort: | Herford |
| Baujahr: | 1909-1925 /2002-2004 (Umbau) |
| Kurzbeschreibung: | Viergeschossiger Gebäudekomplex unter Mansarddach, in vier Abschnitten errichtet |
| Langbeschreibung: | Der Firmenkomplex der ehemaligen Wäschefabrik Elsbach AG wurde in vier Abschnitten errichtet. Innerhalb des ersten Abschnitts entstand der siebenachsige, viergeschossige Teil unter Mansarddach mit jeweils außenliegenden, eigenständigen Treppenhäusern. Die sieben Fensterachsen werden durch Dachhäuser in der Mansarde achsial betont. Das nördliche Treppenhaus wurde klassizistisch durchgestaltet; Bereiche des vierten Obergeschosses tragen geschmückte Konsolen und ein Meanderband unter gewölbten Abschluss. Im Bereich des südlichen Treppenhauses lag offensichtlich der Repräsentationseingang. Dieser ist streng barockisierend ausgebildet. Je zwei Pfeilervorlagen tragen ein gesprengtes, barockisierendes Giebelschild mit jugendstilhaftem Dekor in der Feldmitte. Im zweiten Abschnitt entstand der nördliche Erweiterungsbau ,vielachsig unter Mansarddach. Im vierten Obergeschoss befinden sich Zwerchhäuser in der Fensterachse. Deren barockisierende Giebelschilder tragen jeweils jugendstilhafte Medaillons. Der viergeschossige Erweiterungsbau des dritten Bauabschnitts nimmt die Straßensituation Ecke Schillerstraße/Goebenstraße auf. Die Geschosse werden in den Fensterachsen durch Kassettenbrüstungen betont. Dieser Teilbau wird durch ein schweres, umlaufendes Simsband unter Pultdach zwischen drittem und viertem Obergeschoss betont. Die Giebelfront zur Schillerstraße liegt unter einem barockisierenden Giebelschild mit Okuli. Im Bereich der ansteigenden Schillerstraße entstand im vierten Abschnitt ein schlichter viergeschossiger, mehrachsiger Erweiterungsbau unter Mansarddach. Dieser Baukörper ordnet sich unter und nimmt nur noch die Kassettenteilung in der Fensterachse als stilistisches Element auf. Nach der Wäschefabrik gab es eine Neunutzung durch die Bundespost. Bei der Sanierung und Renovierung 1982 wurden Aspekte des Denkmalschutzes berücksichtigt, die Fassade wurde unverändert belassen bzw. wiederhergestellt. Im Jahre 2003 gab es Teilabbrüche im hinteren Bereich. 2002 – 2004 Umbau und Nutzungsänderung in Büro – und Verkaufsflächen. |
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| #155 | Emil-Schumacher Museum » Website |
| Kategorie: | Kulturbauten (Kino, Theater, Museen) |
| Standort: | Hagen |
| Baujahr: | 2006-2009 |
| Kurzbeschreibung: | Museumsbau für Emil Schumacher in Beton-Glas-Konstruktion |
| Langbeschreibung: | Das Emil Schumacher Museum ist dem gleichnamigen Hagener Künstler gewidmet worden und wurde 2009 eröffnet. Seine Werke gehören zu den bedeutendsten expressionistischen Beiträgen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der dreigeschossige rechteckige Sichtbetonbau wird durch eine einläufige langgestreckte Treppenanlage geprägt. Der gesamte Bau wird durch eine Glaskonstruktion ummantelt, welche durch drei Zentimeter dicke Stahlseile gehalten wird. Alle Glasscheiben werden punktartig mit den Seilen verbunden. Die Dachkonstruktion basiert auf 14 Stahlfachwerkträgern. Um einen starken Tag-Nacht-Kontrast auszubilden, wird die Fassade mit Lichteffekten versehen und wird dadurch initiiert. Der gläserne Bau ist mit einem Verbindungselement an das Karl Ernst Osthausmuseum angeschlossen worden. Das Ensemble bildet so das Hagener Kunstquartier. Siehe auch Osthaus Museum |
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| #156 | Energie Forum Innovation |
| Kategorie: | Verwaltungs-/Bürogebäude |
| Standort: | Bad Oeynhausen |
| Baujahr: | 1992 - 1995 |
| Kurzbeschreibung: | Multifunktionales Gebäude in reich gegliederter, expressiver Form |
| Langbeschreibung: | 1995 ließ das Elektriziätswerk Minden Ravensberg (EMR) mitten in einer Industriebrache eine neue Netzleitstelle mit Verwaltungsräumen errichten. Das Gebäude sollte zusätzlich auch Konferenzsäle, ein Auditorium und eine Cafeteria beherbergen. Um all diesen Aufgaben gerecht zu werden, schuf der amerikanische Architekt Frank O. Gehry ein Bauwerk mit einem ungewöhnlichen Raumprogramm. Der reich gegliederte Komplex mit sanft geneigten Dächern und Fassaden, die mal auskragen, mal eingebuchtet sind , teilweise weiß verputzt und teilweise mit glänzendem Metall verkleidet, setzt sich mit seinen expressiven Formen von seiner Umgebung ab. Der Grundriss des mehrflügeligen Gebäudes ist von außen nur zu erahnen, die einzelnen Elemente des Baus sind dynamisch miteinander verbunden. Glassfassaden mit photovoltaischen Zellen gewinnen Energie und großflächige Fenster öffnen das Bauwerk zur Umgebung. Eine ganze Reihe innovativer Maßnahmen sorgen für die nötige Energie für das Bauwerk. Neben der Photovoltaik wird die Sonnenergie mit Solarthermikelementen auch für die Warmwassergewinnung genutzt. Ein Blockheizkraftwerk sorgt für die zusätzlich benötigte Energie. Kühldecken, Wärmerückgewinnung, Gebäudeautomation und Regenwassernutzung sind weitere Elemente im umfassenden Energiekonzept des Gebäudes. |
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| #157 | Ennepetalsperre » Website |
| Kategorie: | Wasserwirtschaft |
| Standort: | Breckerfeld |
| Baujahr: | 1904 |
| Kurzbeschreibung: | Als Bruchsteinmauer ausgeführte Staumauer |
| Langbeschreibung: | Die Ennepestaumauer wurde im Jahr 1904 nach Entwürfen von Prof. Otto Intze und Raddatz nach dem Intze-Prinzip als Bruchsteinmauer errichtet und 1912 um 10 Meter auf 50 Meter erhöht. Der Stauinhalt stieg von 10,3 Mio. m³ auf 12,6 Mio. m³ Wasser. Anfangs lieferte die Ennepetalsperre hauptsächlich Trieb- und Brauchwasser für die damals zahlreichen Hammerwerke im Tal der Ennepe. Inzwischen hat sich die Trinkwasserversorgung zur weitaus wichtigsten Aufgabe der Ennepetalsperre entwickelt. 1997 hat der Ruhrverband die Talsperre übernommen und mit ihrer grundlegenden Sanierung begonnen. An dem über 80 Jahre alten Bauwerk hat der "Zahn der Zeit" tüchtig genagt. Die Staumauer wurde 1997 instandgesetzt. Dabei wurde mit einer Tunnelbohrmaschine im bergmännischen Vortrieb ein Kontrollgang durch das Fundament der Sperrmauer aufgefahren. Die untere Hälfte seines Querschnitts liegt hierbei im gewachsenen Fels, auf dem die Mauer steht, und die andere Hälfte liegt in der Mauer. Dies erforderte großen technischen Aufwand, da der Kontrollgang sowohl der Wölbung der Mauer als auch dem Profil des Tals folgen musste, um immer entlang der Nahtstelle von Mauer und Untergrund zu verlaufen. Die Aufgabe des Kontrollgangs ist die Ableitung von Sickerwasser, das zwischen Mauer und Felsen sowie in die Mauer selbst eintrat. Auf diese Weise soll der Sohlenwasserdruck der Sperrmauer verringert werden. |
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| #158 | Epiphaniaskirche Bochum » Website |
| Kategorie: | Sakralbauten |
| Standort: | Bochum |
| Baujahr: | 1929 -1930 / 1993 (Sanierung) |
| Kurzbeschreibung: | Backsteinkirche im Bauhausstil aus den 1920er Jahren |
| Langbeschreibung: | Die Kirche der Epiphanias Gemeinde in Bochum ist eine der wenigen noch erhaltenen Sakralbauten der 1920er Jahre. Das Gebäude ist durch gradlinige stringente Formen geprägt und wurde aus rötlichen Backsteinen errichtet. Der rechteckige geometrische Glockenturm ist 29, 5 Meter hoch und wird durch ein stählernes Kreuz abgeschlossen. Städtebaulich fügt sich das Bauwerk durch seine funktionale Form in die Umbebung der Industrie- und Fabrikgebäude ein. Bemerkenswert ist der Innenraum, der durch die farblich gestalteten Kirchenfenster einen Kontrast zur eher dunkel wirkenden Außenhaut des Bauwerks bildet. Im Innenraum steht ein Kreuz-Denkmal, welches daran erinnern soll, dass die Kirchengemeinde auch in Zeiten der Zerstörung und des Krieges überlebt hat. Das Kreuz soll auf dem originalen Bombenzünder stehen, der 1945 das Pfarrhaus traf. 1993 wurde die Kirche in großen Teilen saniert. Am 11. September 2005 wurde das Gotteshaus unter Denkmalschutz gestellt. |
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| #159 | Erbdrostenhof |
| Kategorie: | Schlösser/Burgen/Stadtbefestigungen |
| Standort: | Münster |
| Baujahr: | 1753 - 1757 |
| Kurzbeschreibung: | Barockes Adelspalais mit konkavem Fassadenschwung |
| Langbeschreibung: | Barockes Adelspalais, 1753 - 1757 von Johann Conrad Schlaun für den Erbdrosten Adolph Heidenreich von Droste-Vischering errichtet. Dreigeschossiger Dreiflügelbau mit konkavem Fassadenschwung; der Mittelpavillon ist durch seine Werksteinfassade mit reichem architektonischem Schmuck akzentuiert, während die Flügelbauten bei zurückhaltender formaler Gestaltung einen farbigen Wechsel von Backsteinflächen und Sandsteingliederungen vollziehen. Die seitlichen Stirnwände und die rückwärtige Fassade bleiben hinter dem architektonischen Anspruchsniveau der Straßenfront zurück. Den Bau überdeckt ein über dem Mittelpavillon leicht erhöhtes Mansarddach. Die Grundstückssituation ist meisterhaft bewältigt durch die Diagonalstellung und Ausrichtung des Palastes auf die platzartige Ausweitung der Salzstraße. Formal gehen in der Architektur des Erbdrostenhofes Motive des französischen und italienischen Palastbaues eine Verbindung ein, so dass der Bau im nordwestlichen Europa ohne Parallele ist. |
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| #160 | ERCO Hochregallager P3 » Website |
| Kategorie: | Gewerbebauten |
| Standort: | Lüdenscheid |
| Baujahr: | 2001 |
| Kurzbeschreibung: | Neubau des Hochregallagers P3 für ERCO in Lüdenscheid |
| Langbeschreibung: | Mit seinem hochmodernen Logistik-Neubau verknüpft ERCO Innovation, kulturellen Anspruch und Funktionalität. Nachts setzt das Hochregallager als Lichtskulptur weithin sichtbare Zeichen. Auf der transluzenten Fassade des Quaders zeichnen sich die komplexen Abläufe im Innern der Maschinerie als Lichtsignale ab und kommunizieren sie so nach außen. Grünblau schimmernd erscheinen auf der vorgehängten Haut aus Gussglas sich stetig verändernde Muster aus vertikalen Linien, die an Strichcodes erinnern. Das Architekturbüro schneider+schumacher, Frankfurt, entwickelte eine architektonische Sprache, die der Aufgabenstellung und dem gestalterischen Anspruch der Bauherren gerecht wird. Das logistische Konzept und die Planung der Lagertechnik entstand in Zusammenarbeit mit der VES Planungsgesellschaft, Dortmund, die auch die Bauleitung vor Ort leistete. Mit der Gestaltung der Medienfassade, deren Lichtsequenzen die logistischen Vorgänge im Innern des Gebäudes zum Thema haben, beauftragte ERCO den Lichtkünstler Uwe Belzner aus Heidelberg. Mit seiner gläsernen Licht-Fassade schafft das Hochregallager P3 eine neue Qualität in der Gestaltung von Industriebauten: Erstmals dient hier eine Medienfassade dazu, über die Vorgänge im Inneren des Gebäudes zu erzählen. Hinter der Lichtinstallation steckt moderne Technik. Eine ERCO Lichtsteueranlage dimmt und schaltet die Leuchtstofflampen und lässt über 250 verschiedene Lichtszenen ablaufen. Aber auch die „Structural-Glazing“-Konstruktion der Fassade aus Gussglaselementen stellt eine bautechnische Innovation dar und ist die größte ihrer Art. Der 73 m lange und 23 m hohe Quader schiebt sich aus dem Hang heraus in die naturbelassene Umgebung. Die Längsfassaden bestehen aus einer Profilglaskonstruktion, die speziell für dieses Projekt entwickelt wurde und sämtliche inneren Abläufe von außen erlebbar macht. Fördertechnisch ist das Hochregallager stützenfrei über eine Brücke an die vorhandene Produktionsstätte P1 angebunden. |
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| #161 | Ernst-Immel-Realschule, Marl » Website |
| Kategorie: | Schulen/Kindergärten/Altenwohnanlagen |
| Standort: | Marl |
| Baujahr: | 1951/2005 (Neubau) |
| Kurzbeschreibung: | Erweiterung der Ernst-Immel-Realschule in Marl |
| Langbeschreibung: | Der Neubau der Ernst-Immel-Realschule in Marl besteht aus zwei Sporthallen mit Nebenräumen, vier Fachklassen sowie eine Pausenhalle. Die Stapelung der Hallen mit der direkten Zuordnung der Pausenhalle führte zu einem kompakten Baukörper und sicherte somit eine wichtige Qualität des Standortes – den waldähnlichen alten Baumbestand im Schulhof. Das Zentrum des neuen Gebäudes bilden die beiden Sporthallen. Flankiert werden die beiden Hallen durch viergeschossige Seitenflügel mit den jeweiligen Nebenräumen und Fachklassen. Die Gymnastikhalle wird einerseits als Sporthalle genutzt, andererseits ist sie als Aufführungsort für schulinterne Festlichkeiten ausgestaltet. Die Materialität des Erweiterungsbaues leitet sich sowohl aus der inneren Struktur mit dem Herzstück der beiden Hallen und flankierenden Räumen als auch aus der Gestalt des Bestandsgebäudes ab. Es wurde eine Sortierung des Wittmunder Torbrandklinker ausgewählt. Im zweiten Bauabschnitt werden der Neubau und der Altbau noch durch eine U-förmige Hofbebauung ergänzt, die voraussichtlich im Frühjahr 2010 fertig gestellt sein wird. |
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| #162 | Ernsting´s Family Erweiterung Vertriebscenter Coesfeld |
| Kategorie: | Verwaltungs-/Bürogebäude |
| Standort: | Coesfeld |
| Baujahr: | 1999 |
| Kurzbeschreibung: | Moderner Erweiterungsbau des Vertriebszentrums der Firma Ernsting´s Family mit verglastem Kopfbau und eindrucksvollen Torschwingen |
| Langbeschreibung: | Die Anfang der 1980er Jahre für die Firma Ernsting´s Family erbauten Gewerbebauten, die nach dem 1983 veranstalteten Fassaden-Wettbewerb von Bruno Reichlin, Fabio Reinhardt und Santiago Calatrava in eine futuristisch wirkende Aluminium-Fassade gekleidet wurden, waren Mitte der 90er Jahre trotz Ihrer großzügigen Dimensionen zu klein geworden. Das Unternehmen veranstaltete daraufhin einen weiteren Wettbewerb für einen Erweiterungsbau. Dieser wurde 1996 von Schilling-Architekten aus Köln gewonnen. Der 1999 fertig gestellte Bau des Vertriebszentrums schließt sich in der östlichen Verlängerung an die bestehenden Gebäude an. Ein gläserner Kopfbau, der Wintergarten, liegt straßenseitig und beherbergt die in subtropischer Bepflanzung eingebettet Kantine. Hinter diesem Kopfbau liegt ein Ensemble aus zwei zueinander versetzten Baukörpern, einer ist in dunkelgrauen Betonfertigteilen gehalten und mit großen Fensteröffnungen versehen, der andere, den Lagerbereich beherbergend, vollständig geschlossen und mit silbernen Aluminiumlamellen verkleidet. Nach Süden neigt sich der gesamte Baukörper mit seinem begrünten Dach in die Landschaft und endet im Torbereich. Die im geschlossenen Zustand rampenartigen Toren lassen sich wie gewaltige Schwingen nach oben hin öffnen. |
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| #163 | Erweiterung Bürogebäude PL Architekten |
| Kategorie: | Verwaltungs-/Bürogebäude |
| Standort: | Aachen |
| Baujahr: | |
| Kurzbeschreibung: | Erweiterung eines Fabrikgebäudes mit einem minimalistischen Neubau |
| Langbeschreibung: | Das sanierte Fabrikgebäude wurde durch einen minimalistischen Neubau erweitert: Der Ziegel legt sich wie eine raue Haut um den Massivität suggerierenden Kubus. Diese wird jedoch durch die Eingangsgestaltung aufgehoben: Die frei schwebende Ecke trägt drei Geschosse. Ein 14 m² großes "Panoramafenster" in der Frontfassade spiegelt wie ein überdimensionaler Bilderrahmen das gegenüberliegende Viadukt. Kontrast hierzu ist die Seitenfassade mit hochformatigen, scheinbar herauskippenden Fensterleibungen. |
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| #164 | Erweiterung der Grundschule Dellbrücker Straße mit Ganztagsbetrieb und Turnhalle |
| Kategorie: | Schulen/Kindergärten/Altenwohnanlagen |
| Standort: | Köln |
| Baujahr: | 2007 |
| Kurzbeschreibung: | Anbau für die Offene Ganztagsschule und eingegrabener Turnhalle mit Oberlichtern |
| Langbeschreibung: | Im Nordosten von Köln, an der Dellbrücker Straße, wurde eine Grundschule um ein Gebäude für die Offene Ganztagsgrundschule und um eine Turnhalle erweitert. Die beiden Funktionen wurden in einem neuen Anbau vereint. Dieser liegt hinter dem Bestandsgebäude. Er schließt über ein gläsernes Treppenhaus an die bestehende Schule an. Das Besondere: Die Turnhalle wurde bis auf eine Längsseite in das Gelände eingegraben, liegt also im Untergeschoss des Neubaus. Durch Oberlichter fällt Tageslicht in die Halle. Die darüber liegende Ganztagsgrundschule wirkt mit ihrer Holzverschalung wie ein Gartenhaus. Dachbegrünung, Sonnenschutz, Dämmung und Verglasung genügen erhöhten Anforderungen an den Energie- und Klimastandard. |
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| #165 | Erweiterung der katholischen Grundschule Fußfallstraße zur Ganztagsschule |
| Kategorie: | Schulen/Kindergärten/Altenwohnanlagen |
| Standort: | Köln |
| Baujahr: | 2007 |
| Kurzbeschreibung: | Langgestrecktes Gebäude in Sichtbetonbauweise mit flach geneigtem Pultdach und Glasfassade |
| Langbeschreibung: | Die katholische Grundschule Fußfallstraße steht unter Denkmalschutz. Für den offenen Ganztagsbetrieb wurde nun ein Neubau nötig. Dieser wurde als eingeschossiger Solitär geplant. Er schließt den Schulhof nach Westen ab und fügt sich raumbildend in das vorhandene Ensemble aus den 50er Jahren ein. Entstanden ist ein langgestrecktes Gebäude in Sichtbetonbauweise mit flach geneigtem Pultdach und Glasfassade. Den Bau umschließt ein auskragender Betonrahmen. Überdachte Terrassen schaffen eine klare Aufteilung von Außen- und Innenraum. Das Gebäude ist barrierefrei. |
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| #166 | Erweiterung der Realschule, Velen » Website |
| Kategorie: | Schulen/Kindergärten/Altenwohnanlagen |
| Standort: | Velen |
| Baujahr: | 1997 |
| Kurzbeschreibung: | Erweiterungsbau für die Realschule in Velen |
| Langbeschreibung: | Der Erweiterungsbau für die Realschule in Velen besteht aus einem zweigeschossigen 36x36m großen quadratischen Baukörper. Die Klassenräume sind U-förmig um einen Aulabereich herum angeordnet. Die offene U-Seite markiert den breiten Eingangsbereich, der über die vollen zwei Stockwerke reicht. Durch einen verglasten Innenhof in der Mitte des Gebäudes erhält auch der innere Bereich mit den Gängen und der Halle eine natürliche Belichtung. Die Fassaden werden durch die großen verglasten Fassadenflächen bestimmt, wodurch alle Klassenräume großzügig belichtet werden. Im Innenausbau dominieren glatte Materialien wie Sichtstahlbeton und Natursteinböden. |
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| #167 | Erweiterung der Rheinischen Förderschule Bedburg-Hau |
| Kategorie: | Schulen/Kindergärten/Altenwohnanlagen |
| Standort: | Bedburg-Hau |
| Baujahr: | 2005 |
| Kurzbeschreibung: | Erweiterung, Umbau und Optimierung der rheinischen Förderschule mit neuem zentralen Haupteingang |
| Langbeschreibung: | Die Schule hat den Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung. Die Erweiterung besteht aus einem neuen Klassentrakt mit sieben Klassen- und Gruppenräumen, drei Pflegeeinheiten sowie aus einer Turnhalle mit Lehrschwimmbecken. Das gesamte Schulgelände wurde in der Nutzung optimiert und umgebaut. Unter anderem wurde der Hauptzugang ins Zentrum verlegt, so dass die Schule nun einen eindeutig erkennbaren Mittelpunkt hat. |
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| #168 | Erweiterung der Rheinischen Förderschule Euskirchen |
| Kategorie: | Schulen/Kindergärten/Altenwohnanlagen |
| Standort: | Euskirchen |
| Baujahr: | 2007 |
| Kurzbeschreibung: | Flacher Erweiterungsbau mit Ziegelhaut, der die Bestandsgebäude aus den 1960er und 1980er Jahren bogenförmig umschließt |
| Langbeschreibung: | In der Rheinischen Förderschule Euskirchen werden Kinder in ihrer körperlichen und motorischen Entwicklung gefördert. Der Neubau schließt als weitgespannter Bogen sowohl in der Mitte als auch seitlich an die vorhandenen Bestandsbauten an, so dass für die Schüler ein Rundweg um den neuen Innenhof entstanden ist. Die verschiedenen Funktionen wurden klar angeordnet. Im südlichen Teil des Erweiterungsbaus liegen die Fachunterrichts- und Klassenräume. Im nördlichen Grundstücksbereich liegt der Sportkomplex mit Turnhalle, Schwimmbad, Umkleiden und Sanitäreinrichtungen. |
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| #169 | Erweiterung der Schiller-Schule Bochum |
| Kategorie: | Schulen/Kindergärten/Altenwohnanlagen |
| Standort: | Bochum |
| Baujahr: | 2003 |
| Kurzbeschreibung: | Wechselspiel aus massivem Stein und transparentem Glas, aus denkmalgeschütztem Bauwerk und modernem Anbau |
| Langbeschreibung: | Die Schiller-Schule aus dem Jahr 1925 steht unter Denkmalschutz. Ziel der Neubaumaßnahme war es, mit dem notwendigen Erweiterungsbau das Gesamtbild der Schule nicht zu verfälschen. So sind an das Hauptgebäude zwei gläserne Türme mit jeweils drei Klassenräumen angebaut worden. Im Sockelgeschoss besteht eine Verbindung zwischen beiden Elementen. Hier ist das neue Schiller-Café untergebracht. Die Glastürme sind zur Linie, die das Hauptgebäude zeichnet, um fünf beziehungsweise 15 Grad versetzt. Damit wird ein Kontrapunkt zur Strenge des symmetrisch angeordneten Schulgebäudes aus den 1920er Jahren gesetzt. Der Schwere des steinernen Baus steht zudem die Leichtigkeit des gläsernen Baukörpers gegenüber. |
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| #170 | Erweiterung Dürkoppwerke Bielefeld |
| Kategorie: | Mehrfamilienhäuser/Wohnsiedlungen |
| Standort: | Bielefeld |
| Baujahr: | 2000 |
| Kurzbeschreibung: | Rückbau, Instandsetzung und Erweiterung auf dem ehemaligen Fabrikgelände der Dürkoppwerke Bielefeld |
| Langbeschreibung: | Das Objekt liegt in der Innenstadt Bielefelds. Es handelt sich um ein ehemaliges Fabrikgebäude des Kleinmaschinenherstellers Dürkoppwerke Bielefeld. Die Planung überzeugt durch die Berücksichtigung des Charakters als geschütztes Industriedenkmal. Bei der Gesamtkonzeption waren drei Aspekte von ganz besonderer Wichtigkeit: 1. Rückbau des Bestandes, um angemessene Abstandsflächen zwischen den Gebäuden zu schaffen 2. Instandsetzung mit besonderem Augenmerk auf die "Bruchstellen", wobei die Nahtstellen eine neue Materialeigenständigkeit erhielten 3. Implantierung neuer Körper, um städtebauliche Dichte und Qualität im Gesamtgefüge zu sichern Der Komplex an sich ist nicht in sich geschlossen, sondern verzahnt geöffnet, um Durchlüftung zu erhalten. Im Außenanlagenkonzept wurden die Altgebäudelinien in Form von Wasser sowie Grün und Pflasterflächen aufgenommen. Das gesamte Quartier ist über Brückengänge begehbar. |
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| #171 | Erweiterung Museum Abtei Liesborn, Wadersloh |
| Kategorie: | Kulturbauten (Kino, Theater, Museen) |
| Standort: | Wadersloh |
| Baujahr: | 2003 - 2004 |
| Kurzbeschreibung: | Erweiterungsbau des Museums Abtei Liesborn in Wadersloh |
| Langbeschreibung: | Mit dem Neubau von 2004 erweiterte das 1966 gegründete im ehemaligen Kloster untergebrachte Museum Abtei Liesborn seine Ausstellungsfläche. Die Anfänge des Klosters gehen bis in das frühe 9. Jahrhundert zurück. Kern der Museumssammlung ist sakrale Kunst, wobei eine zunehmend wachsende Sammlung der jungen Moderne aus der Region den Erweiterungsbau notwendig machte. Der Anbau besteht aus einem ruhigen und klar gestalteten quaderförmige Baukörper. Schmale Fensterbänder setzen Lichtakzente ohne die starke geometrische Form aufzubrechen. Durch die komplette Verkleidung der Fassade mit grünlich schimmerndem Recycling-Glas wird die monolithische Form zusätzlich betont und gleichzeitig die Andersartigkeit des Neubaus hervorgehoben. Dabei tritt der Erweiterungsbau in seiner zurückhaltenden Ausgestaltung nicht in Konkurrenz zum bestehenden Gebäudeensemble, sondern ergänzt die historischen Gebäudeteile mit seiner modernen Architektursprache. |
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| #172 | Erweiterung Schachtanlage Technologiezentrum Lünen |
| Kategorie: | Verwaltungs-/Bürogebäude |
| Standort: | Lünen |
| Baujahr: | 2008-09 |
| Kurzbeschreibung: | Umnutzung des Bestandes und Erweiterung der Schachtanlage mit einem kubischen Büroneubau |
| Langbeschreibung: | Im Technologiezentrum Lünen, einer ehemaligen Steinkohlezeche, schwebt als Landmarke das 1985 von dem Designer Luigi Colani umgesetzte „Ufo“ auf dem alten Förderturm. Seit 2001 beherbergt dieses Gebäude der stillgelegten Schachtanlage das Technologie- und Gründungszentrum sowie die Academy of Aplied Science. Auf Grundlage eines 2007 ausgelobten Wettbewerbs zur Erweiterung der Bürofläche entstand ein neues Ensemble mit einem kubischen Büroneubau. Das „UFO“ mit darunterliegender Schachthalle wurde zu einem multifunktionalen Veranstaltungsort umgenutzt. Mit nur geringen Eingriffen konnte der industrielle Charme der Schachthalle erhalten werden und dient nun als Auftakt für das „Ufo“. Hier finden zukünftig Ausstellung und Veranstaltungen für Kunst, Kultur sowie auch Industrie statt. Das Ufo als Höhenpunkt der Inszenierung bietet nun Raum für eine Buisnesslounge. Der wiederhergestellte 360° Panoramablick ermöglicht dem Besucher in 37 Metern Höhe einen imposanten Ausblick. Im Inneren wird mit Hilfe von Lichtsteuerung die passende Atmosphäre dazu geschaffen. Zu der sehr heterogenen Bebauung des Bestandes bildet der Büroneubau in seiner Gestalt einen ruhigen Gegenpol. Besonders die erdverbundene „schwarze“ Farbgebung sowie die kubische und klare Fassadengestaltung bilden ein Spannungsverhältnis zwischen Bestand und Neubau. Die dunkle monolithisch wirkende Fassade steht im Kontrast zu den großzügigen, raumhohen Fensteröffnungen, die Transparenz und Leichtigkeit in das Gebäudevolumen bringen. Das Integrieren aller notwendigen Installationen in die Bauteile des Kerns, erzeugt einen klaren Raumeindruck mit einheitlichen Büroflächen und einem Maximum an Flexibilität. Die Versorgung von Wärme im Winter und Kühlung im Sommer geschieht über eine Betonkernaktivierung. Ein intelligentes und automatisiertes Lichtlenksystem ermöglicht eine Steuerung der solaren Erträge im Winter und eine Verschattung im Sommer. |
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| #173 | Erweiterung Straßenverkehrsamt mit Bürogebäude |
| Kategorie: | Verwaltungs-/Bürogebäude |
| Standort: | Bochum |
| Baujahr: | 2006 |
| Kurzbeschreibung: | Sanierung eines Süßwaren und Spirituosengroßhandels in ein Bürogebäude |
| Langbeschreibung: | Der ehemalige Süßwaren- und Spirituosengroßhandel an der Bulksmühle ist ein über die Jahre hinweg gewachsenes Gefüge aus vier Gebäuden, das jeden gestalterischen Zusammenhang vermissen ließ. Seit 1971 ist hier das Strassenverkehrsamt mit Bürgerbüro der Stadt Bochum untergebracht. Da nach 35 Jahren weder Raumangebot noch baulicher Standard den heutigen Ansprüchen genügten, erfolgte eine Modernisierung und Erweiterung des südlichen Gebäudes. Um den wenig repräsentativen, südlichen Teil des Ensembles aufzuwerten, in dem sich der Publikumseingang befindet, wurde dieser ohne Einstellung des laufenden Betriebs um ein Geschoss aufgestockt. Es entstanden ca. 410 m² neue Bürofläche, die Benutzer leicht über ein neues, gemeinsames Treppenhaus und einen neu errichteten Aufzug vom Wartebereich im Erdgeschoss aus erreichen können. Eine Aufstockung des Mitteltraktes wurde erforderlich, damit der Aufzug als verkehrstechnischer Knotenpunkt alle Ebenen und Gebäudeteile verbinden kann. Die Raumhöhe berücksichtigt eine mögliche Erweiterung des in den siebziger Jahren entstandenen südlichen Gebäudeflügels. Die zusätzlichen Lasten der neuen Baukonstruktion waren auf Grund der bestehenden filigranen Stahlbetonskelettkonstruktion gering zu halten. Die Entscheidung fiel auf einen Stahlbau mit Außenwandelementen aus Gasbeton, analog zum Erdgeschoss. Die neuen Stützenpositionen ergaben sich aus dem Bestand, wobei die Deckenkonstruktion keine Mehrbelastung erfahren durfte. Dies führte zu einem Einfeldsystem mit ca. 13,50 m Spannweite. Unterstützt durch die regelmäßige Fassadengliederung wird eine freie Grundrissaufteilung bis hin zum Großraum möglich. Durch die Erneuerung der Fassade und die Umgestaltung der Wartezonen entstand ein einladendes Verwaltungsgebäude. Eine barrierefreie Erschließung aller Ebenen wurde ermöglicht. |
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| #174 | Erweiterungsbau Deutsches Bergbaumuseum » Website |
| Kategorie: | Kulturbauten (Kino, Theater, Museen) |
| Standort: | Bochum |
| Baujahr: | 2009-2010 |
| Kurzbeschreibung: | Erweiterungsbau mit zwei Ausstellungsebenen |
| Langbeschreibung: | Das Bauwerk mit seiner markanten tiefschwarzen und bei Sonneneinstrahlung glitzernden Fassade stellt sich als Schnitt durch ein Stollensystem dar. Die besondere Nutzung des Gebäudes wird in das städtische Umfeld kommuniziert und es entsteht ein spannungsvolles Spiel zwischen Innen und Außen. Dieses Spiel bildet sich auch in der Dachfläche ab, die durch den bemerkenswerten Blick vom Fördergerüst als fünfte Fassade eine wesentliche Ansicht des Bauwerks darstellt. Der Neubau ist auf zwei Ausstellungsebenen über Brücken mit dem Bestandsgebäude verbunden. Auf diese Weise wird die Sonderausstellung in die Besucherroute des Museums eingebunden. Das Gebäude bietet Platz für Sonderausstellungen in zwei stützenfreien Ausstellungshallen auf jeweils ca. 400 m² und beherbergt im Erdgeschoss die ständige Ausstellung der Sammlung von Darstellungen der Schutzpatronin der Bergleute, der Hl. Barbara. Bei besonderen Veranstaltungen bietet der Erweiterungsbau Raum für Empfänge und Vorträge. Siehe auch Deutsches Bergbaumuseum |
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| #175 | Erzbahnschwinge » Website |
| Kategorie: | Verkehrsbauten |
| Standort: | Bochum |
| Baujahr: | 2003 |
| Kurzbeschreibung: | Doppelt gekrümmte Hängebrücke für Fußgänger und Radfahrer |
| Langbeschreibung: | Die doppelt gekrümmte Hängebrücke über die Gahlensche Straße, seit Mai 2004 trägt sie offiziell den Namen "Erzbahnschwinge", markiert den Anfang der Erzbahntrasse am norwestlichen Plateau des Westparks. Bauherr dieser 2003 fertiggestellten herausragenden Brückenkonstruktion war der Kommunalverband Ruhrgebiet, der Entwurf stammt vom bekannten Stuttgarter Brücken-Architekten Professor Schlaich. Die 130 Meter lange Brücke, angelegt für Radfahrer und Fußgänger, überquert die an dieser Stelle unübersichtliche Situation aus Straße, Gleisanlagen und Rohrbrücke. Die Brücke besteht aus einer seilverspannten Stahlkonstruktion und ist S-förmig gestaltet. Der gekrümmten Form des Überbaus folgend wurden zwei zum jeweiligen Kreismittelpunkt geneigte, 32 Meter hohe Maste angeordnet, die jeweils eine Brückenhälfte tragen. Auf Abspannseile konnte verzichtet werden, da die beiden Maste so angeordnet sind, dass die Tragseile tangential anschließen, sie also im Schwerpunkt der jeweiligen Brückenhälfte stehen. Zur zusätzlichen Stabilisierung wurden die Fußpunkte unterhalb der Brücke angelegt. Die Verankerung der Tragseile erfolgte an den Widerlagern, die im Bereich der alten Widerlager der früheren Brücke über die Gahlensche Straße aufgebaut wurden. Passend zur Brücke wurde ein robustes und transparentes Seilnetzgeländer entwickelt, das das Erscheinungsbild der Brückenkonstruktion nicht beeinträchtigt und gleichzeitig den Fußgängern und Radfahrern Sicherheit bietet. |
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| #176 | Essener Dom » Website |
| Kategorie: | Sakralbauten |
| Standort: | Essen |
| Baujahr: | 960/1275 |
| Kurzbeschreibung: | Bistumskirche des Bistums Essen, gotisches Bauwerk mit erhaltenen Elementen aus dem Jahr 960 |
| Langbeschreibung: | Der heutige Essener Dom hat eine weit zurückverfolgbare Geschichte. Bereits 870 wurde an selber Stelle eine dreischiffige Basilika errichtet, die bereits 960 durch einen Neubau ersetzt wurde. Das oktogonale Westwerk sowie die Krypta wurden in die neue Kirche integriert und sind noch heute erhalten. Die neue Kirche wurde 1275 errichtet und bildet das Grundfundament des gegenwärtigen Doms. Erbaut wurde die gotische Hallenkirche auf Initiative der damaligen Äbtissinnen Bertha von Arnsberg und Beatrix von Holten unter der Leitung von Meister Martin. Ursprünglich war der Dom die Stiftskirche „Münster am Hellweg“ und wurde erst 1958, im Rahmen der Bistumsgründung des Bistums Essen, zu einer Kathedralkirche erhoben. Im gleichen Jahr wurde zur Erinnerung an die Gründung ein Altar vom Künstler Elmar Hillebrand modelliert, in den Reliquien der Bischöfe der Mutterbistümer eingearbeitet wurden. Das aus hellem Sandstein, im gotischen Stil errichtete Sakralbauwerk wurde zeitgetreu im 18. Jahrhundert barockisiert. Sowohl die Fassade und die Dächer, als auch das Interieur waren betroffen. Allerdings wurde die Kathedrale bereits 1880 wieder regotisiert und in seine Ursprungsform gebracht. Zusätzlich ergänzte man insbesondere das Interieur mit neugotischen Kunstwerken. Aufgrund des zweiten Weltkrieges wurde ein erneuter Teilwiederaufbau notwendig. Bestimmte Gebäudeteile waren stark beschädigt, wohingegen das oktogone Westwerk und die Krypta aus dem Jahr 960 nahezu unversehrt blieben. In ihrem heutigen Zustand ist der Dom 90 Meter lang, zirka 30 Meter breit und an seinem höchsten Punkt 50 Meter hoch. |
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| #177 | Ev. Erlöserkirche Annen |
| Kategorie: | Sakralbauten |
| Standort: | Witten |
| Baujahr: | 1872 -74 |
| Kurzbeschreibung: | Evangelische Emporenkirche im Rundbogenstil |
| Langbeschreibung: | Die evangelische Erlöserkirche Annen wurde 1872/74 von Architekt F. Ellinghaus im Rundbogenstil als evangelische Emporenkirche nach Vorbild der evangelischen Matthäuskirche Bochum-Weitmar errichtet. Die Erlöserkirche Annen ist wohl mit die späteste in diesem Stil in Westfalen. Sie ist auch durch das Eisenacher Regulativ von 1861 geprägt. Die aus Ruhrsandstein erbaute Kirche, mit im Westen vorgesetztem hohen Turm, hat ein Schiefer gedecktes Satteldach mit Rundbogenfriesen im Traufbereich, unter dem Hauptsims am Turm, abgestuft am Ortgang der vier Turmgiebelspitzen und am Ortgang der Schildwände. Die Traufendpunkte des Kirchenschiffs sind von Fialen geschmückt. Im Innern wird sie geprägt durch die umlaufende hölzerne Empore, eine satteldachartig geknickte Holzdecke und einen gewölbten eingezogenen Polygonchor im Osten. 1925 wurde das Bild des sinkenden Petrus von W. Haverkamp (Putzbild auf Trägerplatte, ursprünglich Gefallenenehrenmal) unter der südlichen Empore angebracht. 1954/55 erfolgte eine umfassende Renovierung. 1968 erhielt die Kirche eine neue Orgel. 1971 wurde die Kanzel niedriger gesetzt und der Schalldeckel entfernt. 1995 - 97 erfolgte eine gründliche Sanierung des Turmes, zwei der drei Stahlglocken von 1919 wurden entfernt – sie stehen jetzt vor der Kirche - und durch drei kleinere Bronzeglocken ersetzt. Der Bau ist „für Westfalen bemerkenswert vollständig aus der Erbauungszeit überkommen“, ebenso Teile der ursprünglichen Ausstattung. Seit 1992 ist die Erlöserkirche Annen als „bedeutendes Baudokument des Historismus in Witten“ und aus „kirchen-, baugeschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Gründen“ in der Denkmalliste der Stadt Witten eingetragen. Mit der etwas jüngeren kath. Kirche St. Joseph ist die Erlöserkirche Stadtbild prägend. Die sieben Glocken der Geläute der beiden Kirchen sind aufeinander abgestimmt. |
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| #178 | Ev. Erlöserkirche Gevelsberg |
| Kategorie: | Sakralbauten |
| Standort: | Gevelsberg |
| Baujahr: | 1826-1830 |
| Kurzbeschreibung: | Klassizistische Saalkirche mit Anbau aus den 1950er Jahren |
| Langbeschreibung: | Der spätmittelalterlichen Klosterkirche, die 1825 abgebrochen wurde, folgte 1826-1830 eine klassizistische Saalkirche mit gegenüberliegendem Friedhof. Die Kirche wird durch einen Westturm aus dem Jahr 1830 komplettiert. 1939 wurden bauliche Veränderungen im Eingangsbereich vorgenommen, der bisher offene Arkadengang wurde geschlossen. Der Innenraum des Gotteshauses wurde im Stil der 1950er Jahre gestaltet. |
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| #179 | Ev. Kirche in Bad Laasphe-Puderbach |
| Kategorie: | Sakralbauten |
| Standort: | Bad Laasphe |
| Baujahr: | 13. Jh. |
| Kurzbeschreibung: | Ehem. Wehrkirche aus dem 13. Jh. Ortsteil Puderbach |
| Langbeschreibung: | Die wohl älteste Kirche Wittgensteins ist die ev. Kirche in Puderbach, die als ehemalige Wehrkirche auf einer Anhöhe inmitten des Dorfes liegt. Es handelt sich hierbei um einen Saalbau aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. An der südlichen Außenmauer der Wehrkirche befindet sich seit 1971 die letzte Ruhestätte des Komponisten und Musikpädagogen Friedrich Kiel, geb. 08. Okt. 1821 in Puderbach, gest. 13. Sept. 1885 in Berlin. Im Ort: Friedrich-Kiel-Str. 3: Geburtshaus (18. Jahrh.) Friedrich Kiels mit Gedenktafel. |
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| #180 | Eva-Gabler-Haus |
| Kategorie: | Kulturbauten (Kino, Theater, Museen) |
| Standort: | Bielefeld |
| Baujahr: | 2004 |
| Kurzbeschreibung: | Bürgerhaus aus hochwertigen Materialien mit einer offenen, großzügigen Raumfolge |
| Langbeschreibung: | Das Bürgerhaus des Sozialdienstes Katholischer Frauen liegt im Zentrum einer 1970er Jahre - Sozialbausiedlung und dient der Betreuung und Integration von Kindern und Erwachsenen aus 50 Nationen. Der Neubau ist bewusst mit hochwertigen Materialien und einer offenen, großzügigen Raumfolge gestaltet, um soziale Akzeptanz zu gewährleisten. Das Bürgerhaus bildet mit seiner Lärchenholzfassade und dem umgebenden Grünzug einen neuen Identifikationspunkt im Kontrast zu den umgebenden grauen Hochhausfassaden. |
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| #181 | Evangelische Apostelkirche Münster » Website |
| Kategorie: | Sakralbauten |
| Standort: | Münster |
| Baujahr: | 1280 ca. |
| Kurzbeschreibung: | Dreischiffige turmlose Hallenkirche, älteste Minoriten-Kirche Westfalens |
| Langbeschreibung: | Die Apostelkirche war ursprünglich Klosterkirche der Minoriten, des einzigen mittelalterlichen Männerordens in Münster. Das Kloster, dessen Gründungsdatum unbekannt ist, wird 1271 erstmals erwähnt, und die Entstehungszeit der Kirche dürfte ihrem Baustil nach in die Zeit um 1280 fallen. Nach der Aufhebung des Klosters im Jahre 1804 dienten die Konventsgebäude als Kaserne, ehe sie dann in den 1850er Jahren wegen Baufälligkeit abgerissen wurden. Die Kirche selber war schon 1840 in das Eigentum der evangelischen Zivilgemeinde übergegangen und ist bis heute als älteste Minoriten-Kirche Westfalens erhalten geblieben. Die dreischiffige Hallenkirche zeigt sich der Baugepflogenheit mittelalterlicher Bettelorden entsprechend turmlos und trägt lediglich einen Dachreiter auf dem östlichen Langhausgiebel. Trotz verschiedener Bauperioden, die sich am Außenbau in den unterschiedlichen Baumaterialien ablesen lassen, ergibt sich das recht einheitliche Bild einer gotischen Kirche. Dies ist umso bemerkenswerter, da es sich bei den östlichen Jochen des nördlichen Seitenschiffes um einen Anbau aus den Jahren 1654-61 handelt, also um eine nachgotische Formgebung zur Zeit des Barock, die wegen ihrer stilistischen Anpassung als ein Beispiel früher Denkmalpflege gewertet werden kann. Auch im Kircheninnern lassen sich die unterschiedlichen Bauphasen dokumentieren. Während die südliche Pfeilerreihe des Langhauses erstmals den kantonierten, also mit Diensten besetzten Rundpfeiler in Münsters Sakralarchitektur einführt, zeigen sich die nördlichen Rundpfeiler schlicht ohne aufgesetzte Säulchen. |
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| #182 | Evangelische Gesamtschule Bismarck » Website |
| Kategorie: | Schulen/Kindergärten/Altenwohnanlagen |
| Standort: | Gelsenkirchen |
| Baujahr: | 1997-2004 |
| Kurzbeschreibung: | Innovativer Schulneubau, bei dem die Schüler in die Planung einbezogen waren |
| Langbeschreibung: | Im Jahre 1993 wurde im Rahmen der IBA Emscher Park ein beschränkter, internationaler Wettbewerb für die Evangelische Gesamtschule in Gelsenkirchen-Bismarck ausgeschrieben. Das mit dem 1. Preis ausgezeichnete Konzept zeichnet sich durch eine ungewöhnliche Anordnung der verschiedenen Schulfunktionen und eine umfangreiche Beteiligung der Schüler an der Planung aus. Wie eine kleine Stadt ist die Schule um einen Marktplatz und eine zentrale Straße gruppiert, an der sich ein "Stadthaus" als Verbindung zum Stadtteil, eine Bibliothek, eine Kapelle und das "Rathaus" (die Verwaltung) befinden. Eine als "Wirtshaus" bezeichnete Mensa, ein Theater, Kiosk und Straßencafé sowie Labore und Ateliers schließen sich an. Den Abschluss bildet ein kreisförmiger Werkstatthof, der - wie das Stadt(teil)haus - unabhängig vom Schulbetrieb geöffnet werden kann. Seitlich um den zentralen Kern der Schule befinden sich an "Nebenstraßen" insgesamt sechs Klassenhäuser. Diese wurden im Rahmen so genannter "Architektentage" zusammen vom Architekturbüro und einzelnen Schülerjahrgängen geplant und gestaltet. Jedem der individuell ausgeführten Klassenräume ist ein von den Schülern zu pflegender Garten zugeordnet. Zwischen 1997 und 2004 wurden Hauptgebäude und Klassenräume in Holzständerbauweise und Niedrigenergiestandard mit ökologischen Baustoffen, Grasdächern und Regenwassernutzung errichtet. Die Schule sieht sich als multi-kulturelle Familien- und Stadtteilschule, in der Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Herkunft und Religionsangehörigkeit zusammen lernen. |
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| #183 | Evangelische Hauptkirche Rheydt » Website |
| Kategorie: | Sakralbauten |
| Standort: | Mönchengladbach |
| Baujahr: | 1899-1902 |
| Kurzbeschreibung: | Die späthistorische Kirche der reformierten Gemeinde liegt im Zentrum Rheydts am Marktplatz dem Rathaus gegenüber |
| Langbeschreibung: | Zwischen 1899 und 1902 wird am Nordostrand des Rheydter Marktplatzes die evangelische Hauptkirche erbaut. Sie nimmt den Platz des 1632 in protestantisch-reformierte Nutzung übergegangenen, spätgotischen Vorgängerbaus ein, der 1899 mit Erlaubnis des Provinzialkonservators Paul Clemen abgebrochenen wird. Architekt der neuen, im historistischen Stil erbauten Kirche ist der Berliner Professor Johannes Otzen, die Bauleitung liegt in Händen von Wilhelm Maack. Der Entwurf folgt konsequent dem „Wiesbadener Programm“ und stellt den Kirchenraum als „Versammlungshaus der feiernden Gemeinde“ in den Mittelpunkt. Die Kirche entsteht als monumentaler, in neoromanischen Formen konzipierter Werksteinbau über kreuzförmigem Grundriss. Die lebhafte Gliederung des Außenmauerwerks aus hellem Kordeler Sandstein für Architekturgliederungen, „Grauwacke“ für die Wandflächen und Basaltlava für die Sockel kontrastiert mit den bewegten Großformen unter steilen Dächern. Rosettenfenster, Rundbogenfenster und Galerien prägen das äußere Erscheinungsbild. An der Nordwestseite ist der Hauptturm unter steilem Turmhelm mit hoher Nadelspitze dem Schiff seitlich beigestellt. In ihm ist das Hauptportal angeordnet. An der Südwestseite steht der kleinere Hahnenturm mit zweitem Zugang. Im Osten schließt die von einem Umgang und zwei Flankentürmen gerahmte Halbrundapsis das Kirchenschiff und leitet in die polygonale Sakristei über. Das breite Querschiff springt wenig vor die Außenfassaden vor. Anstelle der ursprünglichen Schieferdächer ist die Kirche heute in Kupfer eingedeckt. Das Innere öffnet sich zu einem Zentralraum. Emporen sind im Querschiff und an der Westseite - hier findet auch die bemerkenswerte Sauer-Orgel Aufstellung - angeordnet. Zentral in der Apsis steht in einer Bogennische der Kanzelaltar. Von allen der 1.300 Plätze aus ist der Prediger gut zu sehen und zu verstehen. Ein Umgang leitet in die Taufkapelle über, von wo aus man zur Sakristei gelangt. Die originale, von Otto F. Berg aus Berlin in Kalkkaseintechnik ausgeführte Innenausmalung, überwiegend Pflanzenmotive mit religiösem Symbolgehalt, wird nach Kriegsschäden zugunsten eines purifizierenden Anstrichs in den 1960er Jahren aufgegeben. Erst zum hundertjährigen Jubiläum wird die historistische Ausmalung freigelegt bzw. umfassend ergänzt. Seither bietet der Innenraum in seiner aufwändigen, die Architektur unterstützenden Fassung eine beeindruckende, harmonische Einheit. |
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| #184 | Evangelische Kirche Sprockhövel » Website |
| Kategorie: | Sakralbauten |
| Standort: | Sprockhövel |
| Baujahr: | 1785 |
| Kurzbeschreibung: | Einschiffige Saalkirche mit Kirchturm und Welscher Haube |
| Langbeschreibung: | Das Gotteshaus wurde 1785 auf den Fundamenten der baufälligen St. Januarius Kirche erbaut. Besonders kennzeichnend ist die Welsche Haube auf dem Kirchturm, die zum Wahrzeichen der Stadt geworden ist. Aus der St. Januarius Kirche sind ca. 1000 Jahre alte Schlusssteine erhalten worden, die ihren neuen Platz in dem heutigen Gebäude gefunden haben. Die einschiffige Saalkirche bietet 600 Menschen Platz und hat eine Orgel mit 1646 Pfeifen. Saniert wurde das Gebäude in den Jahren 1927/28 und 1966. |
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| #185 | Evangelische Kirche Wickrathberg » Website |
| Kategorie: | Sakralbauten |
| Standort: | Mönchengladbach |
| Baujahr: | 12., 13., 15-18. u. 20. Jh. |
| Kurzbeschreibung: | Evangelische Kirche im Oberdorf von Wickrathberg auf der Terassenkante zur Niers |
| Langbeschreibung: | Kleiner, geosteter dreischiffiger Gemengebau des 15. bis 18. Jh., vorwiegend aus Feldbrandziegeln, mit geradem Chorschluss des späten 12. Jh. aus Tuff und einem im Kern älteren Westturm aus Bruchsteinen (Liedberger Sandstein, Drachenfels-Trachyt, Römertuff, tegulae). Über dem Hauptschiff verschiefertes Mansarddach, verschieferte Pultdächer über den Seitenschiffen, weithin sichtbarer Turm mit verschiefertem Barockhelm. Evangelische Pfarrkirche, ehem. hl. Nikolaus. Über einem älteren Gräberfeld entsteht in der 2. H. des 11. Jh. eine massive Saalkirche mit eingezogenem Chor. Nach 1200 ersetzt man diese Kirche auf den alten Fundamenten durch eine staufische Flachdeckenbasilika mit kreuzgratgewölbtem Chorgeviert und vorgesetztem Westturm. Im 15. Jh. werden Mittel- und Seitenschiffe gewölbt, der Chor erhält ein spätgotisches Sterngewölbe. 1569 reformiert und zur Hauskirche der Grafen von Quadt erhoben, erneuert man die Seitenschiffe im 16. / 17. Jh,. in Backsteinmauerwerk, wobei Reste u.a. der spätmittelalterlichen Bogenfriese erhalten bleiben. Um 1700 legt man im Chor einen „Todtenkeller“ an. Im 18. Jh. saniert man den maroden Westturm, der ein selbsttragendes inneres Holzgerüst und eine geschweifte Haube erhält. Die romanische Chorostwand wird durch Einbrechen eines Stichbogenfensters verändert, das Mittelschiff erhält ein Mansarddach. Die Innenaustattung stammt aus den 1770er Jahren. Die Rokokoausstattung aus Kanzel, Schöffenbank und Grafenstuhl stellt wegen ihrer Vollständigkeit eine Kostbarkeit am Niederrhein dar, wobei Orgelempore und Orgelprospekt der von J. Teschenmacher gefertigten Orgel 1990 in ein neues Instrument von Lukas Fischer einbezogen werden. Auch die Marienglocke des Glockengießers „Johann van Venlo“ von 1449 hat sich erhalten. Die schwersten Baueingriffe erfolgen 1902, als man die Chorseitenwände durchbricht, die Wandvorlagen entfernt und die Seitenschiffe verlängert. Umfassende Sanierung und statische Sicherung der Bausubstanz seit Beginn der 1990er Jahre mit Wiederinbetriebnahme 2004. |
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| #186 | Evangelische Pfarrkirche |
| Kategorie: | Sakralbauten |
| Standort: | Warburg |
| Baujahr: | Vor 1287 |
| Kurzbeschreibung: | Älteste Pfarrkirche der Altstadt von Warburg |
| Langbeschreibung: | Die evangelische Pfarrkirche in Warburg war die erste Kirche in der Warburger Altstadt, erbaut wurde sie um 1200. Im Jahr 1283 wurde sie dem Dominikanerorden geschenkt, nach Auflösung des Dominikanerklosters im Jahr 1810 wurde die Kirche schließlich im Jahr 1824 der evangelischen Gemeinde als Eigentum überwiesen. Der älteste Teil der Kirche ist das Mittelschiff mit dem nördlichen Seitenschiff, beides im rein romanischen Stil erbaut. Im 14. Jahrhundert wurde die Kirche um einen Chor im gotischen Stil erweitert und schließlich im 15. Jahrhundert durch zwei Seitenschiffe komplettiert. Fenster mit flachen Stichbögen und gotischem Maßwerk zieren die Seitenschiffe. Bemerkenswert ist der Hochaltar von 1665 an der östlichen Stirnwand, eine Stiftung des Paderborner Bischofs. 1964-1968 wurde der Innenraum der Kirche restauriert. |
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| #187 | Fabrikations- und Bürobau Pasteurstraße |
| Kategorie: | Betriebs-/Werkstätten |
| Standort: | Köln |
| Baujahr: | 2003 |
| Kurzbeschreibung: | Neuer Fabrikations- und Verwaltungsbau der Firma Dönges in der Pasteurstraße Nähe Niehler Hafen |
| Langbeschreibung: | Auf L-förmigem Grundriss wurde die Mischung aus Fabrikationshalle, Lager und Verwaltung für ein Unternehmen der Glasverarbeitung errichtet. Die dreigeschossige Halle, die von LKW befahrbar ist, ist das Herzstück des Stahlskelettbaus. Sie dient der Lagerhaltung und Zurichtung von Gläsern und erhält von allen Seiten Licht. Denn das Thema Glas bestimmt nicht nur die Nutzung sondern auch die Fassade, die aus Scheiben unterschiedlicher Größe, Qualität und Farbe zusammengesetzt und dem Tragwerk vorgehängt ist. Dabei wurden über zwanzig verschiedene Glasarten verbaut. Diese unterscheiden sich nicht nur in ihrer Farbigkeit, sondern sie differieren auch nach Energiedurchlassgrad, Belastungsfähigkeit und Preis. Die Menge des verwendeten Glases dient dem Bauherrn gleichzeitig als Werbeträger. Zur Belüftung dienen intransparente Zonen mit Metallklappen, die so schmal gehalten sind, dass sie keine Sicherheitsbrüstung erforderlich machen. Die Außenhaut ist daher absolut plan. Die Innenwirkung gleicht damit eher einem Gewächshaus, denn einer Fertigungshalle und besitzt eine ebenso lichte wie einladende Atmosphäre. Es gibt sechs Mietbüros, wovon jedes ein Geschoss umfasst. Sie sind als großzügige Arbeitsräume angelegt, lassen sich durch Zwischenwände jedoch auch kleinräumiger nutzen. Die Büroetagen werden über zwei Erschließungskerne zugänglich gemacht, die sie auch mit der geräumigen Tiefgarage verbinden. Im Untergeschoss korrespondieren schräggestellte Betonpfeiler mit dem Verlauf der Stahlstützen der oberen Geschosse. Wie die rechteckigen Glasflächen die Fassade prägen, bilden im Inneren die Stützen ein durchgängiges Gestaltungselement. Mehr auf koelnarchitektur.de |
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| #188 | Fachhochschule Bocholt |
| Kategorie: | Hochschulen/Universitäten |
| Standort: | Bocholt |
| Baujahr: | 1998 |
| Kurzbeschreibung: | Hochschulgebäude mit ‚Hochschulgräfte’, eingefügt in die Münsterländische Wiesenlandschaft |
| Langbeschreibung: | Der hohe Grundwasserspiegel ist das entwurfsbestimmende Element. Mit einer „Hochschulgräfte” distanziert sich der Neubau von den Parkplätzen und den umliegenden Straßen. Eine Fußgängerbrücke führt vom Gelände über das Wasser in das Obergeschoss zum zentralen Eingangsbereich, der von großem Hörsaal, Mensa und Bibliothek flankiert wird. Das Gebäude ist für 1000 Studienplätze der Fachrichtungen Wirtschaft, Elektrotechnik und Maschinenbau geplant. Aus dem Raumprogramm entwickelt sich die Entwurfsstruktur: fachbereichsübergreifende Nutzungen mit Hörsälen und Seminarräumen bilden einen dreigeschossigen Bogen; im Inneren konzentriert sich die Forschungszone mit spezifischen Anforderungen. Verglaste Stege verbinden die Baukörper zu einem Ganzen. Beide Bereiche lassen langfristig Spielräume für weitere Bauabschnitte. |
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| #189 | Fachwerkdorf Offelten |
| Kategorie: | Ein-/Zweifamilienhäuser |
| Standort: | Preußisch Oldendorf |
| Baujahr: | 18. - 19. Jhd. |
| Kurzbeschreibung: | Zahlreiche gut erhaltene Fachwerkhäuser bieten ein geschlossenes Dorfbild |
| Langbeschreibung: | Offelten wird mit seinen zahlreichen Baudenkmälern als eines der schönsten und besterhaltensten Fachwerkdörfer in Westfalen-Lippe bezeichnet. Bei den Offelter Fachwerkbauernhöfen handelt es sich nicht um ein Museum, sondern um lebendige Landwirtschaft sowohl im Vollerwerb als auch im Nebenerwerb. In großer Dichte sind in Offelten historische bäuerliche Fachwerkgebäude erhalten, wie sie sich kaum anderswo finden lassen. Eine sehr aktive Dorfgemeinschaft unterstützt die Bemühungen um den Erhalt der Bausubstanz. Auch Offelten hatte früher ein Rittergut – heute hat die Fa. Kahre-Montage GmbH seinen Sitz auf dem ehemaligen Gutsgelände. |
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| #190 | Fachwerkhaus "Am Kirchplatz 2" |
| Kategorie: | Verwaltungs-/Bürogebäude |
| Standort: | Enger |
| Baujahr: | 1741 |
| Kurzbeschreibung: | Wiederhergerichtetes altes Fachwerkhaus mit moderner Innenkonstruktion |
| Langbeschreibung: | 1741 entstand das von einem Kaufmann aus Werther errichtete Barmeierhaus. Ernst Struwe, ehemals Inhaber von Barmeiers Brennerei und Likörfabrik, damaliger Eigentümer der heutigen Sonnenapotheke, ließ 1913 eine offenen Wagenremise an den bestehenden Pferdestall anbauen. In den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts wurde das Wohnhaus mit Zuschüssen des damaligen Provinzialkonservators instandgesetzt und erhalten. Nach Struwes Tod ließ seine Witwe ein Schaufenster einbauen, um das Erdgeschoss als Laden vermieten zu können. 1952 wurde die Abbruchgenehmigung für die Scheune ausgestellt. Das Wohnhaus war inzwischen städtisches Wohnhaus geworden. 1968 erwarb die Apothekerin Margarete Reitemeyer das Gebäude von der Stadt Enger und wollte es zu einem Wohn- und Geschäftshaus umgestalten. Als Geschäft sollte später die Sonnenapotheke eröffnet werden. Am 23.8.1968 wurde die Abbruchgenehmigung des unter Denkmalschutz stehenden Fachwerkgebäudes erteilt. Das bestehende zweigeschossige Fachwerkhaus musste zur Erhaltung dringend renoviert und in seiner Substanz von innen erneuert werden, um das Gebäude dauerhaft und für die Zukunft erhalten zu können. Das erhaltenswerte Fachwerk wurde demontiert, gekennzeichnet und gelagert. Anstelle der inneren baufälligen Holzkonstruktion entstand ein innerer Kern mit Stahlbetondecken. Das demontierte Fachwerk der Außenfassade wurde mit gleichzeitiger Errichtung des Mauerwerks aufgestellt, so dass das äußere Erscheinungsbild dem damaligen entspricht. Das bestehende und wieder verwendete Fachwerk, sowie neue Fachwerksteile wurden durch spezielle Behandlung dauerhaft angelegt. Im Mai 1970 war schließlich das alte Fachwerkhaus nach modernen Konstruktionen wieder hergerichtet. Durch Umbauten des Wohn- und Geschäftshauses mit Ölheizung und Garage fand das Gebäude einen wohnlichen Charakter. Das Gebäude Kirchplatz 2 ist eines der Fachwerkhäuser im historischen Stadtkern, der als sogenannter "Rundling" die Stiftskirche umschließt und in überzeugender Weise ursprüngliche Stadtbaukunst früherer Jahrhunderte überliefert. |
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| #191 | Faulbehälter Klärwerk Emschermündung |
| Kategorie: | Wasserwirtschaft |
| Standort: | Dinslaken |
| Baujahr: | 1995 |
| Kurzbeschreibung: | Neubau von drei eiförmigen Faulbehältern für das Klärwerk Emschermündung |
| Langbeschreibung: | Das Klärwerk liegt 7,5 km oberhalb der Emschermündung im Städtedreieck Dinslaken – Duisburg – Oberhausen. Mit 75 ha war die Anlage bei seiner Fertigstellung 1976 das größte Klärwerk Europas. 1995 wurde die Anlage um die drei seinerzeit weltgrößten Faulbehälter nebst Betriebsgebäude sowie Treppen- und Aufzugsturm erweitert. Die Behälter haben eine Höhe von 46,74 m, einen Durchmesser von 29,60 m und ein Fassungsvermögen von je 16.700 m³. Neben ihrer absoluten Größe fallen die drei weithin sichtbaren Faulbehälter durch ihre Anordnung und eiförmige Formgebung auf. Von einer zylindrischen Bodenplatte aus geht die Form in einen massiven Kegelstumpf über, an dem die eigentliche Faulbehälterschale mit einer Wanddicke von 75 cm ansetzt. Dabei nimmt die Wandstärke nach oben stetig bis auf 40 cm ab. Von außen erhielten die Faulbehälter eine Wärmedämmung aus 70 mm dicken Dämmplatten und wurden mit bandbeschichteten, einbrennlackierten Alu-Blechen von 1 mm Dicke verkleidet. Fünf verschiedene Farbtöne, höhenmäßig gestaffelt, verleihen der Fassade einen optischen Reiz. Das beim Faulprozess des Klärschlamms anfallende Methan wird im Blockheizkraftwerk zur Erzeugung von Wärme und elektrischer Energie genutzt, während der ausgefaulte Schlamm zur Weiterverarbeitung durch Rohrleitungen 19,2 km weit entlang der Emscher nach Bottrop gepumpt wird. |
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| #192 | Feierabendhaus |
| Kategorie: | Mehrfamilienhäuser/Wohnsiedlungen |
| Standort: | Mülheim an der Ruhr |
| Baujahr: | 1925/26 - 1984/85 (Umbau ) |
| Kurzbeschreibung: | Wohnkomplex für ehemalige Zechenangehörige saniert und modernisiert |
| Langbeschreibung: | Das schlossähnliche Bauwerk bot schon immer ganz besonderen Wohnraum. 1925/26 errichtet, wurde es 1940 durch den Verband für Bergbau erworben, um Wohnungen für ehemalige Zechenangehörige zu schaffen. Der Name „Feierabendhaus“ bezeichnet die damalige Nutzung somit sehr treffend. Mit den Jahren unrentabel geworden, sollte das Gebäude zuletzt veräußert werden. Die Stadt Mülheim übernahm es aus „Fürsorge für die darin wohnenden betagten Bürgerinnen und Bürger“; sie wollte vermeiden, dass es Spekulanten in die Hände fiel. Zehn Jahre später veräußerte sie das Objekt an die SWB GmbH. Dabei war der Wohnraum nicht mehr zeitgemäß: Es gab 72 nicht-abgeschlossene Wohnungen ohne Bäder und eine mangelhafte Elektroinstallation. Dennoch sollte das denkmalgeschützte und traditionsbehaftete Gebäude mit seiner besonderen Architektur erhalten werden. Zwar wurden einige Innenwände herausgerissen, um neue Wohneinheiten mit allem Komfort zu schaffen, aber die Außenansicht des Komplexes durfte nicht verändert werden. Als 20 Balkone angefügt werden sollten, wurden diese nur genehmigt, weil nachgewiesen werden konnte, dass es schon in den 1920er Jahren am Nordflügel Holzbalkone gegeben hatte. Durch einen umfassenden Umbau entstanden 53 moderne Wohnungen, die heute von Jung und Alt nachgefragt werden. Die zum Haus gehörende parkähnliche Grünanlage und die das Objekt umgebende Landschaft in Kombination mit einer infrastrukturell optimal entwickelten Umgebung bieten ideale Voraussetzungen für ein rundum angenehmes Wohngefühl. |
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| #193 | Feldkapelle |
| Kategorie: | Sakralbauten |
| Standort: | Wachendorf |
| Baujahr: | 2007 |
| Kurzbeschreibung: | Neubau einer ungewöhnlichen Feldkapelle inmitten der Eifel |
| Langbeschreibung: | Die am 16.06.2007 eingeweihte Feldkapelle fällt durch ihre eigenartige Form auf, die mit den traditionellen Vorstellungen über ein solches Bauwerk so gar nicht in Einklang zu stehen scheint. Die Planung dauerte mehrere Jahre. Dem Entwurf liegt in Anlehnung an das Leben des Einsiedlers Bruder Klaus die Idee zugrunde, die vier Elemente Luft, Feuer, Erde und Wasser zeitgenössisch in die Sprache der Architektur zu übersetzen. Gleichzeitig sollte das Bauwerk in Stampfbeton entstehen, einer Bautechnik die die ländliche Bevölkerung in früherer Zeit gerne für ihre Bauten verwendete, womit der Bezug zur ländlichen Region unter Verwendung eines modernen Baustoffs hergestellt wurde. Das Element Luft/Licht wird durch die Fülle der kleinen Licht- und Luftöffnungen symbolisiert, die sich in der Außenhaut des Bauwerks befinden und durch den „Hell-Dunkel-Hell-Effekt“ nach Betreten des Kapellenraums. Das Feuer ist optisch und als Geruch deutlich wahrnehmbar durch Baumstämme, die zunächst als eine Art „verlorene Schalung“ zur Errichtung des Rohbaus benötigt wurden um dann „augeköhlert“ zu werden. Geblieben sind der Geruch des Rauches und die verkohlte Wandstruktur mit den sichtbaren Negativabdrücken der Baumstämme. Das Element Erde findet seinen Ausdruck in der Materialwahl Beton. Dieser besteht aus Weißzement mit einem speziell ausgewählten Kies aus der Region. In der Örtlichkeit ergibt sich in Verbindung mit den Äckern der Umgebung durch die Farbgebung und Struktur des Betons trotz der Härte des Materials eine ansprechende optische Verbindung zur Landschaft und hier insbesondere zu den Böden der Umgebung. Die Kapelle ist an ihrem oberen Ende offen, so dass bei Regen Wasser in das Bauwerk eindringen kann, um geführt an einer Stelle in der Kapelle zum Boden zu laufen. Hierdurch wird das Element Wasser symbolisiert. |
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| #194 | Fernsehturm "Rheinturm" |
| Kategorie: | Türme |
| Standort: | Düsseldorf |
| Baujahr: | 1979-1981 |
| Kurzbeschreibung: | Fernseh- und Aussichtsturm als reine Stahlbetonkonstruktion |
| Langbeschreibung: | In unmittelbarer Nähe des Landtages steht der Rheinturm. Der 234 Meter hohe Fernsehturm ist vollständig aus Stahlbeton errichtet, dies stellte ein Novum im Ingenieurbau dar. Möglich wurde diese Konstruktion durch die Übernahme von Bautechniken aus dem Kühlturmbau. Die kelchförmig aus dem Turmschaft wachsende Kanzel verleiht dem Turm eine charakteristische Silhouette. Der Turm steht auf einem Fundamentring mit 34 Metern Durchmesser, der von 256 Ortbetonrammpfählen mit einer Länge von bis zu 22 Metern getragen wird. Das Basisgeschoss ist ringförmig um den Turmschaft gelegen, darüber befindet sich der Eingangsbereich. Die Kanzel des Turmes bietet Platz für die Fernmeldetechnik, für eine offene Aussichtsplattform sowie für ein im Stundentakt rotierendes Ringgeschoss, in dem das Restaurant TOP 180 untergebracht ist. Im Schaft des Turmes befindet sich die grösste Dezimaluhr der Welt, die vom Künstler Horst. H. Baumann entworfen wurde. |
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| #195 | Fernsehturm Colonius |
| Kategorie: | Türme |
| Standort: | Köln |
| Baujahr: | 1981 |
| Kurzbeschreibung: | Der Kölner Colonius ist mit 266 Metern höchster Fernsehturm in Nordhein-Westfalen |
| Langbeschreibung: | Der 1981 fertig gestellte Colonius ist als typischer Fernmeldeturm in schlanker röhrenförmiger Stahlbetonbauweise ausgeführt. Konstruktionsprinzip ist die vertikale Kragarmkonstruktion. Zum Zeitpunkt seiner Fertigstellung war der Colonius 252,9 Meter hoch. Anfang der 1990er-Jahre wurde die Turmspitze ausgewechselt und durch eine längere ersetzt. Die Höhe beträgt seitdem 266 Meter. Damit ist der Kölner Fernsehturm der höchste in Nordhein-Westfalen. In 166 Metern Höhe befindet sich eine dreigeschossige Turmkanzel mit Drehrestaurant, die seit 1992 jedoch nicht mehr öffentlich zugänglich ist. Stadtnah am Grüngürtel positioniert ist der Turm als wichtige Landmarke nicht mehr aus dem Stadtbild wegzudenken. Wie Fernmeldetürme in anderen Städten hat sich der Colonius in Köln vom reinen Funktionalbau zu einem Wahrzeichen der Stadt gewandelt. |
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| #196 | Fernsehturm Florian » Website |
| Kategorie: | Türme |
| Standort: | Dortmund |
| Baujahr: | 1959 |
| Kurzbeschreibung: | Fernsehturm mit rotierendem Café |
| Langbeschreibung: | Seit langem hat die Stadt Dortmund ein Symbol - den Fernsehturm Florian. Über einem Fundament von acht Meter Tiefe wurde der Turm mit einer Gesamthöhe von 220m errichtet. In einer Höhe von 133 m entstand eine Plattform für die Wirtschafts- und Maschinenräume, darüber das rotierende Café. Die Geschichte des Turms ist eng mit der des Westfalenparks und der ersten Bundesgartenschau 1959 verbunden. Die Neugestaltung des Westfalenparks im Zuge der BUGA sah u.a. auch die Erbauung eines Parkcafes und eines Aussichtsturms vor. Den ausgeschriebenen Wettbewerb gewann der Dortmunder Architekt Will Schwarz, der den Aussichtsturm mit einer rotiernenden Café-Plattform kombinierte. Mit finanzieller Hilfe der Deutschen Bundespost, die den Turm als Richtfunkbetriebsstelle nutzte, und der Firma Hoesch, die Stahl und Zement zur Verfügung stellte, konnte der Turm in elf Monaten erbaut werden. Mit einer Höhe von 220m war er der damals höchste Turm Deutschlands. Ebenfalls das erste seiner Art war das rotierende Café in 150m Höhe, das 120 Menschen Platz bot. Zwei schnellfahrende Aufzüge brachten die Besucher in weniger als einer Minute zur Aussichtsplattform über dem Café, für die Nichtschwindelfreien bot ein Terrassencafé im Erdgeschoß die Möglichkeit zur Einkehr. Der "Florian" wurde schon während seiner Bauzeit zum Werbeträger und Indentifikationsobjekt der Stadt. Die Namensgebung für den Turm gestaltete sich jedoch schwierig. Trotz eines großen Wettbewerbs gab es lange Zeit keine Einigung über den Namen, es blieb bei Fernmelde- und Aussichtsturm. Erst viele Jahre später wurde das Wahrzeichen Dortmunds "Florian" getauft. |
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| #197 | Fernwärmetunnel Köln |
| Kategorie: | Energiewirtschaft |
| Standort: | Köln |
| Baujahr: | 1984-1986 |
| Kurzbeschreibung: | Unterirdische Anbindung der rechtsrheinischen Stadtteile an das Fernwärmenetz |
| Langbeschreibung: | Der 461 Meter lange Fernwärmetunnel der Rheinenergie verläuft seit 1984 unter dem Rhein. Er bindet die rechtsrheinischen Stadtteile an das Fernwärmenetz an. Vier bis sechs Meter unter der Rheinsohle verläuft die Stahl-Beton-Röhre mit einem Durchmesser von drei Metern. Die damals verwendete Technik war neu und revolutionär. Ein riesiger Bohrschild fräste sich Meter für Meter nach vorne und räumte den kompletten Bauschutt ab. Die Tunnelanlage kann von Touristen besichtigt und durch eine Führung von Mitarbeitern der Rheinenergie begleitet werden. Teil der Führung sind fachkundige Informationen über die Kraft-Wärme-Kopplung und das Kölner Fernwärmenetz. Der Einstieg befindet sich auf dem Messegelände Deutz, der Ausstieg unterhalb des Musical Doms. Bemerkenswerte Fundstücke wie z. B. Teile der früheren Hohenzollernbrücke, Bombenteile und historische Steine, die während der Bauarbeiten des Fernwärmetunnels gefunden wurden, sind in Ausstellungen zu bewundern. |
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| #198 | Fertigungshalle Mannus » Website |
| Kategorie: | Betriebs-/Werkstätten |
| Standort: | Arnsberg |
| Baujahr: | 2001 |
| Kurzbeschreibung: | Produktionshalle als Holzrahmenbau in Niedrigenergiebauweise |
| Langbeschreibung: | Die Produktionshalle der Firma MANNUS ist als Holzrahmenbau in Niedrigenergiebauweise konzipiert, sie unterschreitet den Zielwert der Wärmeschutzverordnung um 80 %. Bis auf die schräge Stahlbetonwand zur Rönkhauser Strasse und die Glasfassaden der Nebenschiffe werden alle Wände in Holzrahmenbauweise erstellt. Die sich in den Straßenraum neigende schräge Wand dient als Merkmal des sich in die Tiefe des Werksgeländes erstreckenden Baukörpers. Zugleich reflektiert sie das durch ein Oberlicht einfallende Licht in die Produktionshalle und dient so als dritte Tageslichtfassade, ohne die Halle der Strasse gegenüber zu öffnen. Der einfache Baukörper wird durch zwei transparente Vorbauten ergänzt, die eine witterungsgeschützte Anlieferung und Abholung der Materialien ermöglichen. Da in dem Betrieb unter anderem bis zu zwölf Meter lange Fahnenmasten gefertigt werden, musste der Grundriss der Halle entsprechend gestaltet werden. Das Dach verfügt in der Längsrichtung über eine Spannweite von 63 Metern und wird stützenfrei von den Wänden getragen. |
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| #199 | Festhaus Gürzenich Alt St. Alban |
| Kategorie: | Kulturbauten (Kino, Theater, Museen) |
| Standort: | Köln |
| Baujahr: | 1440 / 1955 |
| Kurzbeschreibung: | Festhalle mit über 500-jähriger Geschichte |
| Langbeschreibung: | Der um 1440 als Tanzhaus erbaute Gürzenich, so benannt nach dem Patriziergeschlecht, auf dessen Grundstück das Gebäude errichtet wurde, wurde zuerst im 17. Jahrhundert als Kauf- und Lagerhaus umgenutzt und im 19. Jahrhundert zum Konzertsaal umgebaut. Im Zweiten Weltkrieg brannte das Gebäude, wie auch die benachbarte Kirche St. Alban, nach einem Luftangriff aus. Lediglich die Außenmauern aus dem 15. Jahrhundert blieben erhalten. Den Wettbewerb zum Wiederaufbau des Festhauses gewannen 1949 Karl Band und Rudolf Schwarz. Bei dem Entwurf der beiden Architekten wurden die Mauern des gotischen Baus erhalten. Im Innern wurde im Erdgeschoss die Garderobe und das Weinrestaurant, darüber der neue Festsaal eingerichtet. Die Kirche St. Alban wurde nicht wieder aufgebaut. Zwischen ihrer Ruine und dem alten Gürzenich wurde ein Neubau errichtet, der die Kirchenruine und den Gürzenich zu einer Einheit verbindet. In diesem Bau befindet sich neben einem kleineren Saal die große Wandelhalle, welche im Norden und Westen durch die Außenmauern der zerstörten Kirche begrenzt wird. 1996 wurde der Gürzenich modernisiert, restauriert und unter anderem durch einen gläsernen Außenaufzug ergänzt. |
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| #200 | Feuerwehr-Gerätehaus Neuss |
| Kategorie: | Kommunalgebäude (Feuerwehr, Polizei) |
| Standort: | Neuss |
| Baujahr: | 2004 |
| Kurzbeschreibung: | Neubau der Feuerwache in Neuss-Grefrath |
| Langbeschreibung: | Kennzeichnend für diesen Neubau der Feuerwehr in Neuss ist die klare formale Trennung der beiden Nutzungsbereiche, die in zwei unterschiedlichen Baukörpern untergebracht sind. Die quadratische Halle für die Löschfahrzeuge besitzt eine Glasfassade aus Profilglas, was die Formen und Farben der Fahrzeuge von außen erahnen lässt und innen für natürliche Belichtung sorgt. Der zweigeschossige rechteckige Gebäudeteil nimmt die Büro- und Schulungsräumlichkeiten mit ihren Nebenfunktionen auf. Als monolithischer Klinkerbau mit Fensterbändern ausgeführt bildet dieser Baukörper einen Kontrast zur gläsernen industriell anmutenden Fahrzeughalle. In ihrer reduzierten Ästhetik und gekonnten Proportionierung bilden die beiden Baukörper eine gestalterische Einheit, die sich in das Ortsbild von Grefrath einfügt. |
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| #201 | Finanzamtszentrum Aachen |
| Kategorie: | Verwaltungsgebäude/Rathäuser |
| Standort: | Aachen |
| Baujahr: | 2005 |
| Kurzbeschreibung: | Finanzamtszentrum in Form von acht Gebäuderiegeln mit sechs unterschiedlich gestalteten Innenhöfen und zentralem Erschließungstrakt |
| Langbeschreibung: | Das 2005 fertiggestellte Finanzamtszentrum beherbergt insgesamt fünf Finanzämter, die vorher auf verschiedenen Standorten im Stadtgebiet verteilt waren. Der Entwurf vom Planungsbüro Schmitz gewann den ersten Preis in einem begrenzten Wettbewerb mit zehn Teilnehmern, der von der Niederlassung Aachen des Bau und Liegenschaftsbetriebes NRW ausgeschrieben wurde.. Ein zentraler Erschließungstrakt, die sog. Magistrale, verbindet die acht Gebäuderiegel, zwischen denen sechs unterschiedlich gestaltete Innenhöfe liegen. Zur Krefelder Straße hin sind die Höfe mit großflächigen Glaswänden vor dem Verkehrslärm geschützt. Die Fassade des Bauwerks besteht aus Fertigteilen aus rot gefärbtem Stahlbeton und wird durch die Fensterbänder der Büroflügel horizontal gegliedert. In dem Verwaltungsbau mit einer Hauptnutzfläche von rund 16.200 Quadratmetern arbeiten rund 1100 Mitarbeiter. Der Kundeneingang befindet sich an der Krefelder Straße. Hier findet der Kunde schon im Eingangsbereich Service- Theken vor, an denen er zu den richtigen Ansprechpartnern weitergeleitet wird. In diesem Gebäudeteil finden sich auch Schulungs- und Besprechungsräume, ein Sitzungssaal und die Kantine. Die Geschossdecken aus Stahlbeton werden durch Betonkernaktivierung zur Temperierung des Gebäudes eingesetzt. Zur Erwärmung des Gebäudes wird Fernwärme genutzt, in den Sommermonaten reicht die nächtliche Fensterlüftung zur Kühlung des Verwaltungsbaus aus. Mehr zur Gestaltung der Freiflächen: Freianlagen und Höfe am Finanzamtszentrum |
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| #202 | Fischbauchbrücke Plettenberg |
| Kategorie: | Verkehrsbauten |
| Standort: | Plettenberg |
| Baujahr: | 1914 |
| Kurzbeschreibung: | Denkmalgeschützte Eisenbahnbrücke mit Fischbauchträger über den Fluss Lenne |
| Langbeschreibung: | Die Fischbauchbrücke über den Fluss Lenne in Ohle/Plettenberg wurde 1914 als Teil der 1969 stillgelegten Eisenbahnverbindung von Plettenberg nach Herscheid errichtet (ursprünglich war einen Verlängerung bis nach Lüdenscheid geplant). Der Name der Brücke resultiert aus dem besonderen Aussehen der Träger, bei denen im Gegensatz zu einer Bogenbrücke der Bogen ähnlich einem Fischbauch in elliptischer Form unter der Fahrbahn liegt. Die Stahlfachwerkbrücke ist Teil eines weiten Bogens von mehr als 180°, den die Bahnstrecke im Abzweig von der Ruhr-Sieg-Strecke beschreibt. Südlich der denkmalgeschützten Brücke schließt sich ein ca. 110 Meter langer Erddamm und eine dreibogige Brücke (der „Bommecke-Viadukt“) an. |
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| #203 | Five Boats |
| Kategorie: | Verwaltungs-/Bürogebäude |
| Standort: | Duisburg |
| Baujahr: | 2004-2005 |
| Kurzbeschreibung: | Modernes flexibles Bürogebäude im Duisburger Innehafen |
| Langbeschreibung: | Das Projekt „Five Boats“ im Duisburger Innenhafen ist ein modernes, flexibles Bürogebäude für eine sich permanent verändernde Arbeitswelt. Städtebaulich schließt der Gebäudekomplex das Gelände westlich des Holzhafens an die Bebauung des Duisburger Innenhafens an. Dabei wurde das Thema „Hafen“ vom Londoner Büro Grimshaw Architects auch gestalterisch umgesetzt. Das Bürogebäude verfügt über 35 identisch geschnittene, modular aufgebaute Etagen, die horizontal und vertikal vernetzt werden können. Die Fläche des Planungsgrundstücks wurde optimal genutzt, indem für das Gebäude eine fächerförmige Kammstruktur gewählt wurde. Die ovalen Baukörper sind in Längsrichtung gedreht. Dadurch weiten sich die Zwischenbereiche auf und ermöglichen eine gleichmäßige Belichtung aller Büroflächen sowie einen freien Blick auf den Hafen und die City von Duisburg. Vor allem nachts bestimmt das „Five Boats“ die Ansicht des Hafens: Frei programmierbare LEDs in der Fassade ermöglichen eine wechselnde farbliche Akzentuierung. |
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| #204 | Fleher Brücke |
| Kategorie: | Verkehrsbauten |
| Standort: | Düsseldorf |
| Baujahr: | 1979 |
| Kurzbeschreibung: | Schrägseilbrücke mit dem höchsten Brückenpylon Deutschlands |
| Langbeschreibung: | Die Fleher Brücke ist eine Autobahnbrücke über den Rhein. Wie die anderen Brücken der Düsseldorfer Brückenfamilie ist sie als Schrägseilbrücke konstruiert. Um das Einzugsgebiet des Fleher Wasserwerkes zu schützen, wurde sie nicht rechtwinklig über den Fluss geführt, sondern in einem spitzen Winkel, wodurch sich die Hauptspannweite auf 368 Meter vergrößert. Blickfang der Brücke ist der markante Pylon, der in der Form eines auf dem Kopf stehenden „Y“ ausgeführt ist. Der Pylon ist aus Stahlbeton, was eine Neuerung darstellte, und mit 146 Metern Höhe der höchste Brückenpylon Deutschlands. Die Fleher Brücke ist eine einhüftige Mittelträger-Schrägseilbrücke, Alle Kabel des Tragwerks sind in sieben Seilgruppen angeordnet, die im Bereich des Mittelstreifens mit dem Träger verbunden sind. Landseitig sind die Seile als „Harfe“, also parallel verlaufend angeordnet, wasserseitig in einer Fächerform. Der Hauptträger der Fleher Brücke besteht aus 41 Meter breiten und 21 Meter langen Stahlsegmenten. Die Vorlandbrücke hat eine Länge von 780 Metern und besteht aus Stahlbeton. Die Autobahn A 46 verläuft 6-spurig über die Brücke, zudem sind an jeder Seite kombinierte Fuß- und Radwege vorhanden. Im Durchschnitt überqueren täglich 75.000 Fahrzeuge die Brücke. |
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| #205 | Fliedner Dorf |
| Kategorie: | Mehrfamilienhäuser/Wohnsiedlungen |
| Standort: | Mülheim an der Ruhr |
| Baujahr: | 1987–1994 |
| Kurzbeschreibung: | Konzeptioneller Neubau eines Dorfes mit 30 Gebäuden mit unterschiedlichen Bauformen und Charakteristika |
| Langbeschreibung: | Eine Gemeinschaft zu gründen, in der Menschen mit und ohne Behinderungen, alte und junge Menschen gleichberechtigt zusammenleben, war das ambitionierte Ziel des Konzeptes von Klaus Hildemann, Leitender Direktor der Theodor Fliedner Stiftung. Dabei setzte er auf sechs renommierte Architekten, die er in den 1980er Jahren beauftragte, das Theodor Fliedner Dorf mit ganz unterschiedlichen Bauformen und Charakteristika zu gestalten. Im Sommer 1994 wurde das aus Mitteln der sozialen Wohnraumförderung mitfinanzierte Dorf in seiner heutigen Form vollendet. Nahe dem Stadtteil Mülheim-Selbeck leben seither etwa 600 Menschen in 30 Gebäuden. Jeweils etwa ein Drittel der Bewohner des Dorfes sind Menschen mit Behinderung, Menschen ohne Behinderung und alte Menschen. Es ist ein lebendiges Dorf der kurzen Wege entstanden, dessen Eindruck bisweilen malerisch, zum Teil verspielt und durchweg freundlich ist. Typische Aspekte eines Dorfes wurden in die Planung der Siedlung eingebracht. Es gibt ein „Rathaus“, in dem Kulturveranstaltungen stattfinden, einen Marktplatz, eine kleine Kirche sowie einen Laden. Die angebotenen Wohnformen im Dorf sind sehr unterschiedlich. Alte Menschen können entscheiden, ob sie eine individuelle Lebensweise bevorzugen oder in Wohngemeinschaften leben möchten. Menschen mit Behinderungen leben mit individueller Assistenz allein, zu zweit oder in Wohngemeinschaften. Das Dorf in seiner Gestalt und Gemeinschaft hat Aufmerksamkeit erregt: Internationale Besuchergruppen kommen, um dessen Modellcharakter zu studieren. |
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| #206 | Flottmann-Hallen » Website |
| Kategorie: | Betriebs-/Werkstätten |
| Standort: | Herne |
| Baujahr: | 1908 |
| Kurzbeschreibung: | Ehemalige Produktionshallen der Flottmann-Werke |
| Langbeschreibung: | Herne ist nicht nur Bergbaustadt, sondern auch bekannt als "Stadt der Bohrhämmer". Denn 1902 siedelte sich hier eines der bedeutendsten Zulieferunternehmen für den Bergbau an: die Flottmann-Werke.Als 1908 der Neubau einer Schmiede, Schlosserei, Ausstellungs- und Versandhalle notwendig wurde, beauftragte Flottmann die Architekten Schmidtmann und Klemp. Aus ihrer Zeichenfeder stammt der symmetrisch gegliederte, fünfschiffige Baukörper an der Flottmannstraße. Er verbindet die Formensprache des ausklingenden Jugendstils Darmstädter Richtung mit sachlicher Strenge und Monumentalität. An der ersten Mechanisierungswelle im deutschen Steinkohlenbergbau hatten Flottmans Druckluft-Abbauhämmer wesentlichen Anteil. Wurden vor dem Ersten Weltkrieg mit ihrer Hilfe gerade einmal 2% der Kohle maschinell gewonnen, waren es 1932 bereits 97%. Nach 1945 warteten neue Aufgaben auf den Betrieb. Handelsbeziehungen mussten neu geknüpft, Maschinen und Produktionsstätten modernisiert werden. Auch in den folgenden Jahrzehnten konnten sich die Flottmann-Gewinnungsmaschinen auf dem Markt behaupten. 1983 zog der Betrieb ein zweites Mal um - eine Gefahr für die ausgedienten Fabrikgebäude: die Abrissbirne drohte. Aber der Trakt an der Flottmannstraße wurde als denkmalschutzwürdig eingestuft und so im letzten Moment gerettet. Umgebaut und renoviert ist er heute ein weit über Herne hinaus bekanntes und beliebtes Zentrum für Kunst, Musik, Theater und Sport. |
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| #207 | Flughafen Münster/Osnabrück » Website |
| Kategorie: | Verkehrsbauten (Bahnhöfe, Flughäfen) |
| Standort: | Greven |
| Baujahr: | 1972/1995/2001 |
| Kurzbeschreibung: | Flughafen mit rationaler und zurückhaltender Architektur |
| Langbeschreibung: | Der Flughafen Münster-Osnabrück startete 1972 den Flugbetrieb mit lediglich 25.000 Passagieren im ersten Jahr. Der seitdem kontinuierlich gewachsene Flughafen erhielt im Jahr 1995 ein neues Terminalgebäude, eine Stahl-Glas-Konstruktion die von JSK Architekten geplant wurde und die sich durch Leichtigkeit und Transparenz auszeichnet. Schon 2001 wird durch steigende Passagierzahlen eine Erweiterung nötig. In diesem Jahr werden am Flughafen Münster-Osnabrück über 1,6 Mio Fluggäste abgefertigt. Das hierzu benötigte Terminal II wurde von der Planungsgemeinschaft der Architekten Peter Wörmann und Gert Schulze mit dem Ingenieurbüro Spiekermann entworfen. Der Neubau des Terminal II sollte sowohl die Architektur des bestehenden Gebäudes weiterführen, als auch einen eigenen Charakter besitzen. Das neue Terminal gliedert sich in einen zentralen Terminalbereich mit den Abfertigungseinrichtungen sowie den Pier mit den Wartenzonen und der Gepäckhallen. Der zweigeschossigen Abflughalle ist ein Büroriegel vorgelagert, in dem sich Ticketschalter, Ladenlokale, Gastronomie und Büros befinden. Blickfang des Terminal II ist das 25 Meter tief auskragende Vordach. Auf seiner Gesamtlänge von 130 Metern wird es lediglich von zwölf schlanken Säulen gestützt. |
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| #208 | Flughafenanbindung Flughafen Köln/Bonn » Website |
| Kategorie: | Verkehrsbauten |
| Standort: | Köln |
| Baujahr: | 2004 |
| Kurzbeschreibung: | Zentral gelegener, unterirdischer Bahnhof des Flughafens Köln/Bonn. |
| Langbeschreibung: | Die Anbindung des Flughafens Köln-Bonn an das Schienennetz der Deutsche Bahn AG wurde in den Jahren 2001 bis 2004 realisiert. Das zentrale Bauwerk der rund 15 km langen Flughafenschleife ist der viergleisige Bahnhof, der unterirdisch unter dem Terminal 2 des Flughafens erbaut wurde. Der Bahnhof liegt 18 Meter unter der Erdoberfläche und ist von einem 156 Meter langem, gewölbten Glasdach in voller Breite überspannt. Durch die zentrale Lage des Bahnhofs ergibt sich für den Flughafen Köln-Bonn eine mustergültige Lösung für die intermodale Verkehrsanbindung. Nirgendwo sonst sind die Wege zum Umsteigen kürzer, kaum 100 Meter muss der Reisende zwischen Terminal, Bahnhof und Parkhaus zurücklegen. Sowohl ICE als auch S-Bahn Züge können den Bahnhof über einen 4,5 Kilometer langen Tunnel anfahren. |
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| #209 | Flughafenbrücke Düsseldorf |
| Kategorie: | Verkehrsbauten |
| Standort: | Düsseldorf |
| Baujahr: | 1998-2002 |
| Kurzbeschreibung: | Zweihüftige Schrägseilautobahnbrücke der A44 zur Querung des Rheins |
| Langbeschreibung: | Die Flughafenbrücke zwischen Düsseldorf-Lohhausen (rechtsrheinisch) und Meerbusch Ilverich (linksrheinisch) ist eine Autobahnbrücke der A44 über den Rhein. Zusätzlich zu den sechs Fahrstreifen und zwei Standstreifen beinhaltet die Querung kombinierte Rad- und Fußgängerwege auf beiden Seiten. Die neue Verbindung trägt zur Entlastung der Theodor-Heuss-Brücke bei und bildet die großräumliche Anbindung Richtung Mönchengladbach und Aachen bis nach Belgien und in die Niederlande. So wurde das Autobahnviereck zwischen A3, A44, A46 und A57 geschlossen. Die 1286,5 Meter lange, zweihüftige Schrägseilbrücke überspannt an ihrer weitesten Stelle 287,5 Meter. Besonders zu erwähnen ist die niedrige Form der v-förmigen Spannbetonpylone (35 Meter über der Fahrbahn). Diese spezielle Form ist in der Nähe zum Düsseldorfer Flughafen begründet. Um den Bereich der Einflugsschneise frei zu halten, wurde die Höhe der Tragkonstruktion durch die v-förmige Ausbildung der Pylone reduziert. Große Teile der Brücke wurden in Linz (Österreich) und Slany (Tschechien) vorgefertigt und über den Wasserweg zur Baustelle transportiert. Die Stahlbetonfertigteile wurden bei laufendem Fährbetrieb per Schwimmkran montiert. So konnten der Ausführungszeitraum und die Baukosten gering gehalten werden. |
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| #210 | Folkwang Museum » Website |
| Kategorie: | Kulturbauten (Kino, Theater, Museen) |
| Standort: | Essen |
| Baujahr: | 1929/1960/2007-09 (Erweiterungsbau) |
| Kurzbeschreibung: | Renommiertes Kunstmuseum der Stadt Essen |
| Langbeschreibung: | Das Folkwang Museum musste in seiner langjährigen Geschichte einige Rückschläge und Verluste kompensieren. Heute gehört es jedoch wieder zu den renommiertesten Kunstmuseen in Deutschland. Es wurde bereits 1902 vom damaligen Studenten der Kunstgeschichte Karl Ernst Osthaus in Hagen gegründet. Finanzieren konnte er die Museumsgründung durch eine großzügige Erbschaft. Nach dem Tod von Osthaus wurde das Folkwang Museum in den 1920er Jahren mit dem Städtischen Kunstmuseum in Essen zusammengelegt. Der Name des Museums wurde übernommen, nur der Standort wurde von Hagen nach Essen verlagert. Dort entstand nach einem Beschluss des Kuratoriums ein Museumsneubau nach den Plänen des Essener Architekten Prof. Edmund Koerner, der 1929 eröffnet wurde. Im zweiten Weltkrieg wurde das Museumsgebäude in weiten Teilen zerstört. Neben den baulichen Schäden erlitt das Kunsthaus während des NS-Regimes allerdings schwerere Verluste. Hunderte Kunstwerke wurden beschlagnahmt und zerstört. Sowohl die baulichen Schäden, als auch die kulturellen Verluste wurden in den 60er und 70er Jahren langsam kompensiert. Durch Spenden der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach Stiftung konnte das Gebäude erneuert werden und kontinuierlich die Sammlung erneuert und erweitert werden. Heute genießt das Folkwang Museum ein ähnlich hohes Ansehen wie es das Kunsthaus vor den Zerstörungen des zweiten Weltkriegs tat. Gegenwärtig umfasst die Sammlung ein unvergleichliches Angebot von Kunstwerken aus dem 19. Jahrhundert, der klassischen Modernen, der Kunst nach 1945 und eine separate Ausstellung der Fotografie. Aufgrund der expandierenden Sammlungen beschloss das Kuratorium zusammen mit der Stadt Essen einen Erweiterungsbau. Dieser Erweiterungsbau von David Chipperfield Architects wird baulich unabhängig vom bestehenden Gebäude errichtet, verbindet allerdings die bestehende Architektur mit modernen Elementen. Der Neubau mit einer Bruttofläche von 25.000 Quadratmetern besteht aus sechs Baukörpern und vier Innenhöfen, Gärten und Wandelhallen und schließt sich mit seinen öffentlich zugänglichen Bereichen ohne Niveauunterschiede an die bestehenden Ausstellungsräume an. Nach dem Baubeginn im Herbst 2007 wurde der Neubau Ende 2009 fertiggestellt. Siehe auch Folkwang Erweiterungsbau |